Freitag, 15. Juni 2012

The Magnetic North - Orkney: Symphony Of The Magnetic North


























Die erste Vorladung (VIII)


Personalien:
Gawain Erland Cooper stammt aus Orkney, einer Inselgruppe im Norden Schottlands, und ist Frontmann von Erland And The Carnival.
Simon Tong stammt aus Wigan in England, war bei The Verve und The Good, The Bad & The Queen, begleitete Blur und die Gorillaz auf Tour und spielt derzeit ebenfalls bei Erland And The Carnival.
Hannah Mary Peel stammt aus Craigavon ind Nordirland und 2011 veröffentlichte die Singer/Songwriterin mit "The Broken Wave" ihr Debütalbum.

Tathergang:
Im Januar 2011 gründeten Cooper, Tong und Peel die Band The Magnetic North, um ein Konzeptalbum über die Orkney Inseln und Betty Corrigall, die dort 1770 Selbstmord beginn, aufzunehmen. Dazu wurde in Erlands Elternhaus direkt am Hafen ein kleines Studio eingerichtet. Aufgenommen wurde in der Holy Kirk, der Kirche des Ortes, gemeinsam mit dem Stromabank Pub Choir, der fast die Hälte der Bevölkerung der Isle Of Hoy umfasst.
"Orkney: Symphony Of The Magnetic North" erschien über Full Time Hobby bereits vor geraumer Zeit, der Veröffentlichungstermin in Deutschland wurde jedoch leider ständig verschoben.   

Plädoyer:
Hätte Betty Corrigall diese Platte doch noch hören können!

Zeugen:
vorsichtig und behutsam schlängeln sich the magnetic north durch ihre songs - nichts wird erzwungen, alles geht entweder leicht oder gar nicht. kindliche orgeln, kleine elektronik-spielereien, sanfte geigen, akustikgitarre und mann/frau-gesang erzählen von liebe, geborgenheit und schönheit. manchmal unterbrechen dramatische streicher glockenspiele in ihrer lieblichkeit, entfernte chöre wehen leise im hintergrund, die instrumente mischen sich luftig mit den stimmen. oft klingen die gestrichenen saiten und leisen worte wie sigur rós, die ihr drama abgelegt haben und lieber am küchentisch musizieren, lebensnah und unaffektiert. wo so viel harmonie herrscht, verweilt man gerne; 
die kreativen geister haben auf diesem album viel platz und bewegungsfreiheit, es macht spaß, der fantasievollen musik von the magnetic north zuzuhören. das album läuft wunderbar fließend dahin und hat nur einen seltsamen tiefpunkt: was sie sich bei der verunstaltung des syd matters-klassikers "hi life" gedacht haben, soll ein geheimnis bleiben und sei bei der überdurchschnittlichen qualität ihrer restlichen songs in jedem fall verziehen. ein interessantes und myteriöses album, das man gerne empfiehlt.
(Rote Raupe)

herausgekommen ist dabei ein sehr eigen klingender langspieler, der fernab aktueller trends (sofern es die in heterogenen multipluralen internetzeiten überhaupt noch gibt?) eine intensiv-romantische atmosphäre entfaltet. um diese zu erzeugen kommen neben akustikgitarre auch synthieflächen, glockenspiel, streicher und sanfte leicht verhallte gedoppelte male-female gesänge zum einsatz. songs wie das schwebende "bay of skaill" oder die fast schon indiepoppige auskopplung "rackwick" verdeutlichen, welch potential in dieser besonderen rezeptur steckt. schade nur, dass magnetic north dieses hohe niveau auf albumlänge nicht halten können und in schlechteren momenten in der gefahr stehen, wie eine verkopfte esofolkband zu klingen... dem trio kommt leider mehrmals der besondere einprägsame moment, die eine einprägsame songidee abhanden. bedauerlich, denn da wäre mehr drin gewesen!
(Revolver Club)

Indizien und Beweismittel:





Ortstermine:
... fanden bereits im März statt, als The Magnetic North zu 3 Konzerten in Deutschland weilten. Christoph und ich besuchten das Konzert in der Frankfurter Brotfabrik, als abschließend noch die "Nachband" Other Lives auftrat. Hier ist sein Bericht. 

Urteile:
Nun sind die werten Richter gefragt...

8 Kommentare:

Julia hat gesagt…

Dirk, das hätte ich mal vorher wissen müssen. Zur „Nachgruppe: Other Lives“ waren wir vor Ort, während „The Magnetic North“ spielten, saß ich mit Rotstift am Schreibtisch und habe noch gearbeitet. Nachdem ich nun das Album mehrfach gehört habe – und Erland and the Carnival sehr gerne mag – ärgere ich mich. Ein bisschen. Beim nächsten Mal dann eben.
Schönes Album: 8 Punkte.

Dirk hat gesagt…

Gut, dass ich meinen Rotstift rechtzeitig habe fallen lassen...
;-)

Ingo hat gesagt…

Stellenweise begeisternd. 7,5 Punkte

Oliver Peel hat gesagt…

Wer ist eigentlich Betty Corrigall?

Dirk hat gesagt…

Müsste die Frage nicht heißen: Weiß eigentlich jemand wie Betty Corrigall live ist?
;-)

Dirk hat gesagt…

Von mir gibt es

8,5 Punkte

aXel hat gesagt…

8.5 Punkte

Christoph hat gesagt…

9. Bay Of Skaill läge alleine bei etwa 15.