31. März 2024
Mina Richman - Grown Up
30. März 2024
Boeckner - Boeckner!
Denn auch, wenn es neben dem drohenden Verlust angebeteter Menschen genauso spukige Erscheinungen im eigenen Spiegelbild oder postapokalyptische Innenstadt-Szenarien verhandelt, ist "Boeckner!" vor allem eins: ein jubilierendes, die Zähne zeigendes Indie-Pop-Wunderwerk, das große Harmonien zur Schau stellt, in einem Moment beinahe zu Tränen rührt und im nächsten zackig auf die elektronische Pauke haut. Besonders "Wrong" macht in dieser Hinsicht den Lauten, lässt breitbeinige Gitarren schmirgeln und die Rhythmen so betrommelt zischen und dengeln, als wäre Martin Hannett einst angetütert ins Drum-Setup von Joy Divisions "She's lost control" gerauscht. Mit dem Unterschied, dass Boeckner und Mannschaft jederzeit alles im Griff haben – und einen Haufen toller Songs in der Hinterhand.
29. März 2024
Elbow - Audio Vertigo
Daneben darf jedoch nie in Vergessenheit geraten, wie viel gottverdammten Spaß "Audio vertigo" einfach macht – egal, ob "Balu" mit Tiefenverzerrung und maximaler Bläser-Wucht jedes Spotlight auf sich zieht oder "Good blood Mexico City" als wahrscheinlich simpelster Rocksong der Band "This is the day for big decisions", verkündet. Einem konsequenten Ruhepol am nächsten kommt "Very heaven", was viel aussagt angesichts dessen, dass dieser Schleicher mit luftigem Akustik-Prog-Chorus und kryptischen Lyrics à la "Seventeen is anti-gravity" alles andere als ruhig ist. Wer Elbow in erster Linie für Balladen wie "Great expectations" oder "Lippy kids" liebt, könnte mit "Audio vertigo" Probleme bekommen (…).
Zu diesen bewährten Stadionhymnen dürften dank "Audio Vertigo" einige ähnlich wuchtige Crowdpleaser wie "Lovers' Leap" oder "Balu" hinzukommen - auch sie haben das Zeug zur Überwältigung mittels Gefühl und Groove. (…)„The Picture", "Knife Fight" und "Good Blood Mexiko City" treiben daher ebenfalls kraftvoll im Stadionrock-Modus voran, ehe ELBOW den wohl besten, ambitioniertesten Track ihres neuen Werks versöhnlich ans Ende gesetzt haben: "From The River" hat - obwohl keineswegs die berührende Farewell-Ballade, die sie auch drauf haben - eine so herrlich jazzige Sophisticated-Pop-Leichtigkeit, dass man durchaus an die 80er-Jahre-Legenden Prefab Sprout denken darf. Ein perfekter Abschluss eines nicht ganz perfekten (weil etwas unrunden) Albums.
28. März 2024
Starsailor - Where The Wild Things Grow
In “Where the Wild Things Grow,” Starsailor delivers a sonically cohesive masterpiece, showcasing their evolution as musicians and storytellers. With each track, they reaffirm their place in the musical landscape, proving that while nostalgia may beckon, their creative journey is far from over.(XS Noize)
The single, Dead On The Money – with its double-meaning title – is destined to become a singalong moment in their live shows having already proved to be a fan-favourite since its release..Come closing number Hanging In The Balance, Walsh is at his most reflective, singing ‘If we hold on to tight we’ll suffocate it / If we give it too much space we’ll just erase it’ and opening up a world of emotions that have run through the band’s most recent recordings and helped lure longtime fans back into Starsailor’s musical universe.(Retropop)
27. März 2024
10 Schallplatten, die uns gut durch den April bringen
Torres - What an enormous room
Den auf dem Cover dargestellten Raum verdient Mackenzie Scotts (aka Torres) Stimme zweifellos. Auf ihrem sechsten Album "What an enormous room" stellt sie diesen Anspruch zu Gunsten musikalischer Vielfalt zurück. Elektronische Rockklänge haben da ebenso Platz wie etwas Folk, Indierock und Art Rock. Bereits auf "Thirstier" klang Torres selbstbewusster als auf den Platten zuvor, diese Entwicklung setzt sich mit ihrem aktuellen Album fort.
„What An Enormous Room“ schöpft aus Vergangenheit und Gegenwart des Indierocks, hat Liz Phairs feministisch-sexpositiven Punkansatz ebenso verinnerlicht wie knurrende Grunge-Gitarren und einen Hauch zickigen Wave-Sound. Ihrer* Herkunft aus dem Süden der USA zollt Torres mit lichtdurchflutetem Songwriting Tribut, besonders schön gelingt das in „Artificial Limits“, in dem Torres mit nostalgischer Orgel und großzügigem Echo geradezu transzendente Effekte erzielt. Eindrucksvolle Platte einer Künstler:in, die Zweifel in Mut und Power verwandelt.
(Visions)
"Collect", "Happy man's shoes" und "Artificial limits" sind für mich die stärksten Titel, schwache Songs finden sich auf "What an enormous room" ebenso wenig wie ein roter Faden. Im direkten Vergleich war "Thirstier" einen Tick zwingender und direkter. Mit dem Nachfolger setzt Mackenzie Scott eine Duftmarke im Art Rock-Revier. Schauen wir mal, welche Richtung sie mit der nächsten Platte einschlagen wird.
"Collect":
"Wake to flowers":
26. März 2024
Das Feuilleton - Ab morgen bin ich unpolitisch
Hier sind feine Details im dicht nebligen Sound verwoben, und dabei dürfen alle Bestandteile glänzen: die schneidende Gitarre, der coole Bass, das vielschichtige Schlagwerk. Zum Beispiel bei jenem metallischen Dengeln, das sich durch erwähnten "Seemann" zieht, während die Gitarren stoisch ihre maschinenhaften Rhythmen voranschieben. Der plötzliche Schönklang, der aus "Schweinehälften" tatsächlich ein romantisches Liebeslied macht. Das angenehme 90er-Gefühl im Indie-Rock-Song über die menschlichen Riesenechsen. Oder die kleinen Synthie-Sprengsel im minimalistischen "Wolf". Und natürlich ist der Albumtitel nicht platt als Lebensmotto zu betrachten. Unpolitisch zu sein, das geht doch als denkender und fühlender Mensch heutzutage gar nicht mehr. Aber ruhig mal nachdenken, bevor man seiner "Stimme" Ausdruck verleiht, denn Worte haben Kraft, wie ein weiser Mann namens Farin U. einst sagte. Oder eben so: "Alles verändern können die Buchstaben, egal, ob auch stimmt, was sie sagen.“
25. März 2024
Brimheim - Ratking
Hier wagten sich BRIMHEIM aus dem gewohnten Indie-Rock-Terrain heraus und arbeiteten mit elektronischen Elementen, einem New Wave-Pop-Setting mit Club-Flair und klassischen Mitsing-Refrains. Inhaltlich beschäftigt sie sich dabei mit dem Thema Selbstwahrnehmung in der Öffentlichkeit sowie dem Kontrollieren von Impulsen - und thematisieren dabei auch die Suche und das Sehnen nach Empowerment und Selbstbestätigung; was letztlich zu einem Leitmotiv für das gesamte Album wurde.Weiter erforscht wird dieses so entdeckte Leitmotiv dann beispielsweise mit dem vollkommen im Pop-Metier angekommenen Song „Brand New Woman“, den die Musikerin mit ihrer Freundin, der dänischen Dreampop-Künstlerin EMMA 'EEE GEE' GRANKVIST im Duett inszenierte. (…)Zwischen der Wave-Rock-Hymne „Dancing In The Rubble“ am Anfang des Albums und der Noir-Piano-Elegie „Hurricane“ am Ende liegen Welten, die BRIMHEIM mit facettenreichen Zwischentönen in den zum Teil dystopisch-orchestral inszenierten restlichen Tracks paritätisch ausfüllen.
22. März 2024
Tom McRae - Étrange Hiver
21. März 2024
Bleachers - Bleachers
Im Kreis seiner eigenen Band schlägt sein Fan-Herz zum Glück immer wieder den ästhetischen Perfektionswillen. Das beginnt bereits mit den The-Edge-Gitarren im Intro von „I Am Right On Time“ und setzt sich im frühspringsteenesken „Modern Girl“ fort. Ein Saxofon trötet wie von Sinnen – und die New-Jersey-Combo schwingt sich zur Millennial-Version der E Street Band auf.Antonoff hat letztes Jahr die Schauspielerin Margaret Qualley geheiratet. Seine neuen Songs fließen und fluoreszieren im Liebesrausch, am schönsten in „Tiny Moves“. „Bleachers“ ist eine Wellness-Pop-Wundertüte.
Der Signatursound der Bleachers ist warm und voluminös, und nicht nur durch „Me Before You“ turnen diese Bläser, die Antonoff, wie ihm Kritiker vorwerfen, als Produzent auch gerne seinen Klienten in den Sound schmuggelt. Klar, die Bleachers sind rückwärtsgewandt, aber auch so auf der Höhe der Zeit, wie man als Rockband halt sein kann. Zu viele Songs entwerfen zwar eine faszinierende Atmosphäre, aber scheinen ewig darauf zu warten, dass wirklich etwas passiert.Stücke wie „Self Respect“ wirken wie Arrangement-Blaupausen, die man guten Kunden vorlegt: So könnte dein Song klingen. Ausnahmen sind das mit Del-Rey-Vocals verzierte „Alma Mater“, der wundervoll stupide Partysong „Modern Girl“ und das hoffnungsvoll-entspannte „Woke Up Today“.
20. März 2024
The Fourth Wall - Return Forever
So scheint der Mann als maßgeblicher Gestalter des Werkes weder etwas gegen eingängige (poppige?) Melodien, noch hymnische Akkordfolgen und schon gar nichts gegen Overdrive, Feedback und krachige, schmirgelnde Postpunk-Riffs zu haben. Eine gehörige Prise Psychedelia und Dystopie runden das Ganze nach unten und oben ab. Kein Wunder, dass Kasey Campbell-Shun - der Gitarrist des Quintetts - "Noise" als Bestandteil seines Tuns in den Credits listet und dass der Backing-Gesang von Kendall Sallay der Sache viel von der genretypischen männlichen Stacheligkeit nimmt. Und so entstehen dann Songs, die zugleich Prog wie Rock sind - und dabei zugleich komplex wie zugängig. Zusammengefasst ließe sich sagen: Da wird das Beste aus mehreren Welten zusammengeführt.
19. März 2024
The Dandy Warhols - Rockmaker
Denn wie Taylor-Taylor schon vor 25 Jahren feststellte, besteht der Ansatz der DANDY WARHOLS darin, im Studio so viele Spuren wie möglich einzuspielen. Die Aufgabe des Produzenten ist es dann, alles irgendwie einzufangen und zu schichten, und die des Mixers, das alles zu entwirren. Das hat sich bis heute auch nicht grundsätzlich geändert wie es scheint.Diese Vorgehensweise führt beispielsweise zu Stücken wie dem Opener „Doomsday Bells“, „The Cross“ oder „Cocainemarijuananicotine“ in denen bestenfalls Riffs, Bassläufe oder Soundideen als Anker dienen, wobei es schon verwundert, dass es den der Band trotzdem immer wieder gelingt, durch regelrecht eingängige Passagen und gesangliche Exaltationen so etwas wie einen Songcharakter aus diesem Wust an Sounds herauszukitzeln. Auf der Bühne dürfte das dann sicherlich für entsprechende Begeisterung bei den Zuschauern sorgen.Bestes Beispiel für diese „Technik“ ist zweifelsohne der Track „Danzig With Myself“: Laut Taylor-Taylor gehen die Musiker gerne ohne konkreten Plan ins Studio – und sind dann oft selber überrascht von dem Ergebnis. In dem Fall spielte Taylor-Taylor ein Riff auf der Gitarre, welches ihn an Glenn Danzig bzw. dessen Band MISFITS erinnerte, mit dem die Band dann herumspielte und diesen mit rückwärts laufenden Gitarren-Sounds, einem melodischen Mitsing-Refrain, Fuzz-Hooks und einem rollenden Basslauf ergänzte, bis am Ende dabei so etwas wie ein chaotisch überdrehter Psych-Power-Pop-Song, über den (und dessen Titel) die Bandmitglieder dann selber schmunzeln mussten, herauskam.
18. März 2024
Yard Act - Where’s My Utopia?
Öffnung, wohin man auch hört: Die Vorabsingle „Dream Job“ ist ein Stück Postpunk-Discofunk, von Gorillaz-Mitglied Remi Kabaka Jr. auf den Punkt produziert. „The Undertow“ startet mit Beats aus der Box und wird zu einem Dream-Pop-Song, für Yard-Act-Verhältnisse jedenfalls. „We Make Hits“ ist der raubauzige unter den Chaosrocksongs. Überhaupt, die Funkiness, die hier aus Beats und Bass springt, legt auch eine deutliche Spur zum DIY-Zirkel der späten 70er- und frühen 80er-Jahre aus Leeds frei: Gang Of Four, Delta 5, Scritti Politti, MRA. Geschichtsbewusstsein, Polit-Statements, Spoken-Word-Drama: Dieses Album hat sich wie schon der Vorgänger eine Mercury-Prize-Nominierung verdient.
16. März 2024
Kapelle Petra - Hamm
Bereits seit 1997 veröffentlicht Kapelle Petra Alben. Über mehr als ein halbes Dutzend Platten, viele Konzerte und treue Fans hat die Band das Selbstvertrauen gewonnen, ihr aktuelles Album nach ihrer Heimat "Hamm" zu benennen. Eine Ausstellung im Jahr 2016 und ein Pop-up Store aus Anlass der "Hamm"-Veröffentlichung zeugen vom Status, den die Kapelle in der Stadt hat. Spätestens seit dem letzten Album "Nackt" aus dem Jahr 2019 und der ersten Chartplatzierung reichte der Ruhm auch weit über diese hinaus. "Hamm" stieg dieses Jahr sogar auf Platz 6 ein und Songs wie "Es war nicht alles schlecht", "Mittelmäßiges Leben", "Nicht alleine" und "Wann ist wieder Samstag" rechtfertigen den Erfolg zweifellos.
"Hamm" bietet durchgängig tolle melancholische Popsongs im Indierock-Gewand. Einige der packenden Melodien und Refrains und auch einige der Textzeilen hat man so oder so ähnlich schon mal gehört. Aber Kapelle Petra vereinnahmt diese überzeugend. Da wurde doch tatsächlich das beste deutschsprachige Album des Jahres bereits veröffentlicht.
Kapelle Petra haben mit „Hamm“ ein generationsübergreifendes Indie-Rock-Werk geschaffen, welches nicht nur meiner Generation X ein Gefühl vermittelt, auch in heutiger Zeit noch verstanden zu werden, sondern gleichzeitig sind Songs enthalten, die in ihrer wichtigen Alltäglichkeit allen Menschen, außer den bösen, Verständnis entgegenbringen. Auch wenn in den Texten viel Schwermut zu finden ist, tragen die Lyrics und der Indie-Sound, der sich auch nach 27 Jahren immer noch frisch anhört, mich empor, befreien bei mir Empfindungen und Einsichten, die schon viel zu lange auf einem viel zu wenig beachtetem Bahnhof warteten. (Album der Woche)
"Mittelmäßiges Leben":
"Nicht alleine":
"Freibad Pommes":
Die ersten Konzerte des Jahres sind bereits gelaufen, aber im April geht es weiter:
- 24.04. Hamburg
- 25.04. Bremen
- 08.06. Hamm
- 02.08. Berlin
- 31.08. Wuppertal
- 30.11. Bonn
- 13.12. Dortmund
15. März 2024
Faye Webster - Underdressed At The Symphony
Der Opener Thinking About You lässt sich sechseinhalb Minuten Zeit, um das entspannte Nachdenken über ein “You” in Szene zu setzen – und hätte auch noch ein paar Minuten weitergehen könnte, ohne dass man sich mit diesem an Carole King oder Aimee Mann erinnernden, fantastisch produzierten Folkrock-Track gelangweilt hätte.But Not Kiss beschreibt anschließend das Gefühl, menschliche Wärme und Nähe ohne die allerletzte Intimität zu genießen. (…)Ein wunderbarer Song, mit dem das Album schon vor einigen Wochen perfekt angeteasert wurde.Wanna Quit All The Time verbindet warmen Gitarren-Folk mit einem schleichenden Latin-Jazz-Rhythmus, ehe Lego Ring als der (zumindest für mich) einzige schwächere Song des Albums auf der Tracklist steht. Der grungige Gitarren-Sound steht Webster weniger gut, die mit viel Autotune gepimpte Stimme ihres Jugendfreundes Lil Yachty wabert ein bisschen nervig vor sich hin. Kein Total-Flop, lediglich ein kleiner Ausreißer nach unten – zumal es dann wieder so toll weitergeht wie in den ersten drei Stücken, mit einem kurzen Folk-meets-Autotune-Track (Feeling Good Today) und einer herrlich opulenten Ballade mit Streichern, Bläsern und jazzigen Besen-Drums (Lifetime). (…)Insgesamt ist Faye Webster mit Underdressed At The Symphony erneut ein verspieltes, charmantes Album geglückt, das sie als eine der talentiertesten und eigentümlichsten US-Singer-Songwriterinnen zwischen Folkrock-Tradition und Indiepop-Moderne bestätigt. Herausragend.
14. März 2024
Everything Everything - Mountainhead
At their strange best, they sound like Radiohead with an ABBA obsession. A special album from a special band.
This album sees the band opening up and aiming for the heart, particularly on the soaring “City Song,” as well as the pointed “R U Happy?,” which is maybe the most sincere moment in Everything Everything’s discography. As per the band’s recent promise to deliver “only bangers,” they fully deliver. Led by instant fan-favorite lead single “Cold Reactor,” these tracks include some of their catchiest and most memorable hooks.Seven albums in, Everything Everything continue to evolve in unexpected ways. And if it takes a detailed story and extensive world-building to get music this pure and lovable from them, may they continue boldly down the concept album path.
Lots of artists aspire to create an album which matches the zeitgeist (easier said than done), but Mountainhead comes a lot closer than most. With its paranoid and sinister belly coalescing with the joke-y casualness of its exterior, this is yet another successful record from one of the quintessential bands of the internet age, even if this listener didn’t quite believe in their vision until now.
13. März 2024
Cape Sleep - Video Days
12. März 2024
The Jesus And Mary Chain - Glasgow Eyes
They’ve always maintained a reasonable level of competence, but there’s no denying that each sequential album has been subject to the law of diminishing returns. Glasgow Eyes puts a stop to any perceived rot. It’s a staggering, swaggering achievement more vital than anything they’ve done in the last 35 years.
Glasgow Eyes’ liberal use of electronic textures is a renewing force, and a kind of homecoming too. (…)Of course, the darklands are never far away, with Chemical Animal repurposing Just Like Honey’s Be My Baby beat for Jim’s haunted analysis of addiction (“I fill myself with chemicals/To hide the dark shit I don’t show”). Yet in its bright, shivery, razor-sharp exposition of the love and devotion which boils at The Jesus And Mary Chain’s heart, Glasgow Eyes is a positive twist in the saga of these negaholics synonymous. Whatever next – a happy ending?(Mojo)





























