Samstag, 22. Oktober 2016

The Frank And Walters - Songs For The Walking Wounded























Und wieder eine neue Folge aus der beliebten Reihe "Platten vor Gericht fragt - du antwortest". Heute mit Axel. Obwohl, eigentlich, müsste es eine neue Serie mit dem Titel "Meine Lieblingsplatte wurde bisher von Platten vor Gericht übersehen, daher schicke ich ihnen ein paar Antworten und sie müssen sich die Fragen dazu ausdenken" sein.

Damit Axel am Ende des Jahres - vollkommen zu Recht - eine hohe Bewertung an "Songs For The Walking Wounded", das siebte Album von The Frank And Walters, vergeben kann, sind hier seine Antworten und die dazu gehörigen Fragen:

PVG: Axel, bist du denn mit "Songs For The Walking Wounded" zufrieden?

Axel: Ein klares Ja! Es ist ein sehr schönes Album geworden, bei dem man wie gewohnt zunächst die Singles hört und dann den mindestens genauso guten Rest. Die Hälfte der zehn Stücke ist stark, die andere Hälfte ist aber immer noch gut!

PVG: Ich kenne eine Person, die behauptet immer, dass The Frank And Walters ein One-Hit-Wonder seien. Siehst du das auch so?

Axel: Nein, wer behauptet denn sowas? Mit Los Lobos oder Ofra Haza gibt es wirklich keine Gemeinsamkeiten. Im Gegenteil, wir sprechen hier von sechs starken und einem schwächeren Album seit Beginn der 1990er, und alle hatten tolle Singles - nur eben leider sehr selten kommerziell erfolgreiche... 




PVG: Ob wir vielleicht meine Freundin gemeinsam überreden können, damit ich The Frank And Walters für ein Wohnzimmerkonzert bei uns anfragen darf? Spätestens nach einem solchen Abend muss sie doch von dieser One-Hit-Wonder-These ablassen! Und warum sind die Iren eigentlich viel zu selten in Deutschland zu sehen und zu hören? 

Axel: Ich weiß es ja auch nicht - in einer gerechten Welt würden sie Stadien füllen. Vielleicht liegt es daran, dass der Sänger kein "th" kann? Dass er bei Konzerten oft irgendwann sein Oberteil auszieht? Dass sie den eingängigen 3-Minuten-Popsong zu sehr perfektioniert haben? Dass Vorurteile über sie kursieren (siehe Frage 2)?




PVG: Was kann ich denn, außer den tollen Alben und dem einen Hit, als Argumente für ein mögliches Wohnzimmer-Booking anbringen?

Axel: Zum einen sind sie eine sehr unterhaltsame Liveband, zum anderen sind auch die B-Seiten oft sehr hörenswert - die Maxisingle von "Indian Ocean" ist ein der schönsten, die ich habe - auch wenn die Single das schlechteste Stück darauf ist!




PVG: "Look At Us Now", die Single aus dem letzten Jahr, wurde auf "Songs For The Walking Wounded" einfach vergessen. Das ist genau so überraschend, wie gelegentlich die Auswahl der Coverversionen für ihre B-Seiten, oder? 

Axel: Das stimmt, Lieder wie "Funky Cold Medina" und "Love is in the air" muss ich auch nicht als Coverversion einer meiner Lieblingsbands hören. Aber sie könnten ja mal etwas von The Cure covern, The Smiths hatten sie ja schon!

PVG: "Seven Nation Army" haben sie zum Beispiel wieder den Fußballstadien entrissen. Wie lautet denn dein persönliches Ranking der Alben von The Frank And Walters?

Axel: Ganz unten steht auf jeden Fall "Glass", ganz oben das Debutalbum. Der Rest ist kaum zu sortieren, die Qualität ist immer vergleichbar (hoch). 


Four years after their triumphant comeback of sorts with Greenwich Meantime, Cork’s indie stalwarts return with another well-crafted collection of janglepop and balladry.
The seventh Frank and Walters album doesn’t revolutionise the genre, but Paul Linehan’s songwriting has suitably matured to reflect a band now in their 27th year of existence and songs like the pensive Fishes and the swoonsome Riviera capture their less rambunctious approach.
That said, there are some damned fine indie pop numbers here, most notably Hanging on the Edge and Stages, which sees actor Cillian Murphy recite a sombre monologue on moving on from the past.
In a way, it’s business as usual – but with The Frank and Walters, there’s nothing wrong with that.
(The Irish Times)