Montag, 2. Juni 2014

Jessica Lea Mayfield - Make my head sing...






















Jessica Lea Mayfield stammt aus Kent, Ohio. Seit dem zarten Alter von acht Jahren trat sie mit ihrer Familie in einer Bluegrass Band auf. Mit elf begann sie Gitarre zu spielen und eigene Songs zu schreiben. U. a. mit Foo Fighters Cover Songs zeigte die junge Dame schon früh Interesse an Rock Musik. Mit ihrer ersten EP verschaffte sie sich die Aufmerksamkeit von Dan Auerbach von den Black Keys. Der produzierte daraufhin ihr Debüt-Album “With blasphemy so heartfelt” (2008) und auch den Nachfolger “Tell me” (2011). 

Mayfields dritten Longplayer “Make my head sing…” nahm sie ohne Auerbach in Nashville auf und er klingt stellenweise weit mehr nach Seattle denn nach der Hauptstadt der Country Musik. Vor allem der Opener “Oblivious” sowie “Pure stuff” hätten auf der einen oder anderen Grunge-Platte erscheinen können. Auf “Make my head sing…” übernahm Mayfield erstmals die Gitarrenverantwortung selbst, nachdem auf dem Debüt Auerbach und auf “Tell me” ihr Bruder David diese Rolle wahrnahmen. Und als deutliches Zeichen ihrer Emanzipation räumt die Amerikanerin diesem Instrument eine sehr dominante Position ein. Neben den begleitenden Drums und dem Bass benötigen die Songs auf “Make my head sing…” keine weiteren Zutaten um perfekt mit Mayfields Vocals zwischen Folk, Laura Gibson, Sharon Van Etten und düsteren Passagen zu spielen. 

Pitchfork liefert eine interessante Interpretation der Rolle der Gitarre auf “Make my head sing…”:
Mayfield has insisted for years that love is treacherous and obliterating, and on Make My Head Sing... her guitar enacts that romantic violence. It provides an intriguing counterpart to her vocals, turning her inner monologues into something like an argument.
Make My Head Sing... is an album of contradictions. It's full of unreliable narrators who sometimes revel in jealousy, willful insanity and drugs even as her voice and the music suggest that sanity is a better option. The music is heavy, but it soars. Her guitar riffs thud and slam, but they maintain a propulsive forward motion. Her voice frequently seems on the verge of getting buried in the mix, but then producer Newport pulls her vocal out and up so that it quivers over the melody. The tension in all these contradictions is what gives Jessica Lea Mayfield's music its blunt power, and its subtlety.

Besonders begeistert bin ich vom Song “I wanna love you”. “Standing in the sun” (erinnert an Best Coast), das langsame “Party drugs” und “No fun” sind weitere Höhepunkte auf dem Album welches nicht selten an eine sanfte PJ Harvey oder an Melissa Auf Der Maur erinnert. 

Das Video zu “I wanna love you”: