Electric President - The Violent Blue
















Der dritte Longplayer von Ben Cooper und Alex Kane erscheint bei Fake Four Inc. und nicht mehr wie die beiden Vorgänger ("S/T", 2006 und "Sleep Well", 2008) über Morr Music.
Der Sound hat sich ein wenig gewandelt, denn Electric President reduzieren ihre elektronischen Elemente, und setzen vermehrt auf melancholischen, akustisch gehaltenen Indiepop ("Mr. Gone"). Freunden von New Order oder The Postal Service dürften sich mehr zu "Feathers", "Nightmare No. 5 Or 6" oder "Circles" hingezogen fühlen, denn die nehmen mehr Tempo auf, überzeugen mit herrlichen Melodien und warten auf einen Einsatz in amerikanischen TV-Serien, um von einem Millionenpublikum entdeckt zu werden. Überraschungen gibt es auch, wenn zum Beispiel "The Violent Blue" nach ruhigem Anfang mit Sirenen- oder Sigur Rós-artigem Gesang nach einer Weile schrammelige Gitarren das Shoegazer-Herz höher schlagen lassen oder "All The Distant Ships" regelrechte Soundwände auftürmt und in Dreampop-Wellen geradezu zu versinken droht.





"The Violent Blue" Video

Mit dem detailverliebten Schlafzimmer-Indiepop seines selbstbetitelten Debütalbums konnte das Duo aus Florida einen echten Überraschungserfolg landen, enttäuschte dann aber leider die hochgesteckten Erwartungen mit dem Nachfolger "Sleep Well" in praktisch jeder Hinsicht. Auf Album Nummer drei zeigt die Formkurve mit Songs wie "Mr. Gone", "Nightmares No. 5 Or 6" und "Elegant Disasters"nun wieder nach oben. Dass dabei der Elektronikanteil hörbar zurückgeschraubt wurde und vermehrt akustische Instrumente zum Einsatz kommen, wird nicht allen gefallen, zumindest kann man Electric President den Willen zur Weiterentwicklung so nicht absprechen.
(westzeit.de)

Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Bisher mein Lieblingsalbum von Electric President. Es kommt wohl demnächst auch etwas Neues von Radical Face...

8 Punkte

aXel hat gesagt…

7

Volker hat gesagt…

Westzeit hat keine Ahnung. Electric President werden stetig besser. Und dieses Makl ist es richtig, richtig gut

9 Punkte

Ingo hat gesagt…

"Schlafzimmer-Indiepop" klingt wenig schmeichelhaft und lässt sich nicht ganz von der Hand weisen. Aber spätestens mit "Nightmare No. 5 or 6" entkommt das Album dieser Beschränkung. Und im zweiten Teil des Albums wird man mit tollen Songs belohnt. 8 Punkte.
Damit bin ich für dieses Jahr durch, glaube ich. Danke für Dein Engagement, Dirk!

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