Dass auf „Versions“ (2023), dem zuletzt veröffentlichten Cover-Album von The Anchoress, kein Song von Mansun sein würde, war absehbar. Denn Catherine Anne Davies wurde im November 2022 eine sechsmonatige Stalking-Schutzanordnung gegen ihren langjährigen musikalischen Partner Paul Draper zugesprochen. Dem ehemaligen Frontmann von Mansun wurde vorgeworfen, Davies gestalkt und „beleidigende sowie sexuell geprägte“ Nachrichten verschickt zu haben.
Zumindest ihr Verhältnis zu James Dean Bradfield scheint ungetrübt zu sein. Er war auf ihrem Album „The Art Of Losing“ (2021) zu hören, nachdem Catherine Anne Davies 2018 auf der Manic Street Preachers Single „Dylan & Caitlin“ (2018) als Duettpartnerin fungierte. Seitdem trat sie mehrmals mit der walisischen Band auf und selbstverständlich fand auch einer ihrer Songs („This Is Yesterday“) auf das Coveralbum von The Anchoress.
Selbstverständlich ist Bradfield auch auf „As We Once Were“, dem dritten Studioalbum von The Anchoress, als Sänger und Gitarrist auf dem Song „Throw Over Your Man“, der von den Liebesbriefen zwischen den Literaturlegenden Virginia Woolf und Vita Sackville-West inspiriert wurde, vertreten. Mit Hannah Peel („All Fall Down“) und Gwenno („I Had A Baby Not A Lobotomy“) gibt es zwei weitere bekannte Mitstreiterinnen. Die junge Londoner Singer/Songwriterin Eaves Wilder, die auf dem Track „Damsels“ zu hören ist, war mir vorher noch nicht bekannt.
„As We Once Were“ entstand über einen Zeitraum von zwei Jahren, in denen Davies nach der Geburt ihrer Tochter musikalische Ideen sammelte. Sie produzierte das Werk selbst in ihrem Studio „Black Lodge“, für den Mix zeichneten Dave Eringa (Manic Street Preachers, Idlewild) und Mikko Gordon (The Smile, Idles) verantwortlich, das Mastering übernahm Jon Astley (The Who, Tori Amos). Davies beschreibt das Album als „ein Gespräch über vier Generationen von Frauen hinweg“, da es einerseits die Töne ihres eigenen Nachwuchs gab und sie andererseits die Stimme ihrer Großmutter auf einer Kassette auf dem Dachboden ihrer Mutter entdeckte. Sie erforscht auf den 14 Titel (inklusive kurzen instrumentalen Episoden) Themen wie Verlust, Trauma und Elternschaft sowie die Wiedergeburt.
„As We Once Were“ ist als CD (Gatefold CD Album, Deluxe 2CD Hardback Media Book), Kassette und Doppel-LP (Linen Vinyl, Coral Vinyl, Blue Vinyl) erhältlich.
The cleverly-titled "I Had a Baby Not a Lobotomy" finds Davies dealing with perceptions of women after they have children. It's a little Annie Lennox-y, and sleek and supple too. Elsewhere, "Damsels" benefits from guest vocals from Eaves Wilder, with the track clearly showing its inspiration from stuff like Cocteau Twins and early Slowdive. An appearance from Dominic Chad from Mansun on guitar on "What You Did" gives that number a suitably windswept sheen.Even without significant guests, stuff like the title track is smart synth-rock that blends Davies' own highly personal POV with a style that has broader appeal, even as the intimate and Lennon-y "All I Really Want is Peace" hits a lush note in the right way. That Davies is able to maintain her vision equally well on tracks that are just her as well as on others with such distinctive guest musicians makes As We Once Were all the more impressive.(…) This is big, bold music with lyrics that go a little deeper, thankfully, and tracks which both soar and ruminate. This new effort from The Anchoress is highly recommended.

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