31. Oktober 2025

Bar Italia - Some Like It Hot


Gestern feierten wir den 30. Geburtstag von „Different Class“, das mit einem Song namens „Bar Italia“ endet. Da passt es doch perfekt, mit einer Band namens Bar Italia fortzufahren, die, wie Pulp, die Bar Italia im Londoner Stadtteil Soho zu schätzen wissen. 

Zur Band gehören die in Rom aufgewachsene Nina Cristante (Gesang, Keyboards, Percussion) sowie Sam Fenton (Gesang, Gitarre) und Jezmi Tarik Fehmi (Gitarre, Gesang). 2019 lernten sie sich kennen und danach ging es schnell: Bar Italia haben uns nämlich seit 2020 bereits fünf Alben serviert, zuletzt „Some Like It Hot“ über Matador Records. Das Label spendiert neben der CD und LP (black Vinyl) auch limitierte Auflagen auf clear Vinyl, transparent turquoise Vinyl und eine Picture Disc. Außerdem durfte erneut Marta Salogni, eine renommierte Studiotüftlerin (Gorillaz, Depeche Mode, Björk) den finalen Mix übernehmen, ohne Bar Italia von ihrem charmanten bis schrägen LoFi-Sound zu trennen.
Auf den 12 Songs zeigen sich Bar Italia äußerst vielschichtig: scheppernder Britpop folgt auf lärmenden Post-Punk, der auf groovenden 90ies Alternative Rock folgt, dem eine raue akustische Ballade voran ging. Hier wird ein Gitarrensolo eingebaut, dort fiepen deren Rückkopplungen und dann wäre natürlich noch der innerhalb von Sekunden von sanft zu schrill changierende Wechselgesang zu erwähnen, der „Some Like It Hot“ so unvorhersehbar werden lässt.  


 


Insgesamt betrachtet ein Erbe, das bei The Kinks ansetzt, The Fall streift und die Energie der Happy Mondays gern mitnimmt. Das Tempo rausnehmen können sie natürlich auch. „Marble Arch“ und „Bad Reputation“ sind Pub-Balladen im Nieselregen, bei denen Cristante und ihre Gitarren-„Mates“ in einem seltsam anmutigen Wechselgesang schwelgen. Auf Strecke ist ihnen der Karacho-Modus zu eindimensional. Some like it bunt. Es gibt (vereinzeltes) Feedback-Gequieke, und „Omni Shambles“ hat einen fröhlich bollernden Punk-Chorus.
Das Finale mit der Kombi „Eyepatch“ und „Some Like It Hot“ folgt diesen Schnell-langsam-Wendungen, die ohne bemühten Kunstkrampf auskommen. Denn bei alldem haben sie auch ein hörbares Faible für die Süße des Pop – „Plastered“ etwa ist ein bezaubernd arrangiertes Juwel –, sodass man am Ende gar nicht mehr weiß, ob man es hier noch mit einer Rockband zu tun hat. 


 


Die Single Fundraiser eröffnet in hektischer, fast überdrehter Art – mit scharfem Wechselgesang zwischen Cristante und Fehmi, schrammelnden Gitarren und einer Rhythmik, die an frühen Indie-Disco-Sound erinnert. Trotz der Clean-Gitarren bleibt das Stück angenehm kantig und schmutzig – eine Energie, die an die 00er-Band Hot Hot Heat erinnert. Marble Arch wiederum zeigt die andere Seite des Albums: verspielter Pop mit leichten Keyboard-Akzenten und weicher Gitarren- und Drumstruktur, während der Text düster daherkommt. Die Vocals erklingen hier bewusst leicht schief und verleihen dem Song so eine ganz eigene Melodiebewegung.
In Bad Reputation rückt das Trio mit einer folkig-südlich anmutenden Gitarrenzupf-Figur im 3/4-Takt näher an klassische Liedstruktur heran, bevor Rooster mit britischem Rock-Gestus und einer kontrollierten Disharmonie arbeitet – eine Atmosphäre zwischen Iggy Pop & The Stooges, jedoch getragen von dem Wechselspiel der Stimmen. Omni Shambles zieht die Verstärker wieder auf: die Gitarren wirken treibend, mit grungig-punkiger Kante, bleiben aber stets melodisch geführt.




30. Oktober 2025

Revision: Pulp


Der Termin für unsere 18. Revision war lange gesetzt, als uns Pulp mit einem neunen Album nach fast 24 Jahren überraschten. Da "More" noch ein heißer Anwärter auf unsere Top Platten des Jahres 2025 ist, haben wir dieses Album bei der Revision außen vor gelassen und uns auf den Zeitraum von 1983 bis 2001 beschränkt. Und der Grund für die Revision? "Different Class", das Meisterwerk von Pulp feiert heute seinen 30. Geburtstag. 




"It"

1983, Red Rhino Records (7 Songs, 25:32 Minuten)

Dirk:
Das Mini-Debüt des damals 19-jährigen Jarvis Cocker. Von seinen Mitstreitern war beim vier Jahre später nachfolgenden „Freaks“ niemand mehr dabei. Aber Simon Hinkler, der „It“ auch produzierte und die Single „My Lighthouse“ zusammen komponierte, gründete wenige Jahre später The Mission.
„It“ ist ein erster folkiger, akustischer Pulp-Entwurf, der wenig mit dem zu tun hat, was später folgen sollte. „Wishful Thinking“ und „Blue Girls“ sind trotz Flötentönen und Dank des weiblichen Hintergrundgesangs meine Favoriten auf dem Album. 
Vor ein paar Jahren hatte ich einmal das Glück zu hören, wie Jarvis Cocker den niemals aufgenommenen ersten Pulp-Song, „Shakespeare Rock“, mit der akustischen Gitarre spielte - er hätte auch auf dieses Album gepasst. 

6,5 Punkte


Ingo:
Bis zu dieser Revision wusste ich nicht einmal, dass es das Album gibt. Aber habe ich schon erzählt, dass mir Jarvis Cocker mal in der Nähe der Kensington Gardens begegnet ist?

6 Punkte


Oliver:
Tatsächlich habe ich mich schon Mitte der 90er mit Pulps Frühwerk beschäftigt und die ersten Alben sind mir daher gar nicht so fremd. Und Frühwerk kann man ja beim Debüt durchaus wörtlich nehmen: „It“ erschien 1983, als ich, 12-jährig, noch Nena- und Extrabreit-Kassetten kaufte und Cyndi Lauper-Songs aus dem Radio aufnahm. Heute reiht sich „It“ in meiner 1983er-Alben Top 30* irgendwo zwischen Nick Heyward und Aztec Camera ein (die mir beide damals natürlich auch noch nichts sagten).

*Cyndi Lauper Platz 1, Nena Platz 4, Extrabreit hinter Pulp.

7 Punkte


Axel:
Zugegeben, “It” habe ich lange nicht mehr gehört - und dennoch hat es ein paar schöne Momente, die für 7 Punkte reichen. Es wären wahrscheinlich etwas weniger, würde man nicht in diesen Momenten die späteren Werke schon etwas mithören…

7 Punkte


Torsten:
Die  ersten beiden pulp-Alben sind damals an mir vorbeigegangen und ich habe mich jetzt erstmals damit beschäftigt. Insgesamt fällt bei ‚it‘ auf, dass alles noch recht unausgereift wirkt. ‚My Lighthouse‘ und ‚Blue girls‘ sind schön arrangiert und zeigen Ansätze dessen, was pulp in den 90ern produzieren sollten. Blue girls würde sich sicherlich in meinen Playlisten wiederfinden, wenn Jarvis’ Gesang etwas weniger unsicher wirkte- was sich für mein Gehör durch das gesamte Album zieht. 

5,5 Punkte

Gesamturteil: 6,400 Punkte




"Freaks"

1987, Fire Records (10 Songs, 44:13 Minuten)

Dirk:
Das klingt schon ein wenig mehr nach Pulp als das Debüt. Mit Russell Senior, der hier zwei Lieder („Fairground“ und „Anorexic Beauty“) zu singen versuchen darf, und Candida Doyle haben sich zwischenzeitlich zwei Mitglieder aus der klassischen Besetzung zu Pulp gesellt. Das Label spendierte nur wenig Budget und einen kurzen Zeitraum im Studio, so dass Jarvis Cocker mit dem Ergebnis nie so richtig zufrieden war. Potentielle Käufer von „Freaks“ sahen dies wohl ebenso. Lediglich „I Want You“ fand später gelegentlich Aufnahme in Setlisten von Pulp. Vollkommen zu Recht.

6,5 Punkte


Ingo:
Das klingt stellenweise bewundernswert mutig. 

6,5 Punkte


Oliver:
Neben „I Want You“ glänzt hier „Life Must Be So Wonderful“. „Freaks“ klingt gar nicht mehr so folkig wie sein Vorgänger – eher düster. Und das liegt nicht nur an Candida Doyles Orgelsound.

7 Punkte


Axel:
Ein paar wirklich schöne Stücke, das müsste ein Punkt mehr sein als bei “It”...dann stimmt zwar der Abstand zu den 10-Punkte-Alben nicht ganz, aber Noten sind ja immer irgendwie unfair. 

8 Punkte


Torsten:
Copy and paste zu Pulp’s ‘it’....Jarvis’ Gesang klingt einfach noch unausgereift und so, als hätte er seinen Weg noch nicht gefunden. Auch von den Arrangements her überzeugt mich das Album nicht. 

5,5 Punkte

Gesamturteil: 6,700 Punkte





"Separations"

1992, Fire Records (9 Songs, 48:21 Minuten)

Dirk:
Das Album wurde 1989 aufgenommen und erst 1992 von Fire Records, die diesmal aber ein deutlich höheres Budget springen ließen, veröffentlicht. Hier haben wir die klassische Pulp-Besetzung mit Jarvis Cocker (Gesang, Gitarre), Steve Mackey (Bass), Candida Doyle (Keyboards), Nick Banks (Schlagzeug) und Russell Senior (Gitarre, Geige) an Bord, die endlich den typischen Pulp-Sound gefunden hat: „Love Is Blind“, „Don’t You Want Me Anymore?“ und „My Legendary Girlfriend“ wären auch auf all ihren späteren Alben Highlights gewesen. 
Die Einflüsse von House Music, die wohl Mackey einbrachte, finden sich glücklicherweise bei Pulp nur auf der zweiten Hälfte dieser Platte. Auch gut, dass die Gesangsversuche von Russell Senior mit „This House Is Condemned“ ein Ende finden.

7,5 Punkte


Ingo:
Ja, das klingt auch für mich nach Pulp. 

7 Punkte


Oliver:
Irgendwo las ich mal sinngemäß über dieses Album: Introvertiertes Indie-Melodram vs. extrovertiertes House-Drama. Kann man so stehen lassen.

7,5 Punkte


Axel: 
Zwischen den ersten beiden Alben landet “Separations” - und Pulp sind zum letzten Mal unter 8 Punkten, für immer. 

7.5 Punkte


Torsten:
‘My legendary girlfriend’ war damals mein Einstieg in die Musik von Pulp. Konnte auch gar nicht anders sein- dank des im Titel verwendeten Adjektivs.  Damals wie heute empfinde ich das Album als unruhig, da es zwischen verschiedenen Stilen dahin mäandert. Im Vergleich zu den beiden vorherigen Veröffentlichungen kann man jedoch schon ansatzweise erkennen, wohin die musikalische Reise geht. Die House-Einflüsse holen mich nicht so richtig ab.

7 Punkte

Gesamturteil: 7,300 Punkte




"His 'n' Hers"

1994, Island Records (11 Songs, 50:38 Minuten)

Dirk:
Die Britpop-Welle spülte auch Pulp hoch in die Charts: Von 1992 („O.U.“) bis 1995 („Common People“) sollte sich jede Single höher platzieren als ihr Vorgänger, von Platz 133 bis zur Nummer 2. Die Singles aus „His ’n’ Hers“ sorgten für die erste Top 50- („Lipgloss“) bzw. Top 40-Platzierungen („Do You Remember The First Time“, #33) der Band. Das Album erreichte Rang 9 und wurde für den Mercury Prize nominiert, unterlag dort aber nicht etwa „Parklife“ (Blur) oder „Wild Wood“ (Paul Weller) sondern „Elegant Slumming“ (M People). Kann man sich nicht ausdenken. Vielleicht sollte Produzent Ed Buller („Suede“) nicht zweimal in Folge gewinnen…  
Highlights sind neben den Singles „Acrylic Afternoons“, „She’s A Lady“ und „Pink Glove“. 

8,5 Punkte


Ingo:
1994 gab es Grunge. Warum hätte ich zu dem Zeitpunkt Pulp hören sollen? Heute kann ich sagen: Gutes Album!

8 Punkte


Oliver:
Während bei den ersten drei Alben mehrere Jahre zwischen den Veröffentlichungen lagen, erscheint „His’n’Hers“ nicht mal zwei Jahre nach „Separations“. Und was ist denn bloß alles in dieser Zeit passiert? Wir tanzten zu „Babies“ und noch viel lieber zu „Razzmatazz“ und diese Songs sind dann gar nicht auf dem Album enthalten*? Ich hoffe, die Fan-Boys haben am Ende der Revision noch eine Antwort darauf! Egal, zu „Do You Remember The First Time“ und „Lipgloss“ konnte man ja dann auch ganz gut das Tanzbein schwingen. Und „Pink Glove“ würde es vermutlich in eine Top 10 meiner liebsten Pulp Songs schaffen.

*Zum Glück waren wir ja damals noch CD-Käufer – denn man spendierte uns auf der CD (im Gegensatz zur Vinyl-Version) immerhin noch „Babies“.

9 Punkte


Axel:
Ein tolles Album ohne Schwächen. Wenn man kein Lied skippen möchte, dann sind das wohl

10 Punkte


Torsten:
‘Razzmatazz’ war der Moment, in dem wir endlich herausgefunden haben, wie Pulp klingen sollte. Danach wussten wir, wohin wir wollten.’ So wird Jarvis Cocker zitiert, angesprochen auf die offensichtliche musikalische Weiterentwicklung seit den Vorgängeralben. Die Standalone-Single Razzmatazz machte jedenfalls schon ordentlich Appetit auf das, was danach folgen sollte. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Pulp mit diesem Album ihre Stimme gefunden haben und ich finde, das ist vor allem auch für Jarvis Cocker zutreffend. Sämtliche Songs auf dem Album haben Hitpotential, sind eingängig, irgendwie glamourös und verbreiten auf Anhieb gute Stimmung. Tolles Album. 

9,5 Punkte

Gesamturteil: 8,900 Punkte




"Different Class"

1995, Island Records (12 Songs, 52:50 Minuten)

Dirk:
Der Zenit für Pulp: Platz 1 der UK Charts, vier Top Ten Singles (zweimal Platz 2), Headliner beim Glastonbury Festival und der Mercury Music Prize. Viele Menschen beantworteten die Frage „Blur oder Oasis?“ in der Hochphase des Britpop einfach mit „Pulp“.
Über das Album muss man nichts mehr sagen, aber vielleicht zum Cover: Der Bräutigam erzählte später, dass der mit seinem Bruder befreundete Fotograf die Bilder von der Hochzeit machte und im Gegenzug lebensgroße Pulp-Pappaufsteller mitbringen würde. Nach dem Hochzeitstag hatten weder das Brautpaar noch die abgelichteten Freunde und Familie Kontakt zum Fotografen. Von der Verwendung des Fotos auf der Plattenhülle von „Different Class“ erfuhren sie erst, als seine Mutter in einem HMV-Plattenladen ein Werbeplakat für das Album sah. 

9,5 Punkte


Ingo:
Auch gut. 

8 Punkte


Oliver:
1995. Das, was landläufig Britpop genannt wird, befindet sich vermutlich auf dem Zenit. Meine beiden liebsten Platten des Jahres sind 10 Punkte-Alben* und kommen von Whipping Boy und Gene. Wir besuchen Konzerte von Echobelly, Carter USM, Elastica, den Stone Roses, Gene, Salad, Teenage Fanclub, den Boo Radleys, Marion, Blur, den Cardigans, Oasis, Menswear, Chumbawamba – um nur ein paar zu nennen. Als Support spielen These Animal Men, Sleeper, Cast. Warum wir nicht direkt ins Kölner Luxor einziehen, ist wahrscheinlich die meistgestellte Frage des Jahres. Im Dezember gesellen sich dann auch endlich zwei Pulp Auftritte** dazu. Zu den Songs auf „Different Class“ haben die anderen Richter:innen bestimmt schon alles gesagt – außer vielleicht, dass „Common People“, obwohl der Song ohnehin schon zu den besten Pulp Songs überhaupt gehört, in der Version von William Shatner, Joe Jackson und Ben Folds in meinen Ohren sogar noch gewinnt.

*Eine echte Seltenheit – meine 10 Punkte-Alben kann man an zwei Händen abzählen. Und ich fürchte, dass das zweite Black Country, New Road Album eine minimale Abwertung braucht.

**Einer im Kölner E-Werk und einer in der Brixton Academy in London. Was das Kölner Konzert kostete, weiß ich nicht mehr. Für die Brixton Academy zahlten wir 9 Pfund 50. Damals ca. 21 D-Mark - knappe 11 Euro!

9 Punkte


Axel: 
Es gibt Alben, da diskutiert man die Punktzahl gar nicht. 

10 Punkte


Torsten:
Was für ein musikalisches Jahr! Oasis, Blur und Pulp liefen bei mir in Dauerrotation. ‘Different class’ ist bis heute mein Lieblings-Pulp-Album. Voll gespickt mit Hits, zu denen nicht nur die Tanzflächenfüller ‘Disco 2000’ und ‘Common People’ zu zählen sind.Völlig zu Recht erhielt das Album den Mercury Prize. Britpop und Pulp auf dem absoluten Zenit. Gerne würde ich die Zeit nochmal zurückdrehen!

10 Punkte

Gesamturteil: 9,300 Punkte




"This Is Hardcore"

1998, Island Records (12 Songs, 60:45 Minuten)

Dirk:
Waren wir 1998 schon zu alt, um in der Indiedisco zu den neuen Singles von Pulp zu tanzen oder war der oftmals getragene Art Rock von „This Is Hardcore“ dazu einfach weniger geeignet? Nicht nur bezüglich der Singles konnten Pulp hier mit den beiden Vorgänger-Alben mithalten. Die beste Textzeile singt Jarvis Cocker in „Dishes“ (I am not Jesus though I have the same initials), der beste Song ist „This Is Hardcore“ und am besten hätten Pulp „Seductive Baby“ und „The Day After The Revolution“ durch die B-Seiten „Like A Friend“ und „We Are The Boys“ ersetzt. 
Vor dem letzten Album konnte Mark Webber als sechstes Bandmitglied begrüßt werden, diesmal gilt es den Abgang von Russell Senior zu verzeichnen. 

8 Punkte


Ingo:
Fällt im Vergleich zu den beiden Vorgängern etwas ab.

7,5 Punkte


Oliver:
Als ich das Album zum ersten Mal hörte, war ich ganz kurz enttäuscht. Mehr Art- als Britpop? Eine neue Pulp Platte hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Aber die Qualität der Songs hat mich schnell überzeugt und die Enttäuschung hielt nicht sehr lange an.

8,5 Punkte


Axel:
Noch ein tolles Album, das dritte in Folge. Etwas schwächer - dafür wissen wir jetzt, dass Jarvis trotz seiner Initialen nicht Jesus ist. 

9 Punkte


Torsten:
Ein hervorragend orchestriertes Album! Für jemandem, dem Angststörungen nicht gänzlich fremd sind, ist ‘the fear’ natürlich Balsam für die Seele. Apropos ‘Angst’- bei Erscheinen des Albums und erstmaligem Durchschauen der Tracklist hatte ich sicherlich damals Angst, dass ‘Glory Days’ eine Cover Version des gleichnamigen Stücks von Bruce Springsteen würde. Die Angst ließ sich schnell beseitigen. 

9 Punkte

Gesamturteil: 8,400 Punkte




"We Love Life"

2001, Island Records (11 Songs, 53:55 Minuten)

Dirk:
Die Aufnahmen mit Chris Thomas, dem Erfolgsproduzent der letzten beiden Pulp-Alben, scheiterten, es gab künstlerische Differenzen, Managment und Plattenfirma waren unzufrieden und Pulp standen kurz vor der Auflösung. Das Ende (2002) wurde aber nur etwas hinausgezögert. Ohne den neuen Produzenten, Scott Walker, wäre „We Love Life“ mit seinem organischeren Klang und seiner Betonung der Natur wohl nie fertig gestellt worden. Zumindest um „Trees“ und „Bad Cover Version“ wäre es schade gewesen.

7 Punkte


Ingo:
“I love live” sticht hervor.

7 Punkte


Oliver:
Wenn schon Artpop, dann auch richtig: „We Love Life“ hat Scott Walker als Produzent an Bord. Dafür klingt das Album aber eigentlich doch wieder ganz poppig …

8 Punkte


Axel:
Noch ein tolles Album, das vierte in Folge. Das haben weder Oasis noch Suede und erst recht nicht Blur geschafft!

9 Punkte


Torsten:
The night that Minnie Timperley died’ hätte gut auf das’ His’n Hers’- Album gepasst. Für mich sticht ‘The trees’ heraus.

8 Punkte

Gesamturteil: 7,800 Punkte




Als Bonus für die Fan-Boys: 

"Intro - The Gift Recordings"

1993, Island Records (9 Songs, 40:12 Minuten)

Dirk:
1992 erreichten Pulp erstmals die offiziellen UK Charts: Die drei Singles „O.U.“ (#133), „Babies“ (#111) und „Razzmatazz“ (#80) wurden von Island Records finanziert, aber über das Indie-Label Gift Records ausschließlich als Singles veröffentlicht. Da die vertragliche Situation mit Fire Records ungeklärt war, stellte Island weitere Finanzmittel ein und Jarvis Cocker musste sich 5.000 £ von seiner Familie leihen, damit „Babies“ termingerecht veröffentlicht werden konnte. Vielen, vielen Dank an die Familie Cocker! „Babies“ und „Razzmatazz“ zogen uns in den frühen 90ern oft auf die Tanzfläche und entfachten die Liebe zu Pulp. Seltsam, dass nicht alle drei Songs später auf „His 'n' Hers“ gepackt wurden, um so wichtiger, dass es diese kleine Kompilation gibt, vor allem, da auch einige der B-Seiten toll sind („Styloroc“ und „Stacks“). Zumindest „Babies“ wurde auf der „The Sisters“ EP 1994 noch einmal veröffentlicht und erreichte verdiente Chart-Ehren (#19).

8 Punkte


Ingo:
Fühle mich nicht angesprochen. 

- Punkte


Oliver:
Ah, da ist ja die ausführliche Erläuterung, die ich mir in meinem „His’n’Hers“-Text gewünscht habe. Danke Fan-Boy Dirk! Und Fan-Boy Axel hat natürlich recht: Unter 8 Punkte kann die Platte gar nicht rutschen. Von daher:

8 Punkte


Axel:
Es ist doch so: Mit zwei so wundervollen Songs, wie sie hier enthalten sind, kann ein “Album” nicht unter 8 Punkte rutschen, oder?! Zumal der Rest zwar nicht komplett überzeugt, aber doch auch noch Schönes enthält. 

8.5 Punkte


Torsten:
Razzmatazz und Babies auf Vinyl vereint und noch durch ein paar weitere Leckerbissen verfeinert (O.U., Stacks, Styloroc) ergibt für mich 

8 Punkte

Gesamturteil: 8,125 Punkte


29. Oktober 2025

The Charlatans - We Are Love


Was braucht es, damit wir Charlatans-Fans glücklich sind? Ich erstelle einmal eine Top 5 Liste:

1. Endlich ein neues Album von The Charlatans, denn „Different Days“ liegt bereits über 8 Jahre zurück.

2. Gleich mehrere Songs auf dem Album, die an klassische Charlatans mit schönem Orgel-Sound erinnern.

3. Eine nur eine Single, die neben den besten der Band bestehen kann und die auch in ein paar Jahren noch zwischen „The Only One I Know“ und „One To Another“ in den Setlisten gesetzt ist. 

4. Apropos Setlisten: Natürlich eine Deutschland-Tournee.

5. Last but not least: Tim Burgess hört endlich auf, seine Pilzkopf-Frisur blond zu färben.


Jetzt gleiche ich diese Liste (Stand: Ende Oktober 2025) einmal ab:

1. Das vierzehnte Studioalbum von The Charlatans trägt den Titel „We Are Love“, wurde von Stephen Street (The Smiths, Morrissey, Blur, The Cranberries, Kaiser Chiefs), Fred Macpherson von Spector und Dev Hynes (aka Blood Orange aka Lightspeed Champion) produziert und steht am 31. Oktober in den Plattenläden. Für die Aufnahmen kehrten The Charlatans erstmals seit 1997 in die Rockfield Studios in Wales zurück, was sicherlich kein leichtes Unterfangen war, denn dort verunglückte Rob Collins (Keyboards, Orgel) während der Aufnahmen zu „Tellin Stories“ tödlich bei einem Autounfall.

2. „Kingdom Of Ours“ oder „For The Girls“ oder „Deeper And Deeper“ lassen sich direkt als typische Charlatans-Psychedelic-Rock-Songs identifizieren. Bei „Salt Water“ hätte die Band feststellen müssen, dass es auf einem Album nichts zu suchen hat, gleiches gilt für das Saxophon auf „Glad You Grabbed Me“.

3. Hier wird es schwer, aber „We Are Love“ wird bei jedem Hören besser und muss sich zumindest vor den guten Charlatans-Singles aus diesem Jahrtausend, etwa „Plastic Machinery“ oder „Blackened Blue Eyes“, nicht verstecken. Ähnliches gilt für das bereits erwähnte „Deeper And Deeper“, das einen Chemical Brothers-Remix verdient hätte.

4. The Charlatans waren zuletzt 2019 in Deutschland, damals habe ich sie beim A Summer’s Tale Festival gesehen, als sie am frühen Nachmittag spielen mussten und die ihnen zugewiesene Zeit nur für 9 Songs ausreichte! Aktuell sind nur Konzerte im Vereinigten Königreich geplant.

5. Yes!   

Fazit: Damit können wir schon ziemlich glücklich sein. 


 





28. Oktober 2025

10 Schallplatten, die uns gut durch den November bringen


10. Austra - Chin up Buttercup (Orange Vinyl) 14.11.2025



9. The Dears - Life is Beautiful! Life is Beautiful! Life is Beau (Gold Vinyl) 7.11.2025






8. Doves - So, Here We Are: Best Of Doves (2 LPs) (Gold Vinyl) 14.11.2025






7. Marillion - Script For A Jester's Tear (2020 Stereo Remix) (Picture Disc) 14.11.2025






6. My Life Story - Joined Up Talking (25th Anniversary Edition) (2 LPs) 28.11.2025






5. James - Nothing But Love - The Definitive Best Of (Limited Edition) (5 LPs) 21.11.2025






4. Betterov - Große Kunst (schwarz-weiß Corona-Vinyl) 7.11.2025






3. White Lies - Night Light (Indie Edition) (Clear Vinyl) 7.11.2025






2. The Mary Onettes - Sworn (black & white splatter Vinyl) 14.11.2025






1. Bloc Party - Silent Alarm (20th Anniversary) (Limited Boxset) (White Vinyl) (4 LPs) 21.11.2025







27. Oktober 2025

Just Mustard - We Were Just Here


Starsailor, Morrissey, Sigur Rós, Tunng, Oasis, Noah And The Whale, Jónsi, Kasabian, Alt-J, Elbow, Yucatan, David Bowie, Slowdive, Soap&Skin, Hail The Ghost, The Notwist, Noel Gallagher und The Cure waren die Gewinner bei Platten vor Gericht seit 2003. Tunng müssen besonders hervor gehoben werden, denn sie konnten als bisher einzige zweimal die Platte des Jahres stellen. 
Wer jetzt mitgezählt hat, dem wird auffallen, dass diese Auflistung nicht vollständig sein kann. Richtig, denn es fehle Arcade Fire, Woodkid und Just Mustard, die mit ihren diesjährigen Alben versuchen, das Kunststück von Tunng zu wiederholen.

Hinsichtlich ihrer Urteile zu „Pink Elephant“ halten sich alle Plattenrichter verdächtigerweise zurück - kein gutes Zeichen. Mit seinem seltsamen Soundtrack „Woodkid For Death Stranding 2: On the Beach“ kann Woodkid nach zwei Bewertungen schon alle Hoffnungen auf einen erneuten Titel bei Platten vor Gericht fahren lassen. Bleibt noch „We Were Just Here“.

Das im irischen Dundalk gegründete und aus Katie Ball (Gesang), David Noonan (Gitarre, Gesang), Mete Kalyon (Gitarre), Rob Clarke (Bass) und Shane Maguire (Schlagzeug) bestehende Quintett hat sich für sein drittes Album drei Jahre Zeit genommen. Wie beim Vorgänger wurden die 10 Songs von Just Mustard selbst produziert und von David Wrench (Primal Scream, Blur, Manic Street Preachers, Blossoms) abgemischt. Besonders der hohe Gesang von Katie Ball weckt Erinnerungen an Alison Shaw von der Dreampop/Shoegaze-Band Cranes, jedoch klingt es so, als müssten diese Kräne einem Noise-Gewitter standhalten und würden aufgrund der ein oder anderen Industrial-Böe ganz schön ins Schwanken geraten. Erstaunlich, wie sich aus dem oftmals kakophonischen Krach und den schrillen Sounds wundervolle Melodien entwinden („Pollyanna“, „We Were Just Here“) und wie David Noonan gleich mehrmals einen stimmlichen Gegenpol zu Katie Ball bildet („Out Of Heaven“, „Somewhere“).

Heart Under“ war den Plattenrichtern 8,625 Punkte wert, „We Were Just Here“ ist noch besser und hoffentlich trudelt Volkers Fehlurteil wieder verspätet ein.

The Cure stellten 2024 unsere Platte des Jahres und Robert Smith nimmt Just Mustard als Vorband nächstes Jahr mit auf Tour - vielleicht hat er ja dann seine eigenen Nachfolger dabei… Der vermutlich zu kurze Auftritt in Berlin vor The Cure wird mir wohl nicht ausreichen, so dass ich drei Monate vorher wohl schon beim Konzert in Köln dabei sein werde:
12.04.26 Hamburg, Nochtspeicher
13.04.26 Köln, Helios 37


Opener ‘Pollyanna’ (that’s a personality type characterised by irrepressible optimism, dictionary fans) erupts like My Bloody Valentine coming up on a pinger, before ‘Endless Deathless’ sets a howling guitar inferno to a thoroughly danceable beat. The drumgasms of ‘That I Might Not See’ and ‘Silver’ make the most of producer David Wrench (FKA Twigs, Frank Ocean, Sampha), with his knack for arty rhythms and turning up the weird running throughout the record. (…)
The title track and true album highlight fuses krautrock and dreampop for a real synthy surprise, while ‘Somewhere’ and ‘Dandelion’ skip through the depths with a lightness of touch that never allows the band to wallow. That’s saved sadly for ‘The Steps’, something of a moment to breathe, but that just never comes to much. It’s a seldom lull on an album reaching skyward, quite literally on the woozy trip-hop of ‘Out Of Heaven’.
Album number three from Just Mustard is a more three-dimensional, glorious noise – reaching for euphoria while capturing the rollercoaster of comedowns and the spaces in between; driving melody through the malaise on a psych-driven neon bullet train. This time, there’s light on the horizon, a once blackened sky now awash with bleach. It’s a blinding effort, full of feeling and perfect for goths twitching to lurk in the shadows of the dancefloor.
(NME)


 


 





26. Oktober 2025

Neko Case - Neon Grey Midnight Green


Für ihr achtes Studioalbum (hinzu kommen neun mit The New Pornographers sowie ein Album zusammen mit Laura Veirs und K.D.Lang) hat Neko Case die Türen zum Studio weit geöffnet, so dass Gitarre, Bass (2), Cello (2), Geige (4), Klarinette, Flöte, Horn (2), Harfe, Oboe, Viola (2), Keyboard, Synthesizer, Schlagzeug, Saxophone, Pedal Steel Guitar und die diese Instrumente spielenden 28 Musikerinnen und Musiker auch Platz fanden.

Das PlainsSong Chamber Orchestra nahm in Denver, Colorado auf, außerdem wurden Studios in Portland und St. Johnsbury gebucht, Neko Case fungierte dabei erstmals allein als Produzentin. Acht der elf Songs schrieb sie zusammen mit Paul Rigby. 
Der Titelsong ist der ungewöhnlich wild rockende Song auf dem Album, an dessen Ende die Streicher besonders dramatisch aufspielen, „Destination“, „An Ice Age“ oder „Oh, Neglect…“ stehen stellvertretend für die Kammerpop-Momente, „Tomboy Gold“ ist ein jazzig-experimentell gehalten und „Louise“ sitzt ziemlich sentimental in einer Bar. Ohne Ausflüge in Richtung Americana oder Alternative Country geht es natürlich trotz der instrumentalen Opulenz nicht. 

Neon Grey Midnight Green“ erscheint 7 Jahre nach „Hell-On“ auf ANTI-Records und zwar als CD und LP (black Vinyl, translucent green Vinyl, clear frosted Vinyl, clear green smoke vinyl, clear gold Vinyl). 


 


Dabei lohnt sich das durchaus, denn Neko hantiert hier mit einem allegorischen Humor, der etwas Märchenhaftes hat. Es ist nur so, dass man sich angesichts all der Haken, Ösen, Wendungen, Stops und Gos, mit der die Auteurin die Struktur den Texten untertan macht, zuweilen ein wenig Geradlinigkeit wünscht – wie sie sie etwa in der a cappella der Moritat „An Ice Age“ demonstriert – bevor auch dieser Song in orchestraler Grandezza verglüht. Bei all dem Bemühen, die Musik so vielschichtig und facettenreich zu gestalten, kam da einfach zuweilen zu viel Kreativität zusammen. 


 


Die LP ist ein emotionaler Nachruf auf viele Kolleg*innen, die in den letzten Jahren aus dem Leben geschieden sind und eine Lücke in Cases Umfeld sowie in der Independent-Szene der USA hinterlassen haben. Wie sehr jeder einzelne Verlust Neko Case geschmerzt hat, zeigen sowohl die Lyrics als auch die Melodien auf „Neon Grey, Midnight Green“. Selten hat eines ihrer Alben bewusster auf das Herz der Hörer*innen gezielt, um es zum Bluten zu bringen. Immer wieder gibt es Momente, in denen die Instrumentierungen verstummen und nur Cases charakteristische Stimme zurückbleibt. Zurück in einem Raum voller Widerhall. Das allein sorgt schon für kalte Schauer und Gänsehautwellen. Wenn dann aber noch die wie immer dynamischen Klangteppiche ausgerollt werden, die viele spannende Elemente und Spielereien enthalten (was besonders bei Experimentalstücken wie „Tomboy Gold“ zu vernehmen ist), steht die Welt gern mal für einen Moment still. Oder sie gerät kurz aus den Fugen, sodass man sie neu zentrieren muss. 


 


25. Oktober 2025

The Cords - The Cords


Die erste Vorladung (XVII-MMXXV)

Personalien:
The Cords sind die beiden Schwestern Eva und Grace Tedeschi aus dem schottischen Greenock. Eva singt und spielt Gitarre, Grace sitzt am Schlagzeug. 

Tathergang:
2023 gründeten sie ihre gemeinsame Band, wenig später folgte in Glasgow ihr erster Live-Auftritt in Glasgow im Vorprogramm von The Vaselines. Weitere Auftritte mit anderen schottioschen indie-Größen wie Camera Obscura oder Belle & Sebastian sollten folgen.
Ihre erste Veröffentlichung erfolgte 2024 in Form von selbst hergestellten Kassetten mit den Songs „Bo’s New Haircut“ und „Rather Not Stay“. Die Weihnachts-Flexi-Single „Favourite Time“ kam im gleichen Jahr bereits mit Unterstützung eines Labels. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum, das mit Hilfe der Produzenten Jonny Scott und Simon Liddell entstand, wurde durch die 7’’ Vinyl Single „Fabulist“ im Juli 2025 angekündigt und zwei Monate später über A Skep Wax bzw. Slumberland Records veröffentlicht.
Ds Album bietet 13 Songs (inklusive der - mit Ausnahme von „Favourite Time“ - oben erwähnten Lieder) in 30 Minuten und ist als CD und LP (Baby Blue Vinyl, Translucent Purple Vinyl) erhältlich.
 
Plädoyer:
Die Mädchen mögen es kurz und knackig, laute Gitarre und lautes Schlagzeug und befinden sich auf der Suche nach dem perfekten Popsong im charmanten, schrammeligen DIY-Indiepop-Universum. Freunden von The Primitives (früher) bis Alvvays (heute) zu empfehlen.   

Zeugen:

Where ‘The Cords’ excels is the character of their songwriting – there’s no inverted commas here, they aren’t riffing on transpotter reference points, it’s simply delightful music played with total transfixing sincerity.
The highlights come thick and fast. From twee-beat opener ‘Fabulist’ to rockabilly stomp ‘October’, from shoegaze-adjacent noise popper ‘You’ to the lush introspection of ‘Weird Feeling’, this debut is a thrill-a-minute.

As you’d expect from the influences, there’s plenty of ‘ba ba ba’s’ amongst the breathless vocals, scuzzy jangling guitars, and solid drumming throughout. There isn’t a ‘weak’ track on the record, which is punky, is Indie Pop, is shoegaze… It’s hard to pick ’standout’ tracks as it’s all so bloody good. If I was pushed, I’d go for the closing track and recent single, When You Say Goodbye, which to my ears (and probably only my ears) sounds like an unholy union of Johnny Thunders and Tallulah Gosh. A heart-rending pop song: it’s deeper, heavier and more immersive than much of the album, but just as catchy… it also serves as a reminder to go back to the start and listen to the album all over again.

Indizien und Beweismittel:


 


 


 


Ortstermine:
Vielleicht ja nächstes Jahr beim Cologne Popfest?

Urteile:
Nun sind die werten Richter gefragt...


24. Oktober 2025

Miles Kane - Sunlight In The Shadows


Retro-Rock in (fast) all’ seinen Facetten: Garage-Rock, Soul-Rock, Psychedelic-Rock, Blues-Rock und Glam-Rock haut uns Miles Kane um die Ohren. Dazu hat er auch den passenden Studiotüftler gefunden, der „Sunlight In The Shadows“ einen scheppernden Seventies-Sound verpasst: Dan Auerbach von The Black Keys. Dieser fungiert, neben Kane und zusammen mit Patrick Carney, Daniel Tashian und Pat McLaughlin, auch als Co-Komponist der 12 Songs und ist Besitzer des in Nashville, Tennessee, ansässigen Labels Easy Eye Sound, auf dem das Album (Black Vinyl, Blue Vinyl, Marble Vinyl, Pink + Black Smoke Vinyl) erschienen ist. Und danach legt man dann wohl zerkratzte Platten von Slade, Rolling Stones und T. Rex auf.


So werden nicht nur Kanes süßliche (Northern-)Soul-Stärken wie etwa im opulenten Opener „Love Is Cruel“ schön sumpf-blumig verschlackt. Andersherum versteht es der Sänger genauso gut, gelegentlich seinen stimmlichen Marc-Bolan-Bonus gewinnbringend einzusetzen. Über die Mit-Neunziger-Charlatans-Umleitung von „Sing A Song To Love“ ist es dann am Ende auch kein allzu weiter Weg mehr zur Classic-Rock-Werdung im Primal Screamschen GIVE OUT BUT DON‘T GIVE UP-Sinne.
Weniger naheliegend, sondern gelungen überraschend ist die Rolling-Stones-Huldigung „Slow Death“, ein aufgemotztes Cover der kalifornischen Garagen-Rocker The Flamin‘ Groovies. Da haben sich definitiv zwei gefunden.


 


 


 




23. Oktober 2025

The Telephone Numbers - Scarecrow II


Sollte es tatsächlich so sein, dass „The Past Is A Garden I Never Fed“ die einzige Veröffentlichung von Glenn Donaldson in diesem Jahr bleiben sollte (ich glaube es erst am späten Abend des 31. Dezember), dann bietet sich für die B-Seite eines Mixtapes diese Platte an. 

The Telephone Numbers sind Thomas Rubenstein (Gesang, Gitarre, Mandoline), Charlie Ertola (Bass), Phil Lantz (Schlagzeug) und Morgan Stanley (Gesang, Gitarre) und sie stammen wie Donaldson aus San Francisco. Und lieben wie er melancholischen Janglepop mit LoFi-Charme. Sie selbst beschreiben diesen recht passend als „pure pop for sad people“.

Was noch? Ach ja, wie Donaldson mögen sie ihre Schallplatten in bunten Farben und daher erscheint „Scarecrow II“ auf Transparent Greenhouse Vinyl. Und apropos Donaldson: The Telephone Numbers haben wohl auch dessen Telefonnummer, denn „Telephone Numers Theme“ wurde gemeinsam mit ihm komponiert. Ins 2021 erschienene Debütalbum „The Ballad Of Doug“ war er sogar noch stärker involviert.

Jetzt ist aber Schluss mit Parallelen. The Telephone Numbers bieten nämlich einen reichhaltigeren Sound, indem sie diesen mit Trompete, Violine, Piano, Orgel oder Glöckchen aufhübschen.   


The band’s sound lives somewhere between the shimmer of ’80s jangle pop and the heart of ’90s college rock. Chiming guitars, steady mid-tempos, and stacked harmonies give Scarecrow II a timeless charm. Subtle touches—acoustic strums, gentle slide guitar, layered vocals—add texture and warmth. It’s the kind of record that feels instantly familiar yet still full of surprise. (…)
Scarecrow II feels like the sound of a band hitting its stride—smarter, sharper, and more self-assured without losing its warmth. The record captures that rare intersection of craftsmanship and sincerity, turning familiar jangle into something quietly transcendent. If this is the path forward, The Telephone Numbers are just getting started.


 


 




22. Oktober 2025

The Last Dinner Party - From The Pyre


Vermutlich ist James Ford der derzeit angesagteste Produzent. So haben in den vergangenen vier Jahren u.a. Pulp („More“), Fontaines D.C. („Romance“), Beth Gibbons („Lives Outgrown“), Pet Shop Boys („Nonetheless“), The Last Dinner Party („Prelude To Ecstacy“), Blur („The Ballad Of Darren“), Depeche Mode („Memento Mori“) und Arctic Monkeys („The Car“) für ihre letzten Alben die Zusammenarbeit mit ihm gesucht. 


 


Kein Wunder, dass Abigail Morris (Gesang), Lizzie Mayland (Gitarre, Gesang), Emily Roberts (Gitarre), Georgia Davies (Bass) und Aurora Nishevci (Keyboards, Gesang) auch ihr zweites Album mit James Ford angingen. Davon zeugen die erste Single „This Is The Killer Speaking“ sowie die Albumtracks „Count The Ways“ und „Woman Is A Tree“, bei denen er als Co-Komponist gelistet ist. Jedoch musste Ford die Aufnahmen verlassen, als bei ihm Leukämie diagnostiziert wurde (seit Juli befindet er sich wohl auf dem Weg der Besserung). Für ihn sprang Markus Dravs ein, auch kein gänzlicher unbekannter Produzent, da er für seine Arbeit mit Arcade Fire, Coldplay und Mumford & Sons mit dem Grammy ausgezeichnet wurde. 


 


Bei Metacritic steht „From The Pyre“ aktuell genau so wie „Prelude To Ecstacy“ bei einem Metascore von 84/100 Punkten. Es gibt also von The Last Dinner Party wieder pompösen Indiepop und glamourösen Art Rock zu hören, der wie das Bindeglied zwischen ABBA und Queen oder Kate Bush und David Bowie klingt.
Das Album ist als CD, kassette und LP (Black Vinyl, Marbled Dusk Vinyl, Picture Disc, Smoked Marble Vinyl, Neon Pink Pantone Vinyl, Green Vinyl, Black Liquid Filled Vinyl) erhältlich.


 


„Agnus Dei“, der erste Track von FROM THE PYRE, beginnt auch gleich mit einer Jaulgitarre und rauscht dann mit strahlendem Glamrock los in den Untergang: „Oh here comes the apocalypse / And I can’t enough of this.“
Doch das ist nur der Auftakt, bevor es durch drei Jahrzehnte Musikgeschichte geht. The Last Dinner Party inszenieren sich theatralisch mit Kostümen und wahlweise knappen oder wallenden Kleidern, die Texte kreisen um Waffen, Sensen, Naturkatastrophen und flammende Infernos, Heilige und Huren, Retter und Schlächter – kurz: Sie besingen ein bisschen blumig den ganz normalen Alltag einer Frau Mitte zwanzig. Trotz des Glams und der großen Geste stehen aber nicht so sehr Queen, sondern eher Fleetwood Macs Stevie Nicks oder PJ Harvey Patin. Eigentlich ist das Musik, die dudelig schnell ins Nervtötende kippen könnte, aber dann doch ins Herz greift. Dazu braucht man Chuzpe, und so wirkt FROM THE PYRE unglaublich modern, obwohl der Sound völlig aus Zeit gefallen scheint.


21. Oktober 2025

Of Monsters And Men - All Is Love And Pain In The Mouse Parade


Dass ein und das selbe Album gleich zweimal eine Vorladung zu Platten vor Gericht erhält, kommt höchst selten vor. Bei „My Head Is an Animal“, dem Debütalbum von Of Monsters And Men, war dies der Fall. Im Jahr der ursprünglichen Veröffentlichung, 2011, wollte es niemand so recht hören und bewerten, dann zündete die Single „Little Talks“ und katapultierte die Isländer überall in Charts, auf Kompilations und ins Radio sowie Fernsehen. Aufgrund dieses Erfolgs wurde das Album mit neuem Artwork und minimal veränderter Songliste erneut veröffentlicht, diesmal weltweit. Es folgte die angesprochene erneute Vorladung, aus der 7,667 Punkte und Platz 17 bei Platten vor Gericht resultierten.  
Für die beiden Nachfolger ließen sich die Isländer jeweils rund vier Jahre Zeit, den guten Punktedurchschnitt und die damit einher gehende Platzierung konnten sie nicht wiederholen. „Beneath The Skin“ (2015) und „Fever Dream“ (2019) erreichten nur noch 6,900 bzw. 6,250 Punkte.

In den sechs Jahren, die seit ihrem letzten Album vergangen sind, haben wohl auch Nanna Bryndís Hilmarsdóttir (Gesang, Gitarre), Ragnar Þórhallsson (Gesang, Gitarre), Brynjar Leifsson (Gitarre), Kristján Páll Kristjánsson (Bass) und Arnar Rósenkranz Hilmarsson (Schlagzeug) erkannt, dass die wuchtigen Beats, scheppern Synthie-Sounds und Stimmverzerrer, die auf „Fever Dream“ verstärkt zum Einsatz kamen, ein Fehler waren. Of Monsters And Men kehren mit ihrem vierten, selbst produzierten Album zu ihrem ursprünglichen Ansatz zurück: Der wechselhafte Gesang zwischen der sanften Stimme von Nanna Hilmarsdóttir und dem rauen Gesang Ragnar Þórhallssons bleibt unverzerrt, die Mischung aus intimem Balladen, melancholischem Indiepop und mitreißendem Folkrock stimmt wieder, genau so wie die eingängigen Melodien, auch wenn ihnen kein zweites „Little Talks“ gelingt. 

„All Is Love And Pain In The Mouse Parade“ dürfte das zweitbeste Album von Of Monsters And Men sein und ist als CD und LP (Black Vinyl, Olive Vinyl, Tangerine Vinyl) erhältlich. Dass das Album bei 13 Songs zwei Schallplatten benötigt, ist fast allein dem über 8-minütigen, epischen „Fruit Bat“ zuzuschreiben, das die Laufzeit auf über 53 Minuten anhebt. Die Isländer müssen nicht befürchten, dass sie in der Zwischenzeit in Vergessenheit geraten sind, denn das erste und das letzte Konzert ihrer Deutschlandtour im nächsten Jahr sind bereits ausverkauft:
06.03.2026 München, Backstage
07.03.2026 Köln, Carlswerk Victoria
09.03.2026 Hamburg, Docks
10.03.2026 Berlin, Huxleys


 


Meanwhile, “Dream Team” adds bright textures with a sound that reminds you of the sun rising. This is as “The Actor” is soft and gentle, approaching your ears and mind cautiously, like a soft feather or a wisp. Joining these, “Tuna in a Can” is a motivating track that even gets you to sway along a bit. Then you have “Barefoot in Snow” coming on with an upbeat rhythm and thoughtful lyrics, while “Fruit Bat” once more evokes relaxing sensations with delicate piano keys.
Honestly, it is a balancing act of moods throughout the album. Further proof of such is that other tracks like “Kamikaze” and “Ordinary Creature pick up the pace at times, before “The Towering Skyscraper at the End of the Road” becomes mellow with a heartfelt emotion. This is as “Styrofoam Cathedral” comes with an almost hypnotic chorus, “The Block” brings along more inviting melody, and “Mouse Parade” and “The End” cap off the collection perfectly. 
In the end, Of Monsters And Men have created a brilliant new album that gets your mind wandering in the most delightful manner possible. The ethereal, fairy-like melodies are combined with beautiful vocals and many harmonies that will go straight to your heart.


 


20. Oktober 2025

Other Lives - Volume V


Sowohl das noch unter dem ursprünglichen Bandnamen Kunek veröffentlichte „Flight Of The Flyns“ (2006) als auch das selbstbetitelte Debütalbum (2009) als Other Lives liefen noch größtenteils unbemerkt von der Öffentlichkeit. Dies änderte es sich erst mit „Tamer Animals“, das nicht nur die Serie erster kleinerer Chart-Erfolge anstoßen sondern auch bei Platten vor Gericht mit 8,500 Punkten bis auf Platz 2 der Charts 2011 klettern konnte. „Rituals“ (2015) war ein kleiner Durchhänger (7,000 Punkte und unter „ferner liefen“ platziert), aber auf „For Their Love“ (2020) zeigten sich Other Lives wieder in voller Pracht, so dass den Plattenrichtern 8,125 Punkte und Platz 3 angemessen erschienen.

Mittlerweile sind weitere fünf Jahre ins Land gegangen, in denen die Fünf an ihrem fünften Studioalbum arbeiteten, das den passenden Titel „Volume V“ trägt. Und möglicherweise erreichen die Eheleute Jesse und Kim Tabish mit ihren Bandkollegen Jonathon Mooney, Josh Onstott und Danny Reisch damit neue bandinterne Höchstwerte hinsichtlich der Kategorien „Opulenz“, „Kitsch“, „Drama“ und „Pathos“. Aufgenommen wurde das Album in einer ehemaligen Kirche und heutigem Museum in ihrer Heimat Stillwater in Oklahoma - ein passender Ort für diesen pastoralen, melancholischen Baroque Pop und orchestralen, cineastischen Folkrock. 

Volume V“ bietet 8 Songs sowie zwei instrumentale Stücke, überrascht aber mit einer Kürze von unter 32 Minuten. Freunde von Ennio Morricone, Mercury Rev und The Flaming Lips sollten sich die CD oder LP (Black Vinyl, Transparent Vinyl) anhören und vielleicht zücken ja auch die Plattenrichter wieder Höchstnoten.


 


Dass "Volume V" die 30-Minuten-Grenze nur denkbar knapp überschreitet, tut dem Album gut. Ob die emotionale Wirkung des Dauer-Pathos noch wesentlich länger funktioniert hätte, darf bezweifelt werden. So aber rundet "The wake", mit Akustikgitarre, Tamburin und Mundharmonika vergleichsweise dezent instrumentiert, eine dieser seltenen LPs ab, bei denen man inexistente Ecken und Kanten nicht vermisst. Im Gegenteil, man freut sich über den Kokon, in den Other Lives einen eine halbe Stunde lang hüllen, einen Kokon der vermeintlich Banales wie Sakrales erscheinen lässt. (…) Other Lives jedenfalls bleiben glücklicherweise ganz sie selbst.

So schlicht der Albumtitel wirken mag, so überschwänglich ist die Musik dahinter. Mit Streichern, Bläsern und klassischen Folk-Instrumenten legen Other Lives eine weiche Decke über die Szenerien, die sie besingen.
Jeder einzelne Song trägt in seiner sanften Großmut den Anspruch, eine Breitbild-Naturaufnahme eines Blockbusters zu untermalen. Auf eine gute Weise.
Den Gesang teilen sich die Eheleute Jesse Tabish und Kim Tabish fair auf, die Melodien schwingen dabei im Referenzraum von Arcade Fire über The National bis zu Of Monsters And Men. Wenn auch nur eine dieser Bands bei euch auf Heavy Rotation läuft, ist dieses Album ein absolutes Jahreshighlight.





19. Oktober 2025

Tame Impala - Deadbeat


10 Fakten zum neuen Album von Tame Impala:

1. 4 Jahre, 6 Monate und 28 Tage lagen zwischen „Currents“ (2015) und „The Slow Rush“ (2020). Bereits damals erwähnte Parker, dass das nächste Album nicht so lange dauern würde, da er „eine Fülle von Ideen“ habe, im Februar 2022 bestätigte er in einem Interview erneut, dass er ein weiteres Tame-Impala-Album früher fertigstellen werde, als es für ihn bisher üblich war.
Nun ist „Deadbeat“ erschienen - 5 Jahre, 8 Monate und 3 Tage nach seinem Vorgänger. Zielvorgabe deutlich verfehlt.

2. Alle fünf Studioalben von Tame Impala laufen über 50 Minuten. Da macht auch „Deadbeat“ keine Ausnahme, denn die 12 Titel dauern zusammen 56.=5 Minuten. Damit setzt sich das Album im internen Laufzeiten-Ranking hinter „The Slow Rush“ (57:16 Minuten) auf Platz 2. 

3. Platz 2 dürfte für Kevin Parker in seiner australischen Heimat keine Option sein, denn sowohl „Currents“ (2015) als auch „The Slow Rush“ (2020) erreichten dort Platz 1. Im Vereinigten Königreich gilt es Platz 3 („The Slow Rush“) zu toppen, in Deutschland gelang seinem letzten Album erstmals der Sprung in die Top Ten, zu übertreffen ist Rang 7.

4. Das Cover stellt einen großen visuellen Wandel dar. Es zeigt ein ungeschöntes, unscharfes Schwarz-Weiß-Foto von Kevin Parker und einem seiner Kinder, was ein deutlicher Bruch mit den abstrakten, psychedelischen Cover-Artworks der Vorgängeralben ist. Bei dem Kind handelt es sich um Peach, die 2021 geboren wurde. Töchterchen Nummer 2, Rose, kam im Mai 2025 zur Welt.  


 


5. Zwei Monate später gab es mit „End Of Summer“ die erste Single aus „Deadbeat“ zu hören, die auch als 12’’ Single veröffentlicht wurde. Den Einzug in die Charts in Australien schaffte sie nicht, dort bleibt „The Less I Know The Better“ (#17) Tame Impalas größter Hit. Das dazugehörige Video stammt vom US-amerikanischen Regisseur und Fotografen Julian Klincewicz:


 


6. Die im September veröffentlichten Singles „Loser“ und „Dracula“ erreichten in Australien die Charts (#95 bzw. #84). Im Vereinigten Königreich konnte Parker mit der dritten Single aus dem Album erstmals die Top 40 knacken. Im Video zu „Loser“, vom Regisseur Sam Kristofski, sehen wir Joe Keery aus „Stranger Things“, das Video zu „Dracula“ stammt erneut von Julian Klincewicz.


 


7. „Deadbeat“ ist die erste Veröffentlichung von Tame Impala über Columbia Records. Das Album ist als CD, Kassette und Doppel-LP (black Vinyl) erhältlich. 

8. Die limitierten Auflagen der Schallplatte gibt es auf Coke Bottle Clear Vinyl, Bluejay Blue Vinyl, Yellow Vinyl und Smoke Vinyl.  


Tame Impala’s fifth album is unlike anything Parker’s musical moniker has released to date. More consistent in emotional tone than his previous records, Deadbeat finds club-friendly techno nestled amongst sparser, more minimal creations. (…) 
For Deadbeat, Parker seems to have abandoned his quest for perfection in favour of pulling on threads of inspiration, then rolling about and luxuriating in whatever unravels. Nothing’s off limits or overbaked, Parker just lets his freak flag guide him.


9. Das Album wurde von Kevin Parker selbst produziert und entstand in Australien in seinem Home Studio in Fremantle sowie in seinem Wave House Studio in Injidup. Drei Songs komponierte Parker zusammen mit der australischen Musikerin Sarah Aarons („Dracula“, „Oblivion“ und „Afterthought“).

10. Gleich für fünf Konzerte wird Tame Impala im nächsten Jahr nach Deutschland kommen. Tickets kosten zwischen 70,- und 110,- €, das sind die Termine:
16.04.26 München, Olympiahalle
23.04.26 Hamburg, Barclays Arena
29.04.26 Berlin, Uber Arena
30.04.26 Frankfurt, Festhalle
01.05.26 Düsseldorf, PSD Bank Dome