Bei Discogs werden insgesamt 10 Bands gelistet, die für sich den Namen Hater ausgesucht haben. Wir haben es heute mit einem Quartett aus Malmö zu tun, das aus Caroline Landahl (Gesang), Måns Leonartsson (Gitarre), Rasmus Andersson (Schlagzeug) und dem zur Band zurückgekehrten Adam Agace (Bass) besteht.
In dieser Besetzung haben die Schweden 2017 ihr Debüt „You Tried“ veröffentlicht und sind anschließend vom Londoner Indielabel Fire Records unter Vertrag genommen worden. Es folgten die Alben „Siesta“ (2018), „Sincere“ (2022) und nun „Mosquito“, das als CD und LP (clear Vinyl) erhältlich ist.
Es bietet 11 Songs, die Hater zusammen mit dem Produzenten und langjährigen Weggefährten Joakim Lindberg in den AGM Studios in Vollsjö und im Studio Sickan aufnahmen. Indiepop („Brighter“) und Dreampop („Angel Cupid“) sind die beiden Schubladen, in die man „Mosquito“ stecken sollte, gelegentlich lässt das Quartett aber auch gitarrigere Shoegaze-Momente („Mosquito“) durchscheinen. Als Referenzen sollen andere Bands mit blonden Sängerinnen herhalten, also Alvvays, The Concretes und The Cardigans.
Gleich der Opener „Landslide“ überzeugt als solider, ambitioniert strukturierter Rock-Song mit interessanten strukturellen und harmonischen Wendungen. Die totale Antithese dazu ist die darauffolgende Dreampop-Ballade „Angel Cupid“. Auf die dann der vielleicht interessanteste Track des Albums „This Guy“ folgt, den Hater selbst als „verwirrend“ bezeichnen. Dieser gefällt dann auch nicht wegen seines mystisch codierten Textsalates und nicht einmal wegen der anheimelnden Melodie, sondern weil der ganze Song um einen mitreißenden, pulsierenden, von Cure-Gitarren umwebten Bass-Lauf herum angerichtet ist – und von einem zu Herzen gehenden Gitarrensturm gekrönt wird.(…) denn „Mosquito“ ist ein „All Killer – No Filler“-Album ohne jedwede Schwachstellen geworden. Neu ist das dabei alles nicht – aber gerade weil Hater ihre Sache so gut machen und somit ein gewisses Gefühl der Nostalgie evozieren, lässt das Album für Freunde dieser Art von Indie-Pop keine Wünsche offen.

1 Comments
Für Hater klingt das alles sehr harmonisch. Vielleicht sollte sich die Band in ‚lover‘ umbenennen. 7,5 Punkte
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