Donnerstag, 28. Juli 2011

Twilight Empire - Twilight Empire (EP)





















"Achtung Suchtgefahr" heißt die Kopfzeile, die ich in meinem Blog Darklands über den Artikel zu dem Silberling gesetzt habe, den ich euch nachfolgend gerne vorstellen möchte.

Man nehme die besten Zutaten aus Post-Punk und New Wave, mische es mit einer tollen Gesangstimme und dem Gespür für traurig-schöne, beizeiten kühle Melodien und garniere es mit ein wenig 80er Jahre Flair - fertig ist ein EP, die für mich zum Besten gehört, was ich in diesem Jahr bisher zu Ohren bekommen habe.

Aus diesem Grunde bin den vier Jungs von Twilight Empire unendlich dankbar, dass sie mich auf ihre Musik aufmerksam gemacht haben. In diesem Zusammenhang habe ich mir wieder mal die Frage gestellt, wieviele von wirklich guten, bisher unentdeckten Bands jedes Jahr aus Zeitmangel und Unwissen unbemerkt an mir vorbeirauschen.

Doch nur nicht zulange darüber nachdenken, sondern sich über jeden Treffer freuen. Obwohl ... eigentlich müßte man es als Volltreffer bezeichnen, denn die Musik von Twilight Empire dürfte jeden begeistern, der auch nur ansatzweise Gefallen am Post-Punk, New Wave oder dem Indie-Sound der (frühen) 80er Jahre findet.

Twilight Empire  stammen aus Zürich in der Schweiz und spielen in folgender Besetzung: Basil Ermatinger (Gesang), Marcel da Silva (Bass), Michael Hofstetter (Gitarre) und Mäx Weber (Schlagzeug). Veröffentlicht hat das Quartett bisher ein Demo (2009), welches den Namen Like a Ghost in a Dream trägt und leider ausverkauft ist, sowie eine in diesem Jahr unter dem Namen Twilight Empire erschienene selbstbetitelte EP.


Diese EP kann ich euch nur wämstens empfehlen. Jedes der fünf Stücke schafft eine ganz besondere Stimmung und ist für sich genommen ein kleines Meisterwerk. Nichts wiederholt sich und doch ist das Resultat immer das gleiche: Man wird eingefangen, besser noch berauscht, von dieser herrlichen Atmosphäre, welche die Songs zu erzeugen in der Lage sind.

Intensiv, dynamisch, melancholisch, düster, melodisch ... all das sind Worte, die versuchen sollen, die Musik von Twilight Empire zu beschreiben. Doch jede Beschreibung wird der Musik nur ansatzweise gerecht. Hören muss man sie ... und fühlen! Gleich der erste Song Shelter hat es geschafft, mich für die Band zu begeistern und wird mit Sicherheit Ende des Jahres zu meinen Lieblingssongs 2011 gehören.



Twilight Empire schaffen es locker das hohe Niveau zu halten. So auch beim fünften und letzten Stück der EP Your Absence is Sadly Felt, welches derzeit auf Rang 2 der Gipfelstürmer-Charts bei radio-shadowplay platziert ist und zu dem ich euch ein Video nicht vorenthalten möchte:



Ich denke, diese Bild/Ton-Dokument belegt, dass es sicherlich auch sehr reizvoll sein kann, ein Club-Konzert der Züricher zu besuchen. Glaubt man den Informationen aus dem Internet, so sollen die Stücke live ihren ganz eigenen Charakter besitzen, wenn sich - unterstützt von verträumten Synthesizer-Klängen sowie psychedelische Lichteffekten - die Gitarren- und Gesangslinien subtil entwickeln.

Bleibt zu hoffen, dass Twilight Empire bald auch vermehrt in Deutschland spielen und vor allen Dingen, dass bald neue Songs veröffentlicht werden. Denn Eines ist klar: Seitdem die aktuelle EP in meinem Player dauer-rotiert, bin ich süchtig nach den tollen Songs der vier Schweizer.


Link "Webseite von Twilight Empire"

2 Kommentare:

noplace hat gesagt…

lieber michael. mir sind deine vorstellungen etwas zu euphorisch. drossel etwas das tempo. weniger ist meistens mehr.

denn gerade das ist es, was mir an diesem blog gefällt. diese unaufgeregte art, mit der hier bands vorgestellt werden. natürlich fließt die meinung mit ein, aber so, dass dem leser stets viel platz gegeben wird, sich sein eigenes bild von der musik zu machen. denn wenn ich jede woche höre, dass diese oder jene band die ganz große offenbarung sein soll, dann lese ich irgendwann nicht mehr.

Michael hat gesagt…

Okay, danke für den konstruktiven Hinweis - versuche deinen ratschlag zu beherzigen.

Dennoch: Die Scheibe von Twilight Empire ist wirklich großartig!