Freitag, 30. November 2012

Martin Rossiter - The Defenestration of St Martin
























Wenn mich jemand nach der besten Gruppe aller Zeiten auf der ganzen Welt fragen würde, wäre meine Antwort vermutlich „Was? Nur eine?“. Der Fragesteller würde sein Auskunftsersuchen daraufhin eventuell auf die fünf besten Gruppen aller Zeiten erweitern, worauf ich erwidern könnte: „Gene gehören auf jeden Fall dazu!“

Gene. Aufgrund der sehr Morrissey-esquen Stimme ihres Sängers Martin Rossiter gerne in die Smiths-Schublade gesteckt, im Herzen aber große Fans von The Jam, was sich vor allem bei den Konzerten zeigte, bei denen ihre Songs teilweise so energiegeladen auf die Zuhörerschaft losgelassen wurden, dass man schon allein vom Zuschauen ins Schwitzen kam.

Einer meiner Lieblingssongs von Gene ist allerdings das ruhige „Drawn To The Deep End“. Eine Ballade, in der Martins fantastische Stimme begleitet von dezentem Piano und unaufdringlichen Streichern besonders zur Geltung kommt. Das großartige Songwriting tut sein Übriges. Wer sich, wie ich, schon immer ein komplettes Album mit solchen Songs gewünscht hat, der darf sich freuen, denn mit „The Defenestration of St Martin“ wird dieser Wunsch jetzt mehr als erfüllt.



“There are no pearls,” sings Martin Rossiter at the start of his solo debut, his first record since breaking up alt rockers Gene. He’s lying: The Defenestration of St. Martin - poncy title aside - is so pearly you could make traditional cockney costume out of it. (drownedinsound.com)

An album which should win prizes (but won’t), and hearts (and will). (independent.co.uk)



6 Kommentare:

noplace hat gesagt…

bei mir lag es heute auch im briefkasten, aber ich hatte mir deutlich mehr erwartet.

Dirk hat gesagt…

Ich hatte bisher nur einen Hördurchgang, muss aber sagen: Mir geht es genau so. Nach einem 10(!)-minütigen Piano-Balladen-Auftakt ändert sich bis auf die Länge der Songs nichts mehr. Positiv ist zu vermelden: Die Songs werden nicht noch länger.
;-)

Olly Golightly hat gesagt…

nein, nein. 8,5 Punkte. vielleicht spricht da der fan. aber egal, das bleibt jetzt so.

noplace hat gesagt…

ich wünschte, aus mir könnte auch der fan sprechen, aber dafür habe ich einfach schon zu häufig die erfahrung gemacht, dass das modell phoenix aus der asche ein reinfall ist. auch hier. schade, schade, aber es ist unglaublich einfallslos, was mr. rossiter hier bietet.

ich kann ihm nicht mehr als den stars geben...
4,5 Punkte

Ingo hat gesagt…

6,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

"Three Points On A Compass" ist toll (aber zu lang!), "Where There Are Pixel" ebenfalls, ansonsten regiert zu oft die Einöde. Aus der Sicht eines Gene-Fans:

7 Punkte