Mittwoch, 10. Juni 2015

The Lilac Time - No sad songs






















The Lilac Time wurde bereits 1986 gegründet und besteht im Kern aus den Brüdern Nick und Stephen Duffy. Aktuell wird die Band von Stephen Duffys Frau Claire und (nicht verwandt und nicht verschwägert) Melvin Duffy an der Pedal Steel Gitarre komplettiert. Stephen Duffy war eines der Gründungsmitglieder von Duran Duran  und Produzent von Robbie Williams’ “Intensive care”. Auch als Solokünstler und diversen anderen musikalischen Konstellationen war / ist er aktiv. Doch dem ganzen Output ist eine Neigung zu poppiger / gefälliger Musik gemein. 

Dem bleibt er auch mit seiner Folkpop Band The Lilac Time und dem aktuellen Album “No sad songs” treu. Melodien und Harmonien prägen dieses neunte Album der Band. “Babylon revisited” und “The dream that woke me” stechen etwas heraus, ansonsten ist “No sad songs” ein Quell kaum enden wollender Gefälligkeit. Das zündet nicht immer aber in der richtigen Stimmung stellenweise bemerkenswert gut. Und dort stören die orchestralen Arrangements und die Pedal Steel Gitarre auch gar nicht. Der Vorgänger "Runout Groove" erschien bereits im Jahr 2007, so dass man wohl von einem gelungenen Comeback sprechen kann.

Trotz der Streichereinlagen und der sanften Arrangements kommt keine schmalzige Stimmung auf, dafür klingt das Album zu melancholisch. Als wolle Duffy unterschwellig mitteilen, dass Liebe vielleicht doch nur Selbsttäuschung ist. Aber eine, die keinen Alternative kennt, denn was wäre das Leben ohne sie?
Musikalisch geben sich die Beteiligten abwechslungsreicher als zuvor. In "She Writes A Symphony" klingen sie zum Schluss wie Crosby, Stills and Nash, "Rag Tag + Bobtail" ist ein atmosphärisches Instrumental Nick Duffys. Akustikgitarren spielen nach wie vor eine wichtige Rolle, doch nicht mehr die zentrale.

Das Video zu “She writes a symphony”:

4 Kommentare:

Dirk hat gesagt…

"The First Song Of Spring" geht in den Kanon meiner liebsten Songs von The Lilac Time ein, der Rest hat leider nicht dieses Niveau.

7 Punkte

Volker hat gesagt…

Dieses Mal "nur" 7,5 Punkte für den unterschätztesten britischen Songwriter der letzten 30 Jahre

Ingo hat gesagt…

6 Punkte

aXel hat gesagt…

7