Fleet Foxes - Crack-up






















Ist es ein allgemeiner Trend oder nur der Einfluss Bon Ivers? Justin Vernon gab sich Mühe, sein aktuelles Album "22, A million" möglichst schwer hörbar zu machen. Bei James Vincent McMorrows "True care" stellte ich eine ähnliche Tendenz fest. Und nun erscheint nach sechs Jahren das dritte Album der Fleet Foxes und eingängige Ohrenschmeichler wie "White winter hymnal", "Your protector", "Blue ridge mountains" oder "Mykonos" suchte ich darauf vergeblich. So einfach wie zu Beginn ihrer Karriere macht es die Band um Robin Pecknold den Hörern nicht mehr. 

Statt dessen werden die Beach Boys-Melodien und die heimelige Folk-Stimmung hinter stellenweise ausufernden Arrangements versteckt. Falls es "Post-Folk" als Kategorie noch nicht gab, für solche Musik sollte man sie nutzen dürfen. Den Weg dorthin wies bereits der Titel "The shrine / an argument" auf dem Vorgänger "Helplessness blues". "Crack-up" setzt die "Verkopfung" der Musik der Band aus Seattle fort. Durch den Vergleich mit "Crack-up" gefällt mir "Helplessness blues" nun sogar besser, als zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Vielleicht ergeht es mir mit "Crack-up" irgendwann ähnlich. 

"Crack-up" ist ein gutes Album, aber beim nächsten Album sollten die Fleet Foxes wieder etwas mehr das Herz als den Kopf einsetzen. Meine Empfehlungen sind "Cassius,-", "Third of May / Ōdaigahara" und "Fool's errand". 

Das Video zu "Fool's errand":


"Third of May / Ōdaigahara":


Im Herbst wird die Band Deutschland besuchen:
  • 12.11. Hamburg
  • 13.11. Berlin
  • 01.12. Köln
Sounds & Books:
Man benötigt etwas Geduld mit einigen ausgefallenen und vertrackten  Kompositionen von Crack-Up, aber die Fleet Foxes belohnen einen dafür mit einem mal wieder zauberhaften neuen Album.
The Guardian:
Unable to stop himself writing gorgeous melodies – the album is full of beautiful passages of music, garlanded with Fleet Foxes’ trademark luscious harmonies and wonderful orchestrations – Pecknold instead opts to repeatedly short-circuit them. At its most straightforward, Crack-Up features a digressive, segmented, prog-rock-style take on the sound of the band’s first two albums, with mixed results.

Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Und irgendwann erklärt mir jemand, was an den Fleet Foxes so gut sein soll. Hoffentlich schlafe ich nicht auch über der Erklärung ein.
4,5 Punkte

Ingo hat gesagt…

7,5 Punkte

Volker hat gesagt…

Wieder nix

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