Mittwoch, 26. November 2014

Antemasque - Antemasque






















Omar Rodríguez-López und Cedric Bixler-Zavala kennen sich bereits seit ca. 25 Jahren. Und in dieser Zeit musizierten sie gemeinsam bei At The Drive-In und später gründeten sie The Mars Volta. Während At The Drive-In recht “punkig-krachig-direkt-auf-den-Punkt” war, lebten die beiden Herren bei The Mars Volta ihre Vorliebe für Konzeptalben und Prog Rock aus. 

Dieses Jahr war den beiden dann offensichtlich nach einem neuen musikalischen Vehikel. Seitdem gibt es Antemasque. Mit Ex-The Mars Volta Drummer Dave Elitch nahmen in Fleas Studio in Kalifornien und mit ihm am Bass das gleichnamige Debüt auf. 

Während man von Menschen mit Nachnamen wie “Fischer” leichtverdauliche Musik erwarten darf, standen Rodríguez-López und Bixler-Zavala bei At The Drive-In und The Mars Volta für in positiven Sinn anstrengendere Musik. Das hat sich nicht komplett geändert aber ist im Vergleich zu dem Output der Vorgängerbands ist “Antemasque” doch merklich zahmer geraten. 

Antemasque vermeidet die Extreme. Es kracht und klirrt nicht gar so garstig wie bei At The  Drive-In und die Prog-Rock Einflüsse sind zwar unverkennbar aber allein schon die Songlängen auf “Antemasque” lassen keine ausufernden Soundeskapaden zu. Dadurch wird es bis auf den markanten Gesang auch schon eng mit den Alleinstellungsmerkmalen aber wer hat schon etwas gegen ein kurzweiliges Alternative-Album?

Die Single “4AM”, “Ride like the devil’s son“, “Momento mori” und das überraschend Country mäßige “Drown all your witches” sind meine Anspieltipps auf “Antemasque”. “50.000 Kilowatts” fällt noch durch sein Pop-Appeal auf und “Providence” ist ein Anwärter auf den Titel des Led Zeppelin-Songs 2014.

Heavypop.at:
Das hochexplosive Feuerwerk ‘Antemasque‘ ist deswegen auch ein zweischneidiges Schwert: fetziger und direkter unterhalten hat kaum eine Rodríguez-López/Bixler-Zavalas-Platte – schneller satt gehört hat man sich allerdings auch an keinem Projekt der beiden. Strick kann man dem Duo daraus jedoch keinen drehen: am Scheideweg zwischen gesteigertem Nervfaktor und hartnäckig süchtelnder Hitdichte entscheidet sich das rasante ‘Antemasque‘ im Zweifelsfall stets für zweiteres. Keine Platte für die Ewigkeit, aber ein spontan aus der Hüfte geschossenen Feuerwerk, das dem Momentum extrem kurzweilig in den Hintern tritt.

“4AM”:

3 Kommentare:

Jörg hat gesagt…

Das Gaspedal wird nicht früher voll durchgetreten, trotzdem eine schöne, rockige Sache. 7 Punkte

Ingo hat gesagt…

6,5 Punkte

Volker hat gesagt…

Gott sei Dank klingt das hier zahmer als bei den im nicht positiven Sinne anstrengenden At The Drive-In

7,5