Samstag, 30. Juli 2016

Ben Abraham - Sirens























Heute lullt uns der Singer/Songwriter Ben Abraham mit sanften Folkpop-Klängn ein. Der Australier mag es offensichtlich harmonisch, lädt mit samtweicher Stimme zum Kuscheln ein und übertreibt es letztendlich mit dem Wohlklang. Spätestens nach fünf gefühlvollen Balladen zu Piano, akustischer Gitarre oder Ukulele, reichlich gesäuseltem Gesang, Chorgesumme und schwelgenden Streichern wartet man auf einen emotionalen oder lauten Ausbruch. Aber vergeblich. 
Dabei hätte der Mann mit indonesischen Wurzeln sich doch so gut vom Vulkanausbruch auf der Insel Krakatau inspirieren lassen können, denn schließlich gilt der bei der Eruption entstandene Knall als das lauteste Geräusch der Welt, da es noch in einer Entfernung von 4 800 km wahrgenommen werden konnte. Nun gut, 1883 hat er auch noch nicht gelebt. 

Aber Ben Abraham mag es auf den 13 Songs von "Sirens", die unter anderem mit Unterstützung von Sara Bareilles ("This Is On Me") oder Gotye ("Speak") entstanden, eher behag- und gemütlich, so dass man sich verwundert fragt, warum einem gelegentlich, bei den guten Momenten ("Sirens", "Time", "Speak") Elbow und Peter Gabriel in den Sinn kommen.   




Dem australischen Rolling Stone hat "Sirens" nicht besonders gefallen:

This debut from Melbourne-based Abraham is nothing if not sincere. However syrupy this collection of emotive ballads becomes, his breathy delivery retains an air of authenticity, albeit amid largely derivative lyrics addressing love and loss. His polished sound is probably generic enough to attract a large audience – "I Belong To You" sits somewhere between David Gray and Sting, and is as smoothly produced as that suggests. One wonders whether rougher arrangements of highlights such as "This Is On Me" and "Somebody's Mother" would allow them added zest. As it is, Sirens lacks urgency and grit, though it does offer a certain warmth and intimacy that some will find moving.