14. September 2026

Chelsea Wolfe - The Dark


„Würde ich jemanden kennen, der gern Fever Ray, Björk, Zola Jesus, Portishead und Nine Inch Nails hört, ich würde ihm „She Reaches Out To She Reaches Out To She“ empfehlen.“ Hat vor zwei Jahren funktioniert: Ingo vergab 8 Punkte an Chelsea Wolfe.

Leider kann ich diese Referenzen für „The Dark“ nicht eins zu eins wiederholen, da sich Chelsea Wolfe nach den stark elektronisch geprägten Ausflügen auf dem Vorgängeralbum für ihr neuntes Studioalbum wieder an organischeren Instrumenten orientiert. Das Album behandelt Themen der Selbsterhaltung, Introspektion sowie das Verarbeiten vergangener toxischer Einflüsse und wickelt diesen in düsteren Folk mit Ausflügen in ätherischen Gothic Rock, avantgardistischen Artpop und schwermütigen Alternative Rock.

Zwar arbeitete Chelsea Wolfe für „The Dark“ wieder mit ihrem langjährigen Partner Ben Chisholm zusammen, jedoch wurde Jennifer Decilveo (Porridge Radio, Kylie Minogue, Miley Cyrus, Marina, Bat For Lashes) neu ins Songwriter- und Produzenten-Team aufgenommen. 
Mit Stella Mozgawa (Warpaint), Robin Finck (Nine Inch Nails), Troy Van Leeuwen (Queens Of The Stone Age) und weiteren bekannten Studiomusikern, wie Matt Chamberlain (Tori Amos, Fiona Apple) oder Justin Meldal-Johnsen (Beck, St. Vincent), wurden insgesamt 10 Songs aufgenommen.

The Dark“ wurde am 21. August als CD, Kassette und LP (Smoke Colored Vinyl, Electric Smoke Vinyl, Forest Green Vinyl, Dark Grass Green Vinyl, Gold Forest Vinyl, Black Vinyl) veröffentlicht und steht aktuell bei einem Metascore von 79/100. 

Jetzt darf man auf Ingos Urteil gespannt sein, wenn sich die Referenzen eher in Richtung PJ Harvey, Lana Del Rey, Ethel Cain, Mazzy Star, Evanescence und Nine Inch Nails verschoben haben...


 


 


Das Ergebnis klingt offener, direkter und ist stärker auf das Songwriting fokussiert, ohne dass Chelsea Wolfes unverwechselbare Atmosphäre verloren geht.
Obwohl das Album weniger experimentell ausfällt als sein Vorgänger, entfaltet es eine spürbar größere emotionale Nähe. CHELSEA WOLFE verarbeitet darauf erneut persönliche Erfahrungen und verleiht den Songs dadurch eine bemerkenswerte Glaubwürdigkeit. Stücke wie „Swallower” oder „Death Is Not The End” verbinden die melancholische Tiefe früherer Werke mit Wolves aktueller musikalischer Ausrichtung. Gothic Rock, dunkler Folk und dezente Reminiszenzen an Alben wie „Pain Is Beauty“ oder „Birth of Violence“ verschmelzen zu einem stimmigen Gesamtbild, das irgendwie vertraut wirkt, aber doch klar eine neue Nuance aufzeigt.


 




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