Montag, 5. März 2012

Caligola - Back To Earth
























Was die Gorillaz für Damon Albarn von Blur sind, soll vermutlich Caligola für Björn Dixgard und Gustaf Norén von Mando Diao sein.
Statt gezeichneter Figuren wird sich jedoch hinter düsteren Kutten verborgen und als neue Mitstreiter stecken Salla und Masse Salazar, Mitglieder der schwedischen Hip Hopper Latin Kings, mit unter den Umhängen. Involviert waren zudem Oskar Bonde, der Schlagzeuger von Johnossi, der Jazzer Bo Hansson, die Gospel-Sängerin LaGaylia Frazier und noch einige mehr. Dazu soll ein Netzwerk unterschiedlichster Künstler aus den verschiedensten Richtungen bestehen (Musiker, Maler, Filmemacher, Schauspieler, Fotografen, DJs), die Ideen beitragen können.
Aber einmal im Ernst: Mönchskutten? Wie viele Künstler waren denn für diesen Einfall notwendig?




Mönchskutten! Dabei hätten Plateauschuhe, bunte Schlaghosen und Glitzerhemden mit Trompetenärmeln und riesigen Kragen viel besser gepasst. Denn musikalisch geht es zurück in die 70er Jahre und so pendelt das Kollektiv zwischen den Genren Soul, R'n'B, Hip Hop, Disco, Jazz und Pop, und hat den Indie-Rock dabei ausgeblendet. Der Muss bis zum nächsten Album von Mando Diao warten, denn Caligola soll nur ein Nebenprojekt und nicht das Ende der Hauptband sein. Gut so.

Heraus kam ein Album mit einer ungeheuren Rock’n’Soul-Klebe: 70er-Disco wirbelt mit dicken HipHop-Beats, knackigen Funk-Gitarren und poppigen Gospel-Melodien um die Wette und man kann sicher sein, dass sich die DJs dieses Planeten für längere Zeit die Finger an "Back To Earth" blutig spielen werden. Eine Platte für den Club, für die Gute Laune und für den um die Ecke blinzelnden Sommer und deshalb völlig zu recht unser Album der Woche.



Caligola in Deutschland:

27.03.12 Köln, Gloria
28.03.12 Berlin, Heimathafen
29.03.12 Hamburg, Grünspan

9 Kommentare:

gudrun.thaeter hat gesagt…

Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen in Zürich dabei zu sein, als Caligola das erste Mal live auftrat. Ich fand es langweilig, großspurig und komplett ohne Substanz.

Marcel hat gesagt…

...also wie Mando Diao! ;-)

Alltagsmusik hat gesagt…

Boahr das haut mich ja mal gar nicht weg. Das ist einfach so... kann das gar nicht beschreiben, belanglos, gegenstandslos, fad.

gudrun.thaeter hat gesagt…

@Marcel Bei Mando Diao hatte ich aber immer das Gefühl, sie haben wenigstens selbst Spaß dabei. Selbst dieses Gefühl kam beim Konzert nicht auf.

Ingo hat gesagt…

Weniger albern als befürchtet. 6 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

5 Punkte

Volker hat gesagt…

"Forgive Forget" gefällt mir ganz gut, der Rest ist in größten Teilen unerträglich

4

Dirk hat gesagt…

Ressourcenverschwendung.

3 Punkte

Gudrun hat gesagt…

Echt jetzt, mehr als 3 Punkte sind das doch wirklich nicht!