Conor Oberst - Conor Oberst




Was treibt einen Mann wie Conor Oberst, dessen Kopf sonst Bright Eyes funkeln lässt, dazu ein Soloalbum zu veröffentlichen? Scheinbar sind doch reichlich Songs bei diversen Sessions liegen geblieben, die es noch nicht einmal auf B-Seiten geschafft haben. Dabei soll hier über Schönheiten wie „Cape Canaveral“ oder „Lenders In The Temple“, beide im Singer/Songwriter-Stil gehalten, gar nicht der Stab gebrochen werden, aber „Sausalito“ erinnert bei allem Wohlwollen an Truck Stop, die Uptempo-Nummer „I Don’t Want To Die (In A Hospital)“ hat ein nerviges Piano, das man in einem Western-Saloon erwartet, hier aber nicht hören möchte und „NYC-Gone, Gone“ klingt doch allen Ernstes wie „Cotton Eye Joe“!

Vielleicht wollte Conor Oberst seinen Weg in Richtung Folk und Country aber einfach auch nur weiter fortsetzen, ohne - wie noch auf „Cassadaga“ geschehen - mit seinen Bandkollegen erneut eine solche Ideenvielfalt entwickeln und mit solcher einer aufwendigen Produktion aufwarten zu müssen. In einem Schlösschen irgendwo in Mexiko wurden Anfang des Jahres zusammen mit einigen Freunden diese 12 Titel aufgenommen, die demnächst auch in Deutschland live präsentiert werden sollen:

07.09. München - Backstage Werk
11.09. Köln - Gloria
14.09. Mannheim - Alte Feuerwache 


15.09 Berlin - Columbia Club


Hier gibt es das komplette Album als Stream.




Conor Oberst und seine Mystic Valley Band bei der Arbeit.

Kommentare:

oliver r. hat gesagt…

Mir gefallen auch die countrylastigen Stücke, I don't want to die in the hospital z.B. ist großartig.

Vielleicht kommt dieses Werk nicht ganz an die Großtaten von Bright Eyes heran, sehr gut ist es aber allemal und im Übrigen auch live ein Spaß.

-7,5- Punkte

Dirk hat gesagt…

In der Rubrik Mal-eben-in-den-Sommerferien-in-Mexiko-mit-ein-paar-Freunden-aufgenommenes-Album gäbe es von mir Höchstnoten, hier und im Vergleich zu anderen (insbesondere den Bright Eyes Platten) sind es dann

6 Punkte

axelu hat gesagt…

7

Dennis hat gesagt…

Hmmmm...5,5

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