Freitag, 22. Juni 2012

Friends - Manifest!


























Die erste Vorladung (X)


Personalien:
Aus Brooklyn, New York, kommen die Sängerin Samantha Urbani, die Multi-Instrumentalisten Lesley Hann, Matthew Molnar und Nikki Shapiro, sowie der Schlagzeuger Oliver Duncan, die sich zusammen Friends nennen. Und der Schädlingsbefall einer WG soll sie wohl zusammengeführt haben. 
  
Tathergang:
Zusammen mit Daniel Schlett nahmen die fünf Freunde im Strange Weather Studio in Brooklyn im letzten Sommer und im Frühjahr die 12 Titel ihres Debütalbums "Manifest!" (Fat Possum / Rough Trade) auf. Diesem gingen bereits die Singles "Friend Crush" und "I'm His Girl" voraus, die für reichlich Aufsehen in den Blogs sorgten.

Plädoyer:
80er Jahre Synthie-Pop, verhallter oder gedoppelter Sirenen-Gesang, funkiger Bass der Disco-Ära und New Wave Gitarren, unterlegt von Bongo-Getrommel und Kuhglockengebimmel, sollen mal wieder der tanzbare, heiße Scheiß aus Brooklyn sein. Ausflüge in RnB und Hip Hop gibt es noch obendrauf! Allen zu empfehlen, die schon immer Duran Duran, LCD Soundsystem, Yeah Yeah Yeahs, ESG, Paula Abdul, Metronomy und The Jackson 5 auf einem Tonträger versammelt wissen wollten.     

Zeugen:
das debüt der viel-gehypten brooklyn-band friends, "manifest!" bietet mit einer schweißtreibenden melange aus funk, rnb und zeitgenössischem pop viele eingängige, rhythmisch ansprechende tracks, die sich, sobald sich ein sommerliches klima einstellt, noch besser klingen werden. vorab gab es die singles i'm his girl und friend crush zu hören, erstere eine treibende hymne an freiheit und selbstbestimmung innerhalb von beziehungen - dem songtitel also auf den ersten blick zum trotz. und obwohl die typischen buzzbands ja nach den ersten singleauskopplungen nicht mehr viel zu bieten haben, weiß das manifest dieser fünfköpfigen truppe zu überzeugen - zum beispiel mit dem letzten lied des albums, mind control - von bbc1-dj zane lowe bereits zum "hottest record in the world" ernannt. wirklich heraus sticht aber der brillante popsong ideas on ghosts, der weniger fokus auf perkussion legt, diese aber durch verführerische synth-melodien ersetzt und dadurch das wahre highlight der platte erzeugt. 
ansonsten findet sich auf manifest! das, was man von den singles ausgehend erwarten konnte - rhythmen, bongos, gruppengesänge wie im triftigen "va fan gar du" - einem weiteren glanzstück der lp. samantha urbani und ihre vier bandkollegen haben es also geschafft, ihr versprechen auf ein strahlendes popalbum einzulösen.
(Rote Raupe)

Indizien und Beweismittel:

Friends - Mind Control from Lucky Number Music on Vimeo.


Friends - I'm His Girl from Lucky Number Music on Vimeo.


Friends - Friend Crush from Lucky Number Music on Vimeo.


Urteile:
Nun sind die werten Richter gefragt...

3 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Liegt im direkten Vergleich mit Metric vorn. 7 Punkte

Dirk hat gesagt…

Mit diesem Manifest kann ich nichts anfangen.

4,5 Punkte

Julia hat gesagt…

7 Punkte