Mit ihren früheren Bands war Frankie Rose deutlich rockiger unterwegs als solo und wirklich lang hat es weder bei Crystal Stilts noch bei Dum Dum Girls, Vivian Girls oder Beverly funktioniert. Bereits seit 2009 veröffentlicht sie Musik unter ihrem eigenen Namen und meistens über Slumberland Records.
Das sechste Album der in New York lebenden Künstlerin erscheint nun aber über Born Losers Records als CD und LP (Clear with Yellow Center Vinyl) und taucht tief in die 80er Jahre ein. Ihr ätherischer Gesang lässt an Elizabeth Fraser von den Cocteau Twins denken, das säuselnde Saxofon beim instrumentalen „Rainman“ an „Blade Runner“. Zu diesem Film würde auch der generell düstere und cineastische Sound des Albums passen, egal, ob er nun in verhallten Dreampop- oder unterkühlten Synthpop-Welten dahin gleitet oder sich sanft in Richtung von New Wave, Gothic und Post-Punk bewegt, wie beispielsweise bei „Manifest“.
Frankie Rose hat die 10 Songs allein komponiert und produziert, im Studio half u.a. Justin Welch von Elastica bzw. Lush als Schlagzeuger. Leider sind ihr die gitarrigen Erinnerungen an die vorherige gemeinsame Tournee mit The Jesus & Mary Chain und Swervedriver auf „Hila“, einem Album das den Verlust thematisiert, wohl tatsächlich verloren gegangen.

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