Donnerstag, 28. Juni 2012

God Bless The Monkey Astronaut - God Bless The Monkey Astronaut
























"Hast Du Karneval schon was vor?" Auf diese Frage reagiere ich in der Regel leicht brummig. Karneval ist für mich ähnlich spannend wie eine Snooker-Übertragung auf Eurosport. Zu meinem Glück hatte ich eine Antwort parat, die keinen Widerspruch zuließ: "Ich muss noch Altglas wegbringen…" BÄM! "…wieso?" "Och, wir suchen noch Chorsänger für einen Song, der auf's Album soll." Zum Glück (diesmal für die Band) war ich am bewussten Tag dann tatsächlich ziemlich weit weg (akute Karnevalsflucht – wer kann denn wissen, dass man selbst in Dunkerque nicht vor Narren sicher ist…) und mein Nicht-Gesang wurde kein Teil des nun vorliegenden Debüts der fünf Kölner.

Zwei Gitarren, ein Bass, ein Schlagzeug und ein Gesang – ja, die Story kennen wir und sie wird ständig wiederholt. Keine auf Boxen tanzenden Mädels, keine Partykostüme, keine Justin Bieber Frisuren, keine rhythmisch wummernde Autobässe. Aber Musik. Und Leidenschaft. Mitten in den Karnevalstagen 2012 schließen sich die fünf Jungs am Kölner Eigelstein im Propeller Studio ein – inmitten von genau dem, was sie nicht sind: tanzende Mädels, Partykostüme, wilde Frisuren, wummernde Autos – um ihr Debütalbum aufzunehmen. Ohne viel Trara und Töröö konzentriert man sich auf die wesentlichen Dinge und beschließt keine Overdubs zu machen, alles soll so klingen, wie es auch live funktioniert. […] Und vielleicht kann man auch die Chöre der Straße, die singenden Betrunkenen, die bunten Farben und tanzenden Menschen, die rollenden Wagen, die quengelnden Kinder, die schmutzigen Kamellen und rauchenden Wirte […] vor der Tür hören.

God Bless The Monkey Astronaut könnte die Rock-Lieblingsband für Pop-Fans werden, die sich auf Konzerten von The National, The Gaslight Anthem und den Weakerthans blicken lassen. […] Die sich freuen, wenn nach dem Break die Sonne aufgeht und die Hände nach oben wollen.

Und die Hände wollen oft nach oben. Neun Indierockperlen bietet das Album, die vor allem eins sind: Indiepopperlen. Ohne Ausnahme Ohrwürmer bei denen man sicher sein kann: Live wird noch ne Schippe draufgelegt. Wer da nicht schwitzt ist selber schuld. Ein Augenzeuge berichtet vom Cursive Konzert:

Ich kannte euch vorher nicht und wollte schon mit den Augen rollen, als eine Vorband auf die Bühne kam, aber ihr habt die Hütte gerockt!

Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte: Record Release Party am 29.06. im Tsunami Köln.





Das Album erscheint am 29.06. als CD und als Vinyl inklusive CD.

3 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

7 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

8 Punkte

Dirk hat gesagt…

Nicht besonders markanter Gitarrenrock.

5 Punkte