Freitag, 23. September 2011

Mates Of State - Mountaintops



















Für ihr sechstes Album "Crushes (The Covers Mixtape)" kamen Kori Gardner und ihr Ehemann Jason Hammel im letzten Jahr auf die ungewöhnliche Idee, sich Songs anderer Künstler zu bedienen, darunter so unterschiedliche wie Belle & Sebastian ("Sleep The Clock Around"), Tom Waits ("Long Way Home") oder The Mars Volta ("Son Et Lumiere").
Daraus hier nun das Video zu "Love Letter" (Nick Cave):





Das neue Album stammt wieder aus eigener Feder, trägt den Titel "Mountaintops" und ist nach 10 Titel in 37 Minuten bereits wieder vorbei. Scheinbar haben die Beiden beim Produzieren ihres Cover-Albums so viel Spaß gehabt, dass sie diesen Job auch auf "Mountaintops", das wieder über Barsuk erscheint, selbst übernommen haben.
Mates Of State beweisen, dass sie es immer noch verstehen eingängige Lieder zu schreiben ("Palomino", "Maracas") und so starten sie mit diesen beiden Songs und viel Elan ins neue Album. "Total Serendipity" gerät mit seinen Bläsern und Handclaps regelrecht zu einem Happy-Pop-Song und es wird schnell klar, dass Gardner und Hammel auf dieser Platte deutlich mehr als zuletzt auf Synthies und Keyboards setzen. Natürlich gibt es auch wieder die ein oder andere Ballade ("Desire", "Unless I'm Led"), hübschen Girl-Boy-Gesang und jede Menge "Oooh-Ooooh"s und "La-la-la"s in den Refrains, aber vieles wirkt hier leider allzu lieblich.

Mountaintops brings on an immediate sigh of relief: Its opening minutes are not just a return to form, but one of the most zinging 1-2 punches in the band's catalogue to date. "Palomino" is celestial pop with a chorus as big as the sky, and the warped synth groove of "Maracas" is irresistibly catchy. (...)

Mountaintops is not without valleys: the breathy balladry of "Unless I'm Led" is a bit too maudlin even for the Mates, and the Motown-meets-glee-club sugar rush of "Total Serendipity" is divisive at best. But overall, Mountaintops finds the Mates taking the more nuanced emotional tenor of Re-Arrange Us and splaying it across the mural-sized pop canvases we've come to expect from them. Impervious to trends and refreshingly uncool, Mates of State have managed to progress and mature within the confines of their own self-made niche. All of which is pretty punk, when you get right down to it.
(pitchfork.com)

Wer richtig viel Geld ausgeben möchte, kann sich das Mates Of State VIP-Konzert-Erlebnis auf der Band-Homepage kaufen: Es beinhaltet eine Piano-Lehrstunde mit Kori und Schlagzeug-Lektionen mit Jason, um die Mates Of States während eines Konzerts bei einem Stück zu begleiten. Zudem gibt es noch ein gemeinsames Abendessen zu Viert und so ziemlich jedes Teil aus dem Shop. Kostenpunkt: schlappe 1.000 Dollar.
Die Möglichkeit ein Mates Of State-Konzert im heimischen Wohnzimmer zu erwerben gibt es mittlerweile nicht mehr. Entweder haben schon zu viele zugegriffen, oder Kori & Jason viel auf, dass 10.000 Dollar doch recht viel Geld sind.


1 Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Nicht mein liebstes Album von Mates of States, aber immerhin noch

7,5 Punkte