Samstag, 26. November 2011

Low Roar - Low Roar



















Die erste Vorladung (VIII)

Personalien:
Low Roar ist Ryan Karazija, der eigentlich aus dem sonnigen Kalifornien stammt, derzeit aber in Reykjavik residiert.

Tathergang:
Ryan Karazija stand eigentlich dem Oaklander Trio Audrey Sessions vor, das 2009 auch ein Album veröffentlichte. Über die Station San Francisco landete er in Island, wo er nun unter Mithilfe des Schlagzeugers Júlíus Óttar Björgvinsson sein Solodebüt aufnahm.
"Low Roar" wird über Tonequake Records, das Label seines Produzent Andrew Scheps, veröffentlicht.

Plädoyer:
Ist es das isländische Wetter oder sind es die besonderen Landschaften der kleinen Insel, die so viele tolle, dort beheimatete Musiker - und ich fange hier erst gar keine Liste an - hervorbringen? Egal was es ist, es scheint auch Wirkung auf Zugereiste zu erzielen.
So weist "Low Roar", ein schönes, warmes, intimes Singer/Songwriter-Album, den typischen Island-Flair auf und sei Freunden von Sigur Rós, Helgi Jónsson oder der ruhigen und langsamen Radiohead-Songs besonders ans Herz gelegt. Highlight ist der letzte Song, das fast 8minütige "Tonight, Tonight Tonight" mit elektro-gefrickelten Beats, das Thom Yorke & Co. eigentlich so oft Zum Hören geben müsste, bis sie mal wieder selbst einen überzeugenden Track abliefern.
Ich möchte wetten, dass hier ein paar hohe Bewertungen fällig werden (und habe auch schon den ein oder anderen Kandidaten dafür vor Augen)...

Zeugen:
Großartig, grandios und gänsehauterzeugend, das waren die Gedanken, die mir durch den Kopf gingen, als ich zum ersten Mal «Tonight, tonight, tonight» der isländischen Ein-Mann-Band Low Roar hörte. Hinter diesem Projekt verbirgt sich Ryan Karazija, der auf seinem gerade erschienenen Debütalbum der herbstlich-winterlichen Melancholie frönt und atmosphärisch dichte und den Hörer wohlig umfangende Klänge mit auf den Weg gibt. Wäre ich euphorisch veranlagt, würde ich das Low Roar-Werk gar zu einem Anwärter auf meine Top 10 der „Alben des Jahres“ erklären (auch wenn es bei vielen Songs doch eher folkig zugeht und nicht ganz so genial wie bei «Tonight, tonight, tonight»). So verkehrt läge ich damit nicht!
(coast-is-clear)

There’s a thousand pretenders that think they can write this kind of music because they believe that they’re clever and introverted, but most of them don’t have the depth of talent required, normally producing bland and self-absorbed results, but this guy is different. We haven’t heard this style of emotional, personal songcraft delivered to these exceptional standards since Bright Eyes.

Just like fellow Icelanders, Sigur Ros, he matches timelessness with the cinematic, beauty and uplift with pain and harrowing melody. His vocals slip over the key changes and play your heartstrings like a royal quartet, much in the same way Thom Yorke did in Numb or Street Spirit (Fade Out). Ryan is an expert in creating fluid songs, full of tears that well up as the tracks build, before the flood gates open. By the end of the album you will feel in an utterly different emotional place from where you started. Only a lobotomy could hold back the effect that this masterful piece of work has on your emotions. At no point does the album feel lethargic or pedestrian, rather it’s more intelligent and wide open. This is music’s equivalent of a snowflake – ice cold and drifting alone, but delicate, momentary and designed to perfection.

As the winter months kick in this album will feel like it’s soundtracking the changing seasons. Whether it’s the folk structures found in the tune, Friends Make Garbage, Good Friends Take It Out, or the strings and rhythms that go on one long crescendo in Tonight, Tonight, Tonight, his skill and ability pulses throughout the LP. What seems on the surface like a bleak, melancholic album turns out to be something of a tale of hope, as what we might just see occurring here is a man that’s finally discovered his masterpiece by moving to a country that’s allowed some serious introspection.
(therecommender.net)


Indizien und Beweismittel:


Urteile:
Nun sind die werten Richter gefragt...

6 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Ob auch ich einer der Kandidaten bin? 7 Punkte

Dirk hat gesagt…

Eigentlich schon...

... mal abwarten, ob ich den Anderen mehr begeistern konnte...
;-)

Heike hat gesagt…

Bin begeistert :-)
Tolles Album!
9 Punkte von mir

Olly Golightly hat gesagt…

7,5 Punkte

aXel hat gesagt…

7 Punkte

Dirk hat gesagt…

Thom Yorke müsste zum Anhören gezwungen werden!

8,5 Punkte