Donnerstag, 9. Mai 2013

Francis International Airport - Cache



Das Muster des neuen Francis International Airport Albums lag schon etwas länger auf meinem Schreibtisch. So richtig habe ich mich da nicht ran getraut. Der Vorgänger In The Woods war eine meiner liebsten Platten des Jahres 2010 und ich befürchtete, dass die fünf Österreicher dies mit ihrem neuesten Werk nicht wiederholen werden können. Wahrscheinlich hätte mein Schreibtisch die CD irgendwann assimiliert, wäre Dirk nicht auf mich zugekommen und hätte gefragt, ob ich Lust hätte, das neue Album vorzustellen. Klar!

Wenn sich Befürchtungen bewahrheiten… Francis International Airport gehen einen neuen Weg. In Anspielung auf den Titel des Vorgängers tut die Presseinfo kund, dass "die Band den Wald weitegehend hinter sich" lässt. Anstelle indie-typischer Gitarrenriffs gibt es "dramatische Synthesizer-Einsätze mit 80er Avancen". Toll!, denke ich noch vor dem ersten Hördurchgang, mag ich bestimmt - das Kavinsky Album höre ich rauf und runter, mehr 80er geht ja gar nicht. Nach dem Hören weiß ich allerdings, dass die Liaison FIA und 80er -zumindest für mich- leider nicht funktioniert.

Man kann das natürlich auch ganz anders sehen:

Dafür gibt es Instrumentalpassagen, die herrlich funktionieren und in eine fabelhafte Klangwelt entführen, ohne sich in Prog-Gefilden zu verlieren. Die Stücke bleiben poppig trotz ihrer detaillierten Architektur. In gewagten Harmonieübergängen (wie bei dem Stück »March«) offenbart sich außerdem eine bemerkenswerte Experimentierlust. »Great Deeds« ist gemäß dem Titel großer harmonischer Rock-Pop, in dem geisterhafte Gitarren jedoch nur als Rückkopplungen hervortreten. (intro.de)

FRANCIS INTERNATIONAL AIRPORT - THE RIGHT ONES from siluh records on Vimeo.


Mit pulsierenden elektronischen Bässen, überwiegend aus dem Rechner gezogenen Drum-Beats und vorsichtig aufgetragenen Keyboardteppichen arbeitet das Wiener Quintett auf "Cache" grundsätzlich zeitlos, ohne den Einfluss persönlicher Helden aus den 1980er Jahren allerdings zu verleugnen. (Wiener Zeitung)

Konzerttermine (ohne Gewähr)
22.05. Leipzig, Werk 2
23.05. Berlin, Haus Ungarn (ex .HBC)
24.05. Hamburg, Uebel & Gefaehrlich

3 Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Leider nicht so gut wie die beiden Vorgänger.

6 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

5 Punkte

Volker hat gesagt…

Das Debüt war groß, seitdem kontinuierlich schwächer

5,5