Donnerstag, 29. Oktober 2015

Julia Holter - Have you in my wilderness






















Schon mit der Wahl der High School war für Julia Holter klar, dass Musik einen bedeutenden Teil ihres Lebens ausmachen soll. Das manifestierte sich in ihrem Studium am California Institute of the Arts. Nach dem Abschluss widmete sie sich ihrer musikalischen Karriere. 2011 erschien dann mit “Tragedy” das Debüt der Singer/Songwriterin. Ihr Zweitwerk “Ekstasis” gefiel mir nicht, “Loud city song” hingegen war merklich interessanter.

Mit “Have you in my wilderness” legt sie nun ihr bereits viertes Album vor und solch positive Reviews sollten neugierig machen auf die neuen Songs der Kalifornierin.

The Guardian (Höchstpunktzahl):
The result is a genuinely exceptional and entrancing album, opaque but effective, filled with beautiful, skewed songs, unconventional without ever feeling precious or affected. From the title downwards, you’re struck by the sense of an artist who once seemed austere and forbidding beckoning you into their world. It’s an invitation that’s hard to resist.

Plattentests.de (8 von 10 Punkten):
Julia Holter, 30-jähriger Liebling der Kritiker, hatte ihre Probleme mit dem Erschaffen dieses Albums. Das hört man. In jedem einzelnen Song. Und genau das macht ihre vierte Platte so einzigartig, so großartig. Denn dem flüchtigen Sound des Vorgängers "Loud city song" hat sie eine bestechende Dringlichkeit hinzugefügt – mehr Rhythmen, mehr Strukturen, mehr Ausdruck. Klar ist das hier immer noch Nachtmusik in Pop, geschmückt mit Anleihen an Ambient und Folk. Wer sich durch die Nebenarme diverser urbaner Systeme treiben lassen mag, findet hier immer noch den entsprechenden Soundtrack mit den hellschwarzen Melodien. […] Sie ist Geschichtenerzählerin. Vermittlerin zwischen den Welten. Damit erschafft Holter nicht nur sich als Künstlerin, sondern auch ihre Musik, ihre Ästhetik – nachtdurchflutete Töne in untergehenden Songs, die in die Gassen führen, die keinen Namen haben.

In den Lobgesang kann ich nicht vorbehaltlos einstimmen, aber die Entwicklung seit “Ekstasis” ist zugegebenermaßen bemerkenswert. Irgendwo zwischen Art- und Kammer-Pop und einigen experimentellen Passagen weiß Frau Holter durchaus erinnerungswürdige Melodien und Einfälle zu verstecken.

“Feel you”, “Silhouette”, “Everytime boots” und “Vasquez” sind in meinen Ohren gute Gründe, “Have you in my wilderness” Freunden anspruchsvoller Pop-Musik zu empfehlen.

Das Video zu “She calls me home”:

JULIA HOLTER - Sea Calls Me Home from Claire Marie Vogel on Vimeo.

Julia Holter besucht aktuell Deutschland:
  • 29.10. Frankfurt
  • 30.10. Hamburg
  • 05.11. Berlin

6 Kommentare:

Olly Golightly hat gesagt…

Ziemlich viele Cover mit weißem Rand in letzter Zeit...

Ingo hat gesagt…

6 Punkte

Volker hat gesagt…

Sie steigert sich ein gutes Stück. Von unerträglich zu richtig gut hörbar.

7,5

Ingo hat gesagt…

MOJO's Top 50 Albums of 2015 (wieder nur Top 20):
1. Julia Holter - Have You in My Wilderness
2. Kendrick Lamar - To Pimp a Butterfly
3. New Order - Music Complete
4. Tame Impala - Currents
5. Jim O'Rourke - Simple Songs
6. Bill Ryder-Jones - West Kirby County Primary
7. Songhoy Blues - Music In Exile
8. Mbongwana Star - From Kinshasa
9. Sleaford Mods - Key Markets
10. Sufjan Stevens - Carrie & Lowell
11. Bob Dylan - Shadows in the Night
12. Courtney Barnett - Sometimes I Sit and Think, and Sometimes I Just Sit
13. Low - Ones and Sixes
14. Sleater-Kinney - No Cities to Love
15. Richard Dawson - Nothing Important
16. D'Angelo - Black Messiah
17. Hooton Tennis Club - Highest Point In Cliff Town
18. Blur - The Magic Whip
19. Joanna Newsom - Divers
20. Dungen - Allas Sak

Dirk hat gesagt…

Der Zauber entfaltet sich für mich nicht.

5,5 Punkte

Julia hat gesagt…

Feines Album: 8 Punkte