Montag, 14. Mai 2012

Garbage - Not Your Kind Of People


























10 Fakten zum neuen Album von Garbage:

1. 5 Jahren nach der letzten Single ("Tell Me Where It Hurts" aus dem Best of-Album "Absolute Garbage") gab es Ende März wieder neue Töne von Garbage zu hören: "Blood For Ppppies" lautete der Titel der Comeback-Single.

2. "Blood For Puppies" wurde als Download-Single, später am Record Store Day als limitierte 7'' Single (2500 Stück) veröffentlicht und von der Band mit folgenden Worten als legaler Download von der Homepage zur Verfügung gestellt:
We've always had the most amazingly loyal fans, and we wanted to show them just how much they mean to us by setting it free to them first".



3. In Großbritannien wurde "Battle In Me" als erste Single ausgewählt. Auch dort gab es zuerst den digitalen Download und ebenfalls am Record Street Day eine 7'' Vinyl Single. Diese war jedoch auf 500 Stück limitiert, rot und lieferte auf der B-Seite "Blood For Ppppies" gleich mit.




4. 7 Jahre nach dem letzten regulären Studioalbum ("Bleed Like Me") folgt nun mit "Not Your Kind Of People" Platte Nummer 5. Zwischendurch waren alle Mitglieder in unterschiedliche Projekte involviert: So ging zum Beispiel Butch Vig seiner Tätigkeit als Produzent für Green Day, Foo Fighters, Jimmy Eat World oder Muse nach und bekam für "21st Century Breakdown" den Grammy zugesprochen. Und Shirley Manson nahm ein bisher unveröffentlichtes Solo-Album auf und versuchte sich als Schauspielerin ("Terminator: The Sarah Connor Chronicles").

5. Zur Veröffentlichung gründeten Shirley Manson, Steve Marker, Duke Erikson und Butch Vig ihr eigenes Label namens STUNVOLUME.

Sieben Jahre nach dem Split der Band nehmen angesagte Künstlerinnen wie Lana Del Rey Bezug auf Mansons schläfrig-laszive Erotik und den elektronisch angehauchten Pop von Garbage. Die Zeichen für ein Comeback stehen also nicht schlecht. Leider ist Not Your Kind Of People an Belanglosigkeit kaum zu überbieten: Vigs Produktion lässt die faden Stücke smooth zum einen Ohr hinein- und zum anderen wieder hinausgleiten, während Mansons Koketterie mit „abgründigen“ Themen sich in platten Songtiteln wie „I Hate Love“ und „Beloved Freak“ erschöpft. Einzig „Felt“, das klingt, als würden My Bloody Valentine Bowies „Heroes“ covern, lässt kurz aufhorchen. Ansonsten ist Not Your Kind Of People nicht die Art von Comeback, die man sich erhofft hätte.
(Musikexpress)

6. Das Album wurde in unterschiedlichen Studios im Großraum von Los Angeles aufgenommen und von der Band selbst produziert. 

7. Einige Gäste sind auf "Not Your Kind Of People" zu hören: Justin Meldal-Johnsen (Bass), Irina Björklund (singende Säge) und die Töchter von Steve Marker und Butch Vig unterstützen den Titelsong gesanglich.

8. Ist der Schriftzug des ein wenig an das Debütalbum erinnernden Covers schwarz auf grauem Grund, so hält man die Standard-Version mit 11 Titeln in knapp 43 Minuten in den Händen. Aber nicht nur das Cover erinnert an "Garbage":
"People we've played it for [have said] it sounds like the first record, and I'm thinking to myself, 'It doesn't sound anything like the first record,' but there is an energy there that's, I think, reminiscent of the first record; a sort of hungriness is there," (Shirley Manson)  

9. Ist es jedoch das oben abgebildete Cover, so handelt es sich um die Deluxe-Version, die 1 Stunde läuft und 4 Bonus-Titel bereit hält: "The One", "What Girls Are Made Of", "Bright Tonight" und "Show Me". 
Mit "Alone", "Animal", "Choose Your Weapon", "Electro", "Time Will Destroy Everything" und "T.R.O.U.B.L.E." nahmen Garbage noch einige weitere Songs auf, die u.a. für B-Seiten angedacht sind.

10. Zu Promo-Zwecken wurden einige Kurzfilme auf YouTube gestellt, von denen einige auch von Deutschland aus zu sehen sind:



Der Opener "Automatic Systematic Habit" gibt den Weg vor. Lautstärke ersetzt gutes Songwriting. Nervig wie eine schlechte Version der Ting Tings zitieren sie den Gassenhauer "White Room" von Cream, ohne etwas besonderes hinzuzufügen.
Der weitere Verlauf von "Not Your Kind Of People" gleicht einem Rätselraten. Wo hab ich diese Melodie schon einmal gehört? Der Titelsong? Ah, "Muscle Museum" von Muse! Nur haben Garbage mit Manson die hübschere Sängerin. "Blood For Poppies"? Kraftwerk mit "Das Model"! Hier bin ich mir bei der Sängerin schon nicht mehr so sicher.
Die Single "Big Bright World" startet ansehnlich und verhalten. Im Verlauf bekommt der Song aber immer mehr Bombast auf seine Schultern geladen, bis er einfach an Überfrachtung zusammenbricht.
Was in der zweiten Hälfte mit "Felt", dem Karneval-Loop "I Hate Love" oder "Sugar" folgt, klingt wie die Resteverwertung von Version 2.0. Irgendwo lagen die Tracks wohl noch herum. Abstauben, aufnehmen, gut ist. Wenigstens "Battle In Me" und "Beloved Freak" wissen ein wenig zu versöhnen.
Garbage gehen auf Nummer sicher.
(laut)





Wer Garbage in Deutschland live sehen möchte, hat dazu bisher nur zwei Gelegenheiten, und zwar im Juni beim Hurricane bzw. Southside Festival.

8 Kommentare:

gudrun.thaeter hat gesagt…

Ich mochte garbage vor mal sehr. Diese CD wird es nicht in meinen Plattenschrank schaffen - es ist für mich einfach nur langweilig.

Ute hat gesagt…

So wunderbar Garbage einmal waren: Das Album wirkt einfach zu sehr lieblos mit einem zu deutlichen Augenmerk in Richtung Massenkompatibilität. Was nicht nur schade ist, sondern fast ein bißchen weh tut.

Dirk hat gesagt…

Außer den Stone Roses / Beady Eye haben wir auch Garbage in Manchester gesehen. So war es.

Dirk hat gesagt…

Keine Erneuerung, aber für mich ein gelungenes Comeback.

7,5 Punkte

Ingo hat gesagt…

7,5 Punkte

aXel hat gesagt…

6.5 Punkte

U. hat gesagt…

7 Punkte und ein schönes Konzert in Manchester.

Gudrun hat gesagt…

Nee, echt nur 5 Punkte von mir.