Donnerstag, 15. Oktober 2015

Saybia - No Sound From The Outside
























In ihrer dänischen Heimat sind Saybia ein wesentlich größerer Name als Hierzulande: alle drei Alben (The Secnd You Sleep", 2002, "These Are The Days", 2004, und "Eyes On The Highway", 2007) erreichten Platz 1 der Charts. Auch in Norwegen, den Niederlanden und der Schweiz konnten sich alle Platten hoch in den Charts positionieren. 

Betrachtet man aber die Veröffentlichungstermine, so erkennt man, dass es annähernd 8 Jahre still um Saybia wurde. Ein Grund dafür könnte sein, dass Camilla Jørgensen, die Lebensgefährtin von Sänger Søren Huss Ende 2007 bei einem Autounfall ums Leben kam und dieser daraufhin zunächst zwei Soloalben auf dänischer Sprache veröffentlichte ("Troen & ingen", 2010, "Oppefra og ned", 2012), die ebenfalls den ersten Platz seiner heimatlichen Hitlisten erreichten.   

Nach der bandinternen Auszeit begannen Huss und der Bassist Jeppe Knudsen in wöchentlichen Treffen wieder mit dem gemeinsamen Komponieren, so dass Saybia Ende 2014 in Kopenhagen und Los Angeles mit leicht verändertem Lineup (Gitarrist Sebastian Sandstrom wurde durch Kasper Rasmussen ersetzt) mit den Aufnahmen starten konnten. Mittlerweile haben Saybia die elf neuen Songs unter dem Titel "No Sound From The Outside" veröffentlicht. Neben eher ruhigen, von Piano und akustischen Gitarren dominierten Songs wie "Black Hole", die erneut die Vergleiche zu Coldplay und Travis hervorrufen werden, experimentiert das Quintett auch dezent mit elektronischen Elementen ("No Sound From The Outside"), rückt a-ha klanglich auf die Pelle ("Hollow Is Your Promise") oder lässt den Bass wummern und zieht das Tempo an ("It's About Time" und im U2-artigen "It's Been Way Too Long").

In Dänemark werden Saybia, zu denen noch Palle Sørensen (Schlagzeug) und Jess Jensen (Keyboards) gehören, sicherlich auch mit ihrem vierten Album Platz 1 der Charts erreichen - aber wie wird "No Sound From The Outside" bei Platten vor Gericht abschneiden? 


Das erste Highlight ist der Titelsong „No Sound From The Outside“: Eine wunderschöne Ballade, die im Refrain Fahrt aufnimmt. „Black Hole“ direkt danach verdüstert die Stimmung aber sofort wieder.
Der stärkste Song von Saybia – die ihren ursprünglichen Gitarristen Sebastian Sandström inzwischen gegen Kasper Rasmussen eingetauscht haben – versteckt sich in der Mitte: „It’s About Time“ ist ein energischer Popsong, der im Text sogar ganz Saybia-untypisch mit Ironie arbeitet.
Die Vergleiche mit Coldplay und Travis, die noch immer im Raum schwirren, kann man getrost vergessen, denn Saybia hatten schon immer ihren ganz eigenen Stil. So auch, wenn sie nach mehreren Durchschnittssongs mit „I’m Still Waiting“ noch einen perfekten Schlusspunkt setzen.
Mit „No Sound From The Outside“ kommen die fünf Dänen zwar nicht an ihre ersten beiden Ausnahme-Alben heran, aber das lange Warten hat sich dennoch gelohnt. Trotzdem darf es das nächste Mal gerne wieder etwas schneller gehen.
(bleistiftrocker)




Saybia knows how the capture the painful beauty in poignant lyrics and the colorful palette of sounds from No Sound from the Outside. At times the band leads back to the musical past, to continue thereafter in the rest of the guitars and the keyboard. The numbers in which the music has a more electric vibe are less powerful than the guitar driven songs. Huss has traded his high vocals for a fuller and warmer sound and knows how to put his voice down in full glory. Saybia takes a new future in which their adulthood drops a strong lyrically and production movement. 
(platendraaier)




1 Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Wer hätte das gedacht? Sybia sind die besseren Coldplay.

6,5 Punkte