31. Dezember 2024
Endstand 2024
30. Dezember 2024
Urteilsverkündung durch Volker (2024)
Es war etwa Mitte des Jahres, da fragte ich abends meine PvG-Kollegen euphorisiert durch die Wiederentdeckung des Adorable-Debüts während der Baby-Betreuung, nach weiteren Tipps lohnenswerter vergessener britischer Platten aus den frühen/mittleren 90ern, in der festen Überzeugung jetzt mal wieder viel Zeit für gute Musik zu haben. Ich hätte nicht falscher liegen können.
Ob es nun an einer besonders unruhigen neuen Erdenbewohnerin liegt, oder doch eher an der eigenen beginnenden Demenz in einem Alter, in dem die meisten Leute eher Opa werden als noch mal Vater, sei mal dahin gestellt. Fakt ist, am Ende des Jahres habe ich so wenig neue Musik gehört wie nie zuvor (nicht dass wieder entdeckte Musik der frühem 90er neu gewesen wäre). Insofern ist mein Einfluss auf das Gesamtergebnis morgen auch noch marginaler als üblicherweise eh schon.
Das Wenige ordnet sich in etwa so:
1. Brigitte Calls Me Baby - The Future Is Our Way Out
2. Jake Bugg - A Modern Day Distraction
3. Quivers - Oyster Cuts
4. Lo Moon - I Wish You Way More Than Luck
5. Tonbandgerät - Ein Anderes Leben
6. Enno Bunger - Der Beste Verlierer
7. Kettcar - Gute Laune Ungerecht Verteilt
8. Ride - Interplay
9. Lizzie No - Halfsies
10. The Cure - Songs Of A Lost World
11. John Moreland - Visitor
12. Brown Horse - Reservoir
13. RVG - Brain Worms
14. David Gilmour - Luck And Strange
15 Bonny Light Horseman - Keep Me On Your Mind See You Free
16. The Libertines - All Quiet On The Eastern Esplanade
17. Nilüfer Yanya - My Method Actor
18. The Smashing Pumpkins - Aghori Mhori Mei
19. The Decemberists - As It Ever Was So It Will Be Again
20. New Starts - More Break-Up Songs
21. Pom Pom Squad - Mirror Starts Moving Without Me
22. Liam Gallagher & John Squire - Liam Gallagher & John Squire
23. Fontaines D.C. - Romance
24. James Yummy
25. The Felice Brothers - Valley Of Abandoned Songs
26. American Aquarium - The Fear Of Standing Still
27. Michael Kiwanuka - Small World
28. Kacey Musgraves - Deeper Well
29. the Last Dinner Party - Prelude To Ecstasy
30. Dawes - Oh Brother
Wichtige Ergänzung, die Top 3 Reissues:
1. The Lilac Time - Astronauts (3-LP)
2. Archive - You All Look The Same to Me
3. The Go Betweens - G stands For Go Betweens Vol. 3
28. Dezember 2024
Urteilsverkündung durch Oliver (2024)

The Cure an der Spitze meiner Jahresbestenliste – das gab es zuletzt vor 35 Jahren. Damals waren die Stone Roses und die Pixies die größte Konkurrenz. Letztere veröffentlichten dieses Jahr ebenso ein neues Album, welches aber knapp meine Top 30 verfehlte. Und John Squire von den Stone Roses tat sich mit Liam Gallagher für eine Platte zusammen – als ernstzunehmende Konkurrenz konnte man das 2024 aber auch nicht betrachten. Im Gegensatz zum diesjährigen Platz 2. Das Debütalbum von Brigitte Calls Me Baby hätte mit seinem Retro-Sound so allerdings auch gut vor 35 Jahren erscheinen können …
1. The Cure – Songs Of A Lost World
2. Brigitte Calls Me Baby – The Future Is Our Way Out
3. Fontaines D.C. – Romance
4. The Last Dinner Party – Prelude To Ecstacy
5. Nick Cave & The Bad Seeds – Wild God
6. Bill Ryder-Jones – Iechyd Da
7. Klez.e – Erregung
8. Lingby – Bright Black
9. The Fauns – How Lost
10. The Blue Herons – Go On
11. Humdrum – Every Heaven
12. Club 8 – A Year With Club 8
13. Ride – Interplay
14. Beth Gibbons – Lives Outgrown
15. Kendrick Lamar – GNX
16. Arab Strap – I'm Totally Fine With It 👍 Don't Give A Fuck Anymore 👍
17. Gruff Rhys – Sadness Sets Me Free
18. Sivert Høyem – On An Island
19. Eivør – Enn
20. Kraków Loves Adana – I Saw You I Saw Myself
21. Porridge Radio – Clouds In The Sky They Will Always Be There For Me
22. Desperate Journalist – No Hero
23. Ist Ist – Light A Bigger Fire
24. Humanist – On The Edge Of A Lost And Lonely World
25. Gwendoline - C'est à moi ça
26. The Reds, Pinks And Purples – This Is Adult Art School
27. The Vaccines – Pick-Up Full Of Pink Carnations
28. Shed Seven – A Matter Of Time
29. Los Campesinos! – All Hell
30. The Prids – I Only Care About You And Me
Das dazugehörige Mixtape, das auch einige meiner Lieblingssongs des Jahres enthält, ist HIER zu finden.
26. Dezember 2024
Urteilsverkündung durch Ingo (2024)
Meine beiden Alben des Jahres haben mich überrascht: Kapelle Petra habe ich über Jahrzehnte unbekannterweise ignoriert, bevor sie mich dieses Jahr mit Song ("Nicht alleine"), Album und Konzert umgehauen haben. Mit The Cure hatte im Jahr 2019 abgeschlossen, als ich mir alle Alben im Rahmen der Revision anhören musste. Und dann kam "Songs of a lost world". Ansonsten habe ich mich besonders über Big Special und das Comeback der Smashing Pumpkins gefreut. Und für The Reds, Pinks and Purples halte ich ja ohnehin immer 1 - 2 Plätze in meinen Jahrescharts frei.
24. Dezember 2024
Urteilsverkündung durch Dirk (2024)
23. Dezember 2024
Casino Garden - Transition
Diese bereits erwähnten Gitarren-Wände ziehen sich wie in roter Faden durch das Album. Dabei wird eine breite Skala an unterschiedlichen Klängen angelegt. Ja, mit zwei Gitarristen lässt sich was bewirken. Die Sechsaiter stehen im Vordergrund, wenn es im melodisch-melancholischen "Pretend" zu einem weiteren Highlight kommt. Der Matthias Ballke-Gesang verstärkt die Atmosphäre dieses Hinhörers und das Sechssaiter-Solo am Ende des Tracks wird mit einem ordentlichen Fuzz dargeboten.Die musikalisch-positiven Strömungen des Albums werden durch ziemlich nachdenkliche Phasen konterkariert. Allerdings sind es immer wieder die E-Gitarren, die die teilweise furiose Stimmung bestimmen. Da kommt Helene Ballke mit ihren Keyboards leider nicht so oft zur Geltung, wie in "Open Gate". Zum Abschluss zieht das Quintett als Trumpf noch eine Power-Ballade namens "Somewhere" aus dem Ärmel. Deren Anfang und Ende besonders unter die Haut gehen."Transition" von Casino Garden ist wie eine Entdeckungsreise mit so einigen Überraschungen.
Lauren Mayberry - Vicious Creature
Some of Vicious Creature's strongest moments happen when Mayberry pushes her moods to extremes. When it comes to love and sex, she's sardonic, as on the buzzy, addictive "Shame" and the driving rock of "Punch Drunk," yet she's more vulnerable than ever on soul-baring ballads like "Anywhere But Dancing," one of the album's biggest and most affecting departures. Mayberry covers so much ground that some drastic mood swings are inevitable; the juxtaposition of "Oh Mother"'s tender complexity and "Sorry, Etc."'s crashing rant against internalized misogyny is especially jarring. Vicious Creature is a wilder ride than might be expected -- at times, it feels like these songs have been pent up inside Mayberry for years -- but it's great to hear her own her music so fully.
There are some truly standout moments. “Something in the Air,” a track shaped by her bafflement at the grip conspiracy theories hold over certain people, with an absolutely towering chorus, reveals itself to be as good as anything she’s previously produced. While Mayberry is clearly adept at crafting sophisticated synth-pop anthems, some of the album’s most poignant highlights come from its quieter, more reflective moments. “Anywhere But Dancing” is an acoustic marvel, its understated arrangement amplifying the emotional weight of Mayberry’s reflections on the shifting nature of love and connection. “Oh, Mother” delves into familial complexities with disarming honesty, peeling back layers to reveal raw emotion. And these stripped-down moments of quiet beauty feel genuinely like her most personal work to date.
22. Dezember 2024
Big Special - Postindustrial hometown blues
Wie soll das Jahr enden, ohne dass einer der tollsten Songs des Jahres hier vor Gericht erwähnt wird? Ich präsentiere dazu Beweisstück A:
Weil ein Song noch kein gutes Album macht? Ich präsentiere gerne Beweisstück B:
Bei allem Respekt vor Dirks qualitativem und quantitativen Input hier vor Gericht... man kann nur vermuten, warum dieses Album bislang nicht hier vor Gericht gelandet ist. Ich habe seine Katzen Iggy und Bowie in Verdacht: Vermutlich haben sie immer irgendeine Shoegaze-Platte auf den Plattenspieler geschummelt, als eigentlich "Postindustrial hometown blues" von Big Special dran gewesen wäre. Plattencover mit Hunden haben es in dem Haushalt bestimmt nicht leicht, auch wenn Beweisstück C und die Bilder von 3 von 4 Urteilsverkündungen pro Jahr gegen eine komplette Voreingenommenheit sprechen. Ferner ist Dirks Befangenheit in den Beweisstück D und E transparent dokumentiert.
Big Special aus Birmingham sind Joe Hicklin und Callum Moloney. Auf ihrem Debüt wandeln sie auf Pfaden, die von Bands wie den Sleaford Mods und Fontaines D.C. bereitet wurden. "Postindustrial hometown blues" ist vielseitig, der Opener "Black country gothic" beschreibt sowohl in Titel als auch im Stil den Kern des Duos:
Opener ‘Black Country Gothic’ captures the spirit of the Midlands duo’s debut and whole aesthetic. Your shouty punk lads and talky artsy bands are 10-a-penny, but there’s a bluesy depth here. Beneath a tower of soul as Moloney gives it what-for and Hicklin paints his hometown’s faded glory of “off-white angels kicking feral pigeons and picking up half-smoked nubbins” as a true noir epic; brute force and tenderness in equal measure. The spirit of Peaky Blinders but with scratch cards and hangovers over gore and cosplay.
(NME)
Die Sprache, die Botschaften und das Auftreten der Band zielen sicherlich mehr auf die eigene Insel als auf das europäische Festland. Trotzdem wird die Band nächstes Jahr u. a. auf dem Maifeld Derby als auch auf dem Best Kept Secret Festival zu finden sein.
"Postindustrial hometown blues" ist für ich ganz klar das "Black Country Gothic" Album des Jahres. Aber auch genreübergreifend wird es in meiner Jahresbestenliste recht weit "oben" zu finden sein. Und zweifellos passt zu diesem Album das Cover eines potentiell angriffslustigen und kläffenden Hundes besser als ein Katzencover.
Shitney Beers - Amity Island
Die Songs lassen die Hörer*innen wieder sehr nah ran ans Innenleben der Maxi Haug. Wer schon einmal ein Shitney Beers Konzert besucht hat, weiß, dass dazu auch eine gute Portion Humor gehört und der findet sich auf Amity Island an allen Ecken und Enden. Liebeserklärungen an Maya Hawke, der Wunsch,dass die Freunde endlich was miteinander anfangen, gestrandet sein in der Friendzone - alles auch immer mit einem großen Augenzwinkern versehen. Tiefgründig und ernst bleibt Amity Island dabei aber trotzdem.Den Schritt, aus Shitney Beers eine Band zu machen, wird Maxi Haug so schnell nicht bereuen. Amity Island ist der bisherige Höhepunkt des eigenen Schaffens. Starkes Songwriting treffen auf perfekte Inszenierung. Dazu ist dem Album in jeder Sekunde anzumerken, wieviel Spaß die beteiligten Personen bei den Aufnahmen gehabt haben müssen.(Flux.fm)
21. Dezember 2024
Club 8 - A Year With Club 8
19. Dezember 2024
The Prids - I Only Care About You And Me
18. Dezember 2024
Die Nerven - Wir waren hier
Die Musik zum Elend bietet ein paar mehr Doom-Anleihen, passt ja. Um ein Haar hätte dieser Abgesang gelangweilt. Aber dann schillert da plötzlich etwas in der dunklen Materie: Das sechste Lied „Wie man es nennt“ steht ungläubig vor dieser Schönheit, der Refrain ist fantastisch und formuliert eine ratlose Hoffnung: „Und ich fühl mich so fremd, weiß nicht, wie man es nennt.“Bei „Achtzehn“ schaut Sänger Max Rieger zurück, sucht nach Spuren in der Vergangenheit, es gibt ein Cello, das Lied ist schön. Schreibt man selten über die Musik dieser Band. Danach „Bis ans Meer“ mit einem Groove, der Bewegung einfordert. Erst danach führen die Lieder wieder in die Verweigerung, in den Rückschritt, in die Zerstörung. Aber der Sound dazu ist anders, der Elefant im Raum heißt The Cure: „Schritt für Schritt zurück“ verweist auf deren ganz frühe Phase, in „Disruption“ ist DISINTEGRATION angelegt. Gloom statt Doom – steht der Band exzellent.
Noise begegnet Pop. Krach billigt Passagen der Armut. Bei der knallhart-anrührenden Retrospektionsballade „Achtzehn“ erinnern sie: „Mein Leben eine Wunde, offen und rot.“ Schon immer führten Rieger, Kuhn und Knoth Schwerter der Introspektion, fochten dabei mit verschiedenen geschliffenen Klingen ihres Zorns. Seit der letzten Platte richten sie ihre Wutblicke direkter ins politische Außen. Hier besingen sie Castor, SUVs und jene Geschöpfe, die wir eines nicht allzu fernen Tages gewesen sein werden.
17. Dezember 2024
Cassandra Jenkins - My Light, My Destroyer
Equally catchy, but even better is the single, ‘Only One’, a timeless piece of soft rock that could have been made in any decade post-‘Rumours’ and should be (but probably isn’t) saturating radio playlists around the world.Put together, the disparate elements that make up ‘My Light, My Destroyer’ may betray the occasional influence, but combine to produce a singular world – one that is, at points, both deadly serious and funny, but always habitable.Jenkins says that she “writes music for her friends” and on the evidence of her third album she will have many more of these by the end of the year.
There’s plenty of ear candy for indie-rock fans, from the aforementioned “Clams Casino” to the single “Petco,” a musing on humanity’s increasing distance from nature as she looks in a pet-store window at “two doves wrapped up in filthy and true love” and the “sideways gaze of a lizard” as the electric guitars build the song’s intensity on each verse (and even slip in a very “OK Computer” solo toward the end). Throughout, there are shades of everyone from Liz Phair, the Breeders and PJ Harvey to Sharon Van Etten and Phoebe Bridgers (please note, the last-named two artists are reference points and not influences), but the album is musically multi-dimensional and features intriguing arrangements, including one segment that seems to feature a sax, trombone and violin.(Variety)
Music this textured is bound to take a few listens to get a hold of. Most impressive is how My Light, My Destroyer presents music that can be easily enjoyed – hooks and memorable lyrics abound – yet unravels deeper layers of meaning the more you dig in. Andrew Lappin’s production is lush or sparse according to the needs of each track, and Jenkins’s songwriting (in conjunction with various co-writers) is evocative despite its conciseness. If there were any doubt, My Light, My Destroyer earns Cassandra Jenkins a place among today’s most intriguing and accomplished singer-songwriters.
16. Dezember 2024
Saint Etienne - The Night
By deconstructing their identity, Saint Etienne have created a coherent sequence of remarkable songs which sound like everything else they have done and nothing else, at the same time. It is a very impressive achievement. ‘When You Were Young’, for example, is a ghost of a track, like the Saint Etienne of Tiger Bay heard in a fog. The album slips through reflective vignettes, such as ‘Half Light’, which evokes the dusk, and ‘Through the Glass’, which expresses the feeling of falling asleep, unsure whether what you see is real or imagined. This unmoored, half-conscious state persists through the album unleashes memories and emotions which are somehow detached. ‘Nightingale’ is a gorgeous lullaby from a fable. The wordless ‘Northern Counties East’ hums with the atmosphere of a particular place and time, but names and details are just out of reach. On ‘Ellar Carr’ the words come in fragments, piecing together a Bradford memory.
The Night is a deadly serious, very heavy record made by a band who have taken all they've learned about dynamics and songcraft and, with the help of producer Augustin Bousfield, come up with the kind of album that, if made by a group other than them, might have topped year-end lists made by serious music publications. As it is, the record will likely exist as a lost treasure to be excavated years down the road to be loved and emulated. Saint Etienne have made more than their share of great albums over the years; chalk this up as one of the best and proof that they have become more than just a brilliant pop act. The Night and I've Been Trying to Tell You are the work of a group on a journey of deep artistic reinvention and discovery, and anyone along for the ride should count themselves very lucky.
13. Dezember 2024
Soap&Skin - Torso
Plaschg legt in den neuen Liedern aus fremder Hand vielmehr Bedacht darauf, dem von anderen Künstlern und Künstlerinnen stammenden Material ihren ureigensten persönlichen Stempel aufzudrücken.Der manifestiert sich 2024 in Form einer zurückgenommenen, von Klavier, Flügelhorn und Streichern sowie pochenden elektronischen Rhythmen getragenen Kammermusik. Soap & Skins dunkle Stimme und ihr teutonisches Englisch erinnern dabei an The Velvet Undergrounds tragische Chanteuse Nico. Siehe auch: All Tomorrow's Parties. Die Songs von Torso überzeugen vor allem durch die bedachten und hörbar über lange Zeit erarbeiteten Arrangements. Die Stücke verweigern in der Adaption Plaschgs im Gegensatz zu manchen der Originale ihren ursprünglichen theatralischen Drang zur Rampe. Weniger ist mehr.Im Gegensatz zum Ansatz vieler Coverbands, die Originale eben möglichst originalgetreu über die Bühne zu bringen und dabei einen persönlichen Zugang hintanzustellen, beziehungsweise auf die vordergründigen Hits zu setzen, ist das Album Torso radikal knapp gehalten. Einem Torso fehlen im Wortsinn eines menschlichen Rumpfs Arme, Beine und Kopf. Es wird also viel Spielraum für Interpretation gelassen, wie das frühere Ganze tatsächlich ausgeschaut hat oder haben könnte.
12. Dezember 2024
Friedberg - Hardcore Workout Queen
Wir hören einen vom üblichen gitarrenlastigen Indierock mehr Richtung elektronisch unterfütterter Dancepunk gehenden und dank Anna Wappels warmer, klarer, manchmal auch zart verhuschter Stimme trotzdem freundlichen und lebensbejahenden Sound.Der ist speziell vom befreundeten New Yorker Musiker James Murphy und seinem LCD Soundsystem beeinflusst, was sich unter anderem einer vorwärtstreibenden Rhythmusgruppe, abgedämpfter Gitarre und dem zünftigen Einsatz einer Cowbell verdankt, etwa im Titelsong oder im Lied So Dope. (…)Friedberg produzieren resche Popsongs wie My Best Friend, die himmelstürmende Hymne The Greatest oder den auf einem knurrenden Melodiebass basierenden Album-Opener 100 Times. Der würde auch Altvorderen wie New Order nicht schlecht anstehen, wenn statt des damals in der Nachfolge Joy Divisions eingeworfenen Prozac der steirische Schilcher zum Einsatz gekommen wäre.

































