Dienstag, 12. November 2013

Suns Of Thyme - Fortune, Shelter, Love And Cure


















Die erste Vorladung (XVI)

Personalien:
Das Berliner Quartett Suns Of Thyme besteht aus Tobias Feltes (Gitarre, Gesang), Tim Hoppe (Gitarre), Gregor Amadeus Rosenkranz (Bass) und Jasch Kreft (Schlagzeug, Gesang).

Tathergang:
Die 10 Songs ihres Debütalbums "Fortune, Shelter, Love And Cure" entstanden in Eigenregie, auch wenn ihnen Medusas Eco (Synthesizer), Owen Roberts (Klarinette) und Lisa Maul (Gesang) aushalfen. Veröffentlicht wird die Platte, die auch auf Vinyl erhältlich ist (jedoch nicht mehr im schicken grünen), am 15. November. Vorab erschien bereits im August die erste Single "Soma (God For Gods)". 
Für das Plattencover zeichnet sich Lionel Williams, der Enkel des Film-Komponisten John Williams, verantwortlich.

Plädoyer:
Suns Of Thyme schlagen auf ihrem ersten Album eine stimmige Brücke zwischen dem psychedelischen Rock der 60er und den düsteren Auswüchsen des Indierocks der 80/90er Jahre. Verbindende Querstreben dieses Bauwerks bestehen aus Shoegaze, Krautrock und Garagen-Rock, so dass Freunde von Pink Floyd, The Verve, Kula Shaker, The Horrors und Tame Impala es einmal mit "Fortune, Shelter, Love And Cure" versuchen sollten.   

Zeugen:
Fast hypnotisch lassen die Berliner den Hörer in einen geiheimnisvollen Nebel eintauchen, bis das psychedelische "The Way" ertönt und sich Suns of Thyme in ihrem ganzen Glanz entfalten. Bestimmend legt sich Tobias Feltes Stimme über die vier Minuten ohne dabei deutlich in den Vordergrund zu treten. Damit verleiht er nicht nur diesem Song eine besondere Note. Facettenreich präsentiert sich der Sänger was die Hippie-Nummer "The Years we got are enough" oder das bedrohlich wirkende "Asato Maa" beweisen.

Musikalisch bewegt sich das Quartett vornehmlich in den 80er Jahren und hiermit sind keine Föhnfrisuren oder Keyboard-Gitarren gemeint. Shoegaze wird mit Psychpop gepaart und heraus kommen sehr dichte Songs, die trotz ihres düsteren Antlitz bezaubern, statt zu verunsichern. So kann man von den Byrds bis hin zu The Verve viele Einflüsse finden, die Suns of Thyme gekonnt ineinander fließen lassen und mit Eigenständigkeit würzen. Das daraus erschaffene Universum reicht von tranceartigen Atmosphären bis hin zu energetischen Impulsen in Richtung Hüfte. Gemein haben ihre Songs die Schönheit, auf die in keinem Moment verzichtet werden muss. Ebenso auffallend ist die Kraft, die Suns of Thyme ihren doch sehr sanften bis hin zu verträumten Songs verleihen. Auf den Punkt bringen, ohne mit der Tür ins Haus zu fallen, scheint hier Teil der Philosophie zu sein.

Auf „Fortune, Shelter, Love and Cure“ wird das Treiben der Großstadt durch eine Zeitlupe geleitet und der tosende Lärm in zarten, aber durchdringenden Harmonien erstickt. Ein Debüt der besonderen Art.
(motor.de)

Songs wie das lässige, mit indischen Anklängen verwobene “The Years We Got Are Not Enough”, der groovende Ohrwurm “Soma (God For Gods)”, das zum Mittanzen animierende, hypnotische “One Song” und vor allem das Albumhighlight “Asato Maa” - ein vertontes Hindu-Mantra (Textauszug: Asato maa sad-gamaya - tamaso maa jyotir-gamayaa - mrityor-maa-mritam gamaya, übersetzt etwa: Führe uns von der Unwahrheit zur Wahrheit, aus der Dunkelheit ins Licht, aus dem Tod in die Unsterblichkeit), in welchem Sänger Tobias’ Stimme wie ein Didgeridoo klingt (!) - stehen stellvertretend für den Abwechslungsreichtum von “Fortune, Shelter, Love And Cure”. Es fällt schwer, SUNS OF THYME sofort auf eine Stilrichtung festzunageln: während das erste Drittel der Scheibe eher melancholisch-spacig daherkommt und die Songs eine eher repetitive Struktur aufweisen, ist der Mittelteil der Platte munterer und nimmt an Fahrt auf, um zum Ende des Albums hin (wieder) langsamer und eher meditativ zu werden. Man fühlt sich als Hörer wie auf einer Reise bzw. einem Trip durch das Universum gefangen genommen!
(metal.de)

Indizien und Beweismittel:




Ortstermine:
14.11.13 Leipzig, UT Connewitz
29.11.13 Cottbus, Blue Moon Festival
30.11.13 Berlin, Cassiopeia

Urteile: 
Nun sind die werten Richter gefragt...

1 Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Das ist jetzt nicht so meins...

4,5 Punkte