Karaocake - Rows & Stitches

















Neulich als ich zur Oliver Peel Session eingeladen war (I)

Nein, nicht die Konzertreihe in seinem Salle de Séjour in Paris ist gemeint, sondern die alljährliche Singles-Schau in seinem deutschen Wohnzimmer. Dort hören wir uns einmal pro Jahr durch einen Berg schöner, schräger, oder auch schön schräger und vor allem obskurer Singles, die Oliver auf seinen Streifzügen durch Pariser Konzertsäle oder Plattenläden erbeutet hat.

Von den Künstlern, die bereits ein komplettes Album veröffentlicht haben, dessen ich auch habhaft werden konnte, und deren Singles uns beiden gefallen haben, sei hier kurz berichtet.





Hinter Karaocake verbirgt sich die junge Französin Camille Chambon, die ihre Karriere aus dem heimischen Bett heraus mit Hilfe eines Casio Keyboards startete. Sie schreibt alle Songs und gestaltet auch ihre Plattencover selbst. Dazu singt sie verträumt, ein wenig unspektakulär, aber dennoch einnehmend. In den ruhigeren Momenten erinnert dies stark an Au Revoir Simone, jedoch nicht ganz so lieblich und ohne den mehrstimmigen Gesang ("Bodies & Minds"). Nimmt das Tempo zu, darf man sich an Ladytron erinnert fühlen, jedoch ohne die tiefe Stimme von Mira Aroyo, deren bulgarischen Akzent und Doktortitel in Molekulargenetik ("It Doesn't Take A Whole Week"). Die omnipräsenten Casio-Klänge lassen selbstverständlich auch an Owen Ashworth (Casiotone for the Painfully Alone) denken. Doch ganz so schlicht wie dessen Sounds sind die auf dem Debütalbum "Rows & Stitches" nicht gehalten, denn Karaocake erweiterte sich für die Aufnahmen dank Stéphane Laporte (aka Domotic) und Tom Gagnaire (Charlotte Sampling), die dezente Gitarren, Bass, Drums, Chorgesang usw. beisteuern, zu einem Trio.

Oliver über das gestrige Konzert von Karaocake in Paris:
Die Pariser Elektro Popband Karaokake spielte dort und zeigte ein wundervolles Set voller dreampoppiger Sahnebonbons.

<a href="http://clappingmusic.bandcamp.com/album/rows-and-stitches">Bodies and Minds by Clapping Music</a>

L’esprit lo-fi DIY est un état d’esprit chez Karaocake. Les mélodies sont à la fois espiègles, chaleureuses et intimes. Les comptines synthétiques faites de bric et de broc ont un pouvoir émotionnel dévastateur sur quiconque pénétrant dans l’univers de Camille. On passe des ambiances mélancoliques (Brooklyn Bridge) aux ambiances sixties cher à Phil Spector (Eeeeerie) via des hits-singles comme It Doesn’t Take A Whole Week ou Medication. C’est un peu comme si Broadcast avait cousiné le temps d’un album avec Au Revoir Simone. Karaocake est en quelques sortes notre Casiotone For The Painfully Alone à nous. L’album séduit à la fois par sa diversité grâce à ses douze épopées electro lo-fi et par son artisanat spontané. Une vraie bulle d’oxygène.
(indiepop.groups.vox.com)

Kommentare:

Oliver Peel hat gesagt…

Haha, habe mich beim Standort der Kommenentare geirrt. Dieser hier bezieht sich also nun auf Allo Darlin':

Anmerkung # 1: Mein Plattenspieler leiert in der Tat! Wer kann da helfen? Volker?

Anmerkung # 2: Der Kater ist wohlgenährt. Laut Tierarzt sollten seine Mahlzeiten sogar strenger abgemessen werden, wir sind also noch zu großzügig.

Amerkung # 3: "Allo Darlin' schön für einen Sommer." Stimmt. Aber ich glaube man hat auch im bereits beginnenden Herbst noch Freude an der Platte.

Anmerkung # 4: Mein erster Post des Jahres kommt demnächst, versprochen!

Dirk hat gesagt…

Noch nicht ganz so gut wie Au Revoir Simone.

6,5 Punkte

Oliver Peel hat gesagt…

Sehe ich genauso wie Dirk. Aber Potential ist vorhanden.

-6,5 Punkte

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