Chastity Belt - I used to spend so much time alone






















Der Promotext zu "I used to spend so much time alone" schildert die folgende Situation: Julia Shapiro, Gretchen Grimm, Lydia Lund und Annie Truscott, also die Musikerinnen hinter Chastity Belt, vertrieben sich die Zeit um Tourbus, indem sie sich hemmungslos gegenseitig Komplimente machten. Ähnlich harmonische ging es wahrscheinlich auch bei den Aufnahmen des aktuellen Albums zu, denn das Ergebnis ist überaus harmonisch und leider auch weitgehend beliebig geraten. Melancholische Texte, vorgetragen als Shoegaze-verhuschter oder Dreampop-gesäuselter Gesang vergällt mir die Indierock- bzw. Post-Punk-Basis darunter. Produziert wurde von "I used to spend so much time alone" von Wire-Gitarrist Matthew Simms. 

"5am", "Caught in a lie", "This time of night" und "It's obvious" können mich zumindest ansatzweise überzeugen. Dieses dritte Album der Band aus Walla Walla (im US-Staat Washington) soll ihr bislang bestes sein und Intro empfiehlt es traurigen Teenagern. Vielleicht gehöre ich einfach nicht zur Zielgruppe.

Daher lasse ich Éclat zu Wort kommen: 
Chastity Belt schweben genau zwischen den wunderbaren Melodien von Real Estate, dem Tiefgang von Elliott Smith und der Euphorie und den treibenden Elementen von Bands wie den Pixies. Nur, dass es nicht die genaue Mischung ist, sondern das große Ganze mehr ist als die Summe der Teile. So viele Menschen wie möglich sollten diese Platte hören! Mehr gibt es nicht zu schreiben, es ist in der Musik zu finden.
Kaum zu glauben, dass dieses Video zu "Different now" mit seiner Anlehnung an "Hunger strike" bereits vor Chris Cornells Tod veröffentlicht wurde:


"Used to spend":


Die Tour führt die Damen in diese deutschen Städte:
  • 16.09. Köln
  • 17.09. Berlin

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