Montag, 14. März 2011

Noah And The Whale – Last night on earth

cover

Da schickten Noah And The Whale mit “First days of spring” 2009 ein unglaublich tolles (Album des Jahres 2009 bei PvG)  aber überwiegend melancholisches Werk ins Rennen, um nun (pünktlich zu Frühlingsbeginn) unter dem Titel “Last night on earth” ein wesentlich positiver gestimmtes Album nachzuschieben. Aber wer glaubt schon Albumtiteln?

“Last night on earth” ist das dritte Album der Band aus Twickenham. Die Trennung von Emmy the Great und Laura Marling nach dem Debüt ist lange vergessen und auch der beeindruckenden Atmosphäre der Songs auf “First days of spring” wird offensichtlich nicht nachgehangen. Statt dessen wird einfach toller Indiepop geboten. Die Synthieklänge überraschen ein wenig, passen aber ins Bild. Unverkennbar ist weiter Charlie Finks Stimme. Mit gefallen besonders die ersten drei Songs. Danach geht es einen halben Schritt zurück in Richtung “First days of spring”, aber keinen ganzen. Und ein solcher hätte “Last night on earth” auch zerrissen.   

Die Spielzeit von unter 35 Minuten enttäuscht ein wenig, aber Qualität geht bekanntlich ja noch immer vor Quantität.  An die tiefgründige Stimmung von “First days of spring” reicht “Last night on earth” nicht ganz heran. Dafür ist der Band aber ein einfach schönes Album gelungen. Mit drei Alben erfand sich die Band jeweils neu. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

The Telegraph:

Laying down fiddles and picking up 80s synths and electric guitars, Noah & The Whale’s 3rd album is a full-blooded affair, like Steve Harley whipping Deacon Blue into shape. Heartfelt, spirited, lyrical, moody and mostly magnificent pop rock.

Das Video zu “L.I.F.E.G.O.E.S.O.N”:

Noah And The Whale auf Tour:

  • 07.04. Hamburg
  • 12.04. Berlin
  • 15.04. München
  • 17.04. Köln

15 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

7,5 Punkte

Christoph W. hat gesagt…

Mainstream-Rock aus den späten 80ern!

Gemessen an den Vorgängern ist "Last Night On Earth" bis auf einige wenige Ausnahmen schlicht und ergreifend grauenvoll.

4 Punkte

Dirk hat gesagt…

Und ich wollte doch noch vorhersagen, dass sie ihren Titel als "Platte des Jahres" sicherlich nicht verteidigen können...

Volker hat gesagt…

Und ich prophezeie, dass es das Noah And The Whale Album werden wird, dass mir am besten gefällt. Leider wohl auch dieses Mal kein Vinyl...

Volker hat gesagt…

Blödsinn, klar gibt es die LP. wurde wohl mittlerweile nachgereicht, als ich zuletzt danach gesucht habe, war noch nichts gelistet. Dieses schöne Cover braucht man auch in groß.

noplace hat gesagt…

ich fand es am anfang auch arg gewöhnungsbedürftig, aber man darf der platte ruhig häufiger mal lauschen. die ist so schlecht nicht. ich mag "the line" recht gern.

Volker hat gesagt…

Wie erwartet, das beste (mit Abstand) Noah and The Whale Album bis dato. Endlich Schmiss und memorable Melodien, sie steigern sich von album zu Album.

8,5

P.S.

Vielleicht sollte ich wirklich dazu übergehen hier nur noch die Kommentare zu lesen und einfach immer alles gegen die Kritik der Richter kaufen. Das funktioniert scheinbar sehr gut ;-)

Christoph hat gesagt…

Sowas ist mir noch nie passiert! Ich wollte eben die Platte kaufen, habe mich aber vergriffen und das Remixalbum von Last night on earth gekauft. Das mit den Eurodisco und Gospel-Chor Versionen der Lieder.

Dirk hat gesagt…

Bei aller Liebe, mehr Punkte sind einfach nicht drin. Und "L.I.F.E.G.O.E.S.O.N." ist schon "Lola", oder?

6,5 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

Wie Noplace schon sagte: Am Anfang gewöhnungsbedürftig, jetzt 8 Punkte.

Christoph hat gesagt…

5,5 Punkte.

Isa hat gesagt…

Das letzte Album war perfekt! Das hier ist jetzt leider nur noch Schulmädchenpop: 6 Punkte

noplace hat gesagt…

7 Punkte

Julia hat gesagt…

Schade, schade. Nach "The First Days Of Spring" hätte ich irgendwie mehr erwartet:
5,5 Punkte

aXel hat gesagt…

7 Punkte