The resulting album is, predictably, a devastating listen. A seamless blend of its creators’ sensibilities, these eight tracks fuse Arnalds’ gentle pianos and crisp soundscapes with French’s poignant electronica and singular voice. It’s the remarkable textural synchronicity of these artistic polarities that gives the album its heart-clasping power. On “Signs,” one of A Dawning’s most soaring tracks (though still as gentle as a snowflake falling on the tip of your nose), beautiful vocals and intricate piano follow a heartbeat-like pulse, as if the two musicians’ souls are colliding. “west cork, 12 feb” takes a far different route to the same destination, abstracting French’s voice atop some of Arnalds’ most simple piano lines, dissipating into the ether like two souls heading in different directions. (…)What’s perhaps most incredible about A Dawning is that, despite the circumstances of its creation, it never feels just plain sad. The emotions being explored here are so much richer, more complicated, and more transcendent than that. A top-to-bottom success and one of the most emotionally resonant albums you’ll hear this year, A Dawning will set your soul soaring.
31. Juli 2025
Ólafur Arnalds & Talos - A Dawning
30. Juli 2025
Message To Bears - Tired Eyes, Waking Hearts
Tired Eyes, Waking Hearts is a tight, immersive ride through ambient orchestral layers and folktronica beats, with the spotlight track ‘Capsize’ delivering a raw snapshot of emotional tug-of-war—think swelling strings and soft piano clashing with glitchy electronics and field recordings. The album’s got roots in the moody intensity of Explosions In the Sky and the soul-baring simplicity of José González, making it a perfect fit for fans of Sufjan Stevens or Ry X. It’s all about capturing that shift from chaos to calm, with every note meticulously placed to pull you into its world. (…)Whether you’re a longtime follower or just diving in, this album’s a standout in the Message To Bears catalog, proof that Alexander’s still got plenty to say through his music.
29. Juli 2025
Allo Darlin’ - Bright Nights
Die pandemische Einsamkeit führte zu Zoom-Calls. Und die Zoom-Calls führten zu neuen Songs – und zu BRIGHT NIGHTS. Die, das wird die Anhängerschaft des Quartetts beruhigen, bewegen sich in einem ähnlichen Koordinatensystem wie das bisherige Material; wohl aber erscheint die Band gewachsen, das zeigt schon der Opener „Leaves In The Spring“. Zu einer akustischen Gitarre und ein paar Slide-Gitarrenakkorden singt Morris hier: „I’m not afraid when I’m with you / Though we’re getting older but we know it.“Nicht der einzige Song auf dem Album, der tief verankerte Liebesverbindungen bilanziert, vielleicht aber der schönste, weil er diesen (sehr sanften) Schlachtruf bereit hält. Denn das können Allo Darlin’ immer noch: Kleine Sätze singen, die überhaupt nicht kompliziert sind, aber ins Schwarze treffen. Zu kleinen Melodien, die hängen bleiben. Und zu Arrangements, die sich vielleicht ein bisserl mehr Rock trauen als früher. Im abschließenden Titelsong wird eine „family of musicians“ beschrieben, die nach allen Katastrophen ihre Instrumente nimmt und loslegt. Berührend. Und auch als Beschreibung dieser Band zu lesen. Schön, dass sie zurück ist.
28. Juli 2025
We Are Scientists - Qualifiying Miles
Der Druck, der Perfektionismus, das Denken an die geschäftlichen Dinge rund um den Release wichen dem simplen Songschreiben und dem gemeinsamen Jammen. Diesen Vibe tragen sowohl die schlaue, tanzbare Single "Please don't say it" also auch das beinahe Weezer-eske "The big one"auf der befreiten Brust, während "The same mistakes" seine Melodie nur zu gern in dezentes Synthie-Gewand kleidet. Und so überzeugt "Qualifiying miles" nicht zuletzt durch Abwechslung. Und, sagten wir das schon? Durch Melancholie.
Mit dem weiter ausholenden „A Prelude To What“ etablieren Keith Murray und Chris Cain diese Stimmungslage für ihr neuntes Album vom Start weg, um sie dann weiter aufzufächern.Etwa wenn Murray im halb akustischen Waltz „Dead Letters“ halbwegs ratlos alte Korrespondenzen sichtet. Klang so nicht schon die bessere Hälfte der Neunziger? Wenn amtliche Gitarren einer erhöhten Pop-Sensibilität nicht im Wege stehen, schon. Nur mit „Indie“ kann man das nicht mehr stempeln. Oder doch wieder?
27. Juli 2025
Puder - Aha. Ok. Let’s Surf The Planet.
„Aha. Ok. Let’s surf the planet“ ist ein bestechend ruhiges Werk. Selbstbewusst spielt es mit Stimme, den Worten und fast beiläufig eingestreuten Schnipseln. Es schwebt dabei locker zwischen dem historischen Folk und dem modernen Design der Electronic. Sowas darf auf vielen Ebenen funktionieren und die Kraft haben auch mit der Stimme und dem Chor zu überzeugen.Die Versatzstücke sind vielgestaltig, die Kompositionen faszinierend ausgereift. Puder hat sich die Zeit gelassen, die Landschaft auszurollen, die Ruhe zu nutzen und Dinge zu gestalten, die sich daraus ergeben. Das Bild, das dabei entsteht, kommt in kräftigen Tönen und Farben, die zu einer Wanderung, wie einer Stadtreise mit Festival-, Kneipenbesuch und dunklen Gassen, passt.Selbst in den Titeln offenbart sich eine gelassene Zurückhaltung, die dem Werk entspricht und geradezu gemacht ist, für offene Fenster, Sonntage im Bett und dem Vogelgezwitscher am Morgen : „On my sofa“, „I don’t wanna wake up“ oder „Dreamer’s disease“.Alles in allem, ein überraschendes, wunderschönes und empfehlenswertes Werk, das euch in den nächsten Monaten begleiten sollte.
25. Juli 2025
Ekkstacy - Forever
Grundsätzlich hat EKKSTACY mit "Forever" einen recht stimmigen Langspieler im Grenzbereich von Indie Rock und düsteren Dark-Wave-Elementen eingespielt. Eigentlich gefällt mir auch dieser grobe Querchnitt zwischen SMASHING PUMPKINS-Melancholie und den eigenwilligen Versatzstücken, die MARILYN MANSON auf dem "Mechanical Animals"-Jahrhundertwerk zusammengeschoben hat. Leider jedoch ist der Solokünstler aus Vancouver bei der Ausgestaltung seiner Songs manchmal eine Spur zu konsequent, setzt hier und dort sehr abrupte Enden und lässt die emotionale Tiefe seiner neuen Stücke nicht noch etwas weiter reifen. Dies ist insofern nicht allzu verwerflich, da die Gefühlswelten des kanadischen Musikers definitiv auf den Zuhörer übertragen werden. Doch gerade in den etwas intimeren Momenten geht es auf "Forever" gelegentlich ein bisschen zu schnell, und in den Punkten, in denen man gerne auch noch etwas länger auf den Harmonien hätte "herumreiten" können, fehlt dann der letzte Funke Überzeugungskraft.
23. Juli 2025
Blondshell - If You Asked For A Picture
Stilistisch bedienen sich Blondshell und Produzent Yves Rothman dabei erneut aller gängigen Spielarten angesagter Indie-Rock-, Post-Punk-, Schrammelpop- und Alt-Songwriter-Stilistiken. Interessanterweise sagt Sabrina ja, dass sie sich dabei von Klischees männlicher Acts inspirieren lasse, die sie dann spielerisch aus einer weiblichen Perspektive interpretiere – was vielleicht auch erklärt, dass ihre Musik nicht nur bei jungen, weiblichen Fans gut ankommt. Ab dem Song „23’s A Baby“ – einer Reflexion über eine Eltern/Kind-Beziehung – kommen dann langsam wieder jene hymnischen Momente mit ausholenden Melodiebögen, Breitwand-Power-Chords, Mitsing-Refrains, Chorgesängen und elaborierten Zwischenspielen, Bridges und Soli zum Tragen, die bereits das selbstbetitelte Debütalbum so essentiell gemacht hatten. Letztlich funktioniert diese Dramaturgie aber – denn über die bis zum Ende der Scheibe immer besseren Songs wird ein Spannungsbogen erzeugt, dem man sich als Zuhörer kaum entziehen kann. Es ist ja immer wichtig, wenn es auf der schwierigen zweiten Scheibe bereits eine erkennbare künstlerische Weiterentwicklung zu beobachten gibt – uns das ist bei „If You Asked For A Picture“ zweifelsohne der Fall.
21. Juli 2025
Flunk - Take Me Places
19. Juli 2025
Roller Derby - When The Night Comes
Am stärksten sind Roller Derby jedoch vor allem, wenn sie die Schwermut einmal nicht hinter einem Lächeln verstecken, sondern ihr allen Raum lassen, den sie einfordert, und dazu dann auch gewichtigere Akkorde anschlagen: "Silver jet" zieht hier alle Register und maximiert die ganze Dramatik, die sonst oft nur angedeutet wird. Ähnlich angedüstert daher kommt "Your love is a lie", dessen Gitarrenlinie sich unerbittlich ins Hirn schraubt – Johnny Marr würde bestimmt stolz und zustimmend nicken, wenn er Sorias Arbeit lauschte, besonders auch in "Goodbye". Dennoch überlässt "Emily's dance" wieder den Synthesizern die Hauptrolle und gesellt sich zu den Highlights. Obwohl manches zunächst ein wenig vorhersehbar erscheint, gilt spätestens, wenn "In spring" im akustisch angehauchten 60er-Pop landet und interessanterweise entfernt an Lady Gagas und Bradley Coopers "Shallow" erinnert: Bloß nicht unterschätzen!
17. Juli 2025
Wolfgang Flür - Times
Daher bietet TIMES genau den hypermelodischen Synthie-und-Roboterstimmen-Electropop, den man erwartet. Flürs Thema ist der Wandel der Zeiten. Er zitiert das "Hildebrandlied" aus dem 9. Jahrhundert, und bringt die Modell-Idee mit "Posh" auf einen neueren Stand. Er analysiert die Kraft des Kinos und lässt den Kraftwerk-Artworker Emil Schult über einen "Planet in Fever" reflektieren. Man könnte denken: Die Freude auf die Zukunft war gestern, heute regiert die Sorge. Aber dann gibt es Momente der Hoffnung - immer dann, wenn Flür ungewohnte Stimmen einfließen lässt. Zum Beispiel einen weiblichen Chor im Stil von Andreas Doraus' Marinas, der hilft, den besten Track "Über_All" zum tollen Popsong zu machen. Inklusive unverkennbarer Basslinie eines weiteren Gastes: Peter Hook.
16. Juli 2025
Die Zärtlichkeit - Popsongs
Auf dem zwei Jahre alten Debüt von Die Zärtlichkeit spielte Jangle-Pop noch eine größere Rolle, der Einfluss von Bands wie The Smiths war unverkennbar. Dabei schien ein Song auch clever Morrisseys enttäuschende Irrungen und Wirrungen zu verhandeln, ohne konkret Namen zu nennen. POPSONGS, das zweite Album des Quartetts, wirkt etwas rougher.Das gilt für den Ohrwurm „Vienna“, „Angst“ und auch den rockigen Titelsong. (…)Im besonders melodischen „Mixtape“ singt Andreas Fischer melancholisch von Dachböden und archivierter Vergangenheit, die ein Eigenleben entwickelt hat. „Schlechtes Vorbild“ klingt eher heiter, widmet sich aber Desillusionen und früheren Helden, die man heute durchschaut hat. Tobias Emmerichs eingängiges Gitarrenspiel passt zu den mehrdeutigen Texten. Endlich denkt eine Band mal an Menschen, die sich im Frühling zu Hause einsperren und diese diffuse Angst aus den unendlich langen Schulferien nicht vergessen haben. Diese POPSONGS sind eindeutig großartig.
15. Juli 2025
Die Heiterkeit - Schwarze Magie
Getragen ist das Tempo, gedeckt die Melodien, lyrisch die Sprache, gedämpft die Stimmung, aber man folgt der Wahlberlinerin gern und willig in die Angst vor den eigenen Träumen („Alles was ich je geträumt habe“), betrauert mit ihr das allgemeine Vergehen (das wundervolle „Wenn etwas Schönes stirbt“) oder hört ihr zu, wie sie sich lakonisch in Richtungslosigkeit und Zukunftsangst verliert: „Ich fürchte fast, wir sitzen alle in der Falle“ („Wie stehen die Chancen“). (…)Doch schnell sind wir zurück im Weltschmerzmodus, jeder Song ist noch berührender als der eben vergangene, man kommt aus dem Tränenverdrücken gar nicht mehr heraus, und eher früher als später stellt er sich ein, der heilende Effekt mutwillig herbeigeführter Trübseligkeit, die sich auch deshalb in Trost verwandelt, weil Sommer immer wieder vorsichtig die Hoffnung aufblitzen lässt.
14. Juli 2025
Mieze Katz - Dafür oder dagegen
Ihr Soloalbum ist ernsthaft und mit Verve bemüht, das starke Band, das Flintas in der Musikbranche und darüber hinaus verbindet, in Szene zu setzen. Jedes Stück von DAGEGEN ODER DAFÜR entstand in Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Musiker:innen und setzt so auf Kooperation statt Alleingang. Miss Platnum, Antje Schomaker oder Eva Briegel, um nur einige zu nennen, sind Duettpartnerinnen. So weit, so löblich. Allein das Ergebnis dieses Vorhabens kann nicht so ganz überzeugen, denn statt starke, polarisierende Positionen zu bespielen, wie es der Albumtitel irgendwie nahelegt, wird thematisch durchgekaut, was bereits viele andere vorher dachten und formulierten, nur in harmlos und uneindeutig. Äußerst vorsichtig wird musikalisch umgesetzt, was sorgendurchwebte Tagträumereien oder Berlin-Mitte-Überzeugungen so hergeben.Der Titeltrack gemahnt an den schlagerhaften Fernsehgartensound von Kerstin Ott, bei "Cool" hat man das Gefühl, einem etwas zu schnell abgespielten Stück von Helene Fischer zuzuhören. Was Mieze Katz macht, ist moderner Schlager. Das wäre ja nicht schlimm, würde nicht durchschimmern, dass etwas anderes gewollt ist.
11. Juli 2025
The Reds, Pinks & Purples - The Past Is A Garden I Never Fed
From the first clatter of drums and squalling guitars on The World Doesn’t Need Another Band, we are in the familiar territory of lo-fi textures, chiming guitar chords, and vocals that feel like overheard monologues. Donaldson’s singing is less about fronting a band and more about wistfully narrating a life. Even the more energetic cuts (I Only Ever Wanted To See You Fail, Your Cult Is on Fire) carry that reluctant acceptance that defines his songwriting.The album moves with a rhythm that reflects its subject matter of day jobs, toxic friends, inner demons, and minor transgressions. Slow Torture Of An Hourly Wage feels like a thesis statement: its skipping drums and stabbing guitar chords conjure the numbing grind of precarious employment, while the keys briefly suggest something loftier. Elsewhere, You’re Never Safe From Yourself channels that anxious propulsion into something anthemic, as the drums push the song forward with a purposeful urgency.But it is the quieter moments that linger. Richard In The Age Of The Corporation offers a Jarvis Cocker like study in weary observation, with circling guitar lines and lawyerly poise. And the final track, There Must Be A Pill For This, stands out for its finger-picked acoustic guitar, echoing vocals, and abrupt end that feels like the title is a question left hanging.
10. Juli 2025
Wet Leg - Moisturizer
9. Juli 2025
Jeanines - How Long Can It Last
Songs like opening track “To Fail” or “What’s Lost” bear some similarities to the straightforward catchiness of beloved indie bands like Black Tambourine or the Aislers Set, but the Jeanines’ choice to dial back the girl group reverb that those bands relished reveals grimmer lyrical perspectives and a more-earthbound pop sensibility. Parts of the Jeanines’ sound harkens back to the moody mystique of ‘60s bands that were finding their way between folk-rock and psychedelia. In particular, the choral-esque vocal arrangement on “You Can’t Get It Back” is reminiscent of the baroque harmonies of certain songs by the Zombies or the Left Banke, and flashes of electric 12-string guitar amplify the influence of the Byrds or later inspirational bands from the Paisley Underground scene of 1980’s Los Angeles. Folk-rock harmonies and guitar jangle meet with a newfound mod shuffle on standout track “On and On,” a song that can’t quite decide if it's ready to dance or grieve a lost love but still remains strange and captivating for the entirety of its 93-second run time.
8. Juli 2025
Lightheaded - Thinking, Dreaming, Scheming
Lightheaded makes a muscular kind of twee pop, with shimmering, wafting, girl-group vocals floating above a surprisingly emphatic foundation of rock-oriented guitars and drums. The opening track of this third full-length, “Same Drop” is feather-light but grounded, juxtaposing swoony, dreamy vocals with clarion runs of guitar and a trailing rattle of tambourine. (…)This album is backloaded, with several of the best tracks coming right at the end, like the Left Banke-ish folk psychedelic “Garden” and “Patti Girl” which shares the same guitar lick, but in a more rock setting. Doo-woppy “Love Is Overrated” is just as good, with its stop-stepping, Phil Spector rhythm (boom bah-boom-boom etc.) and wheedling organ threads. The vocals don’t come in until nearly halfway through, but when they do, surrounded by string flourishes, they bloom like night flowers, sweet, overwhelmingly so, but touched with mystery and sadness.
7. Juli 2025
Loch Lomond / Completions - Split
6. Juli 2025
Big Special - National average
Mit ihrem Debüt „Postindustrial Hometown Blues“ haben Big Special im vergangenen Jahr eine Schneise durch die britische Musiklandschaft geschlagen – irgendwo zwischen Wut, Working-Class-Poetry und Post-Punk. Nun legten sie unangekündigt mit „National Average“ nach und liefern ein Album, welches dem Vorgänger nicht nachsteht.
Schon der Opener macht klar: Big Special bleiben laut, bleiben politisch, bleiben poetisch. Doch diesmal ist da mehr Raum für Melodie, für Nachdenklichkeit, für Zwischentöne. Die Produktion ist klarer, die Arrangements mutiger, die Texte noch immer voller Dringlichkeit. Und die Wut und das Engagement des Duos ist jederzeit spürbar.
Besonders herausragend ist „Get Back Safe“. Ein Song, der sich wie eine Umarmung anfühlt in einer Welt, die oft nur mit den Fäusten spricht. Hier zeigt sich die Band von ihrer verletzlichen Seite, ohne an Kraft zu verlieren. Weitere Highlights des Albums sind "The mess", "Yes boss", "Shop music" und "Domestic bliss".
Und während „National Average“ neue Wege geht, bleibt auch Platz für Rückbezüge: „Black Dog/White Horse“, ursprünglich auf dem Debütalbum erschienen, hallt nach wie vor nach – für mich einer der Hits des Jahres 2024.
„National Average“ ist kein einfaches Album. Es ist ein Album, das fordert – aber auch belohnt. Es ist wütend, zärtlich, politisch, poetisch. Und es zeigt: Big Special sind gekommen, um zu bleiben. Innerhalb eines Jahres ist die Band bereits merklich gereift und hat dabei an nachhaltiger Wucht gewonnen.
Big Special have created an album here that uses their original blueprint from Post Industrial Hometown Blues, yet smashes it to pieces with a dark and exhilarating album that challenges the brain with some pop moments a la Yard Act without the poncy art bollocks.
"God save he pony":
Big Special live in Deutschland:
- 18.09. Hamburg (Reeperbahn Festival)
- 15.10. Hannover
- 16.10. Berlin
- 25.10. München
- 28.10. Köln
4. Juli 2025
Haim - I Quit
Und doch besteht ein Unterschied zum Vorgängeralbum: Die dunklen Wolken haben sich verzogen und einem stahlblauen Himmel Platz gemacht, Haim arbeiten konziser, bewegen sich näher am klassischen Song entlang als jemals zuvor, wenn sie dadurch auch durch die verschiedensten Räume lustwandeln.Wir hören, wie die drei sich analogen Strukturen annähern, „Take Me Back“ leckt an Folk und Indie-Rock im Violent-Femmes-Sinne. Auf „Gone“ und „Cry“ winken sie Richtung Soul und Gospel. „Love You Right“ führt ohne Umwege zu den Fleetwood Mac der RUMOURS-Ära, während „Spinning“ auf einem Disco-Beat läuft.Man mag das als angenehm eklektisch oder irritierend konturlos empfinden, aber doch verhält es sich so: All diese Songs sind so präzise in Szene gesetzt und so smart um die Stimmen der drei angelegt, dass ein sehr konsistenter Musikfluss entsteht, zumal Haim immer dann, wenn es allzu gemütlich zu werden droht, doch noch Bömbchen werfen, seien es die Drone-Gitarren in „Lucky Stars“ oder der stolpernde Beat in „Blood In The Street“.































