Sohodolls - Uh Oh


Erstaunlich, dass man für die beliebte Reihe „Comebacks, auf die die Welt gewartet hat, oder?“ gar nicht mehr bis in 80er oder 90er Jahre zurück gehen muss! Denn die Band, die heute im Mittelpunkt steht, hat sich 2003 gegründet und 2007 mit „Ribbed Music For The Numb Generation“ ihr erstes und für 18 Jahre einziges Album veröffentlicht. Dann wurde in der Pandemie der Song „Bang Bang Bang Bang“ von der Generation Z entdeckt und häufig auf TikTok genutzt sowie gestreamt, so dass sich Maya von Doll zur Wiederbelebung der Sohodolls entschloss.

Die Sängerin und Songwriterin Maya von Doll ist das einzige durchgängige Bandmitglied und betrieb in den letzten Jahren das Nebenprojekt New Pharaohs mit dem Album „Antelias“ (2018), veröffentlichte einige Solo-Singles bzw. komponierte für andere Künstler*innen aus dem Pop-Bereich, wie beispielsweise Nicola Roberts (Girls Aloud). 

Den Hype um die Sohodolls wollte sie wohl nicht ungenutzt lassen, so dass sie zunächst neue Versionen von „Bang Bang Bang Bang“ und „Stripper“ veröffentlichte, um dann zahlreiche alte Weggefährten, wie den Gitarristen Toni Sailor, der auch zahlreiche Songs mit-komponierte, oder Steven Weston, der hier als Steven Doll agiert und bereits mit Ladytron, Unkle, Charli XCX oder Ladyhawke arbeitete, oder Robert Harder, der als Produzent auch schon in „Ribbed Music For The Numb Generation“ involviert war, wieder zusammenzutrommeln.

Seit 2021 gab es einen steten Fluss an Singles, die nun im zweiten Album gebündelt wurden. Die ältesten der 12 Songs, „Bad“ und „Letter To My Ex (Thank You, Goodbye)“, wurden bereits 2022 als Singles veröffentlicht. Musikalisch sind sich die Sohodolls treu geblieben und kombinieren Synthpop, Elektroclash und Glam Rock, wobei der Schwerpunkt deutlich im Pop zu verorten ist. Dies gilt auch für den Song „Tear You Apart“, der ursprünglich von der düsteren Post-Punk-Band She Wants Revenge stammt. 

„Uh Oh“ wird sich am besten mit „Paradises“, dem kommenden Album von Ladytron vergleichen lassen, das am 20. März erscheinen wird. Möglicherweise wird es bis dahin auch eine physische Veröffentlichung von „Uh Oh“ geben, das Ende des letzten Jahres digital erschienen ist. 


 


 


 




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