Zwischen „Desintegration“ (2017) und „Erregung“ (2024) vergingen sieben Jahre, da muss sich keiner aufregen wenn die LP (black Vinyl, red Vinyl) von „Einmal mehr mit dir gegen die Furcht“ erst heute, also eine Woche nach dem regulären Release in den Plattenläden steht. Vermutlich hat sich Tobias Siebert und in dieser Hinsicht von Robert Smith inspirieren lassen, von dem es heißt, dass der den Nachfolger von „Songs Of A Lost World“ schon längst fertig habe. Also, nichts mehr mit langen Wartezeiten bei Siebert & Smith! Und vielleicht tauchen Klez.e und The Cure ja dieses Jahr wieder zusammen in unserer Bestenliste auf, die 2024 von „Songs Of A Lost World“ angeführt wurde, und in der „Erregung“ auf Platz 15 folgte.
Zu den angeblich bereits 13 fertigen Cure-Songs heißt es, dass sie nicht so extrem düster, monumental und von Trauer geprägt seien, wie die von „Songs Of A Lost World“ und einen anderen Vibe haben. Smith beschrieb die noch unveröffentlichten Tracks als "up-beat" (zumindest für Cure-Verhältnisse) und energetischer. Da können Tobias Siebert (Gesang, Gitarre), Daniel Moheit (Synthesizer, Bass) und Filip Pampuch (Schlagzeug, Percussion) natürlich nicht nachstehen und justieren auf ihrem sechsten Album nach: Ihr Sound wandelt weiterhin auf den atmosphärischen Spuren von Disintegration („Mailied“), atmet dabei aber eine überraschende Leichtigkeit und cineastische Weite, welche auch die poppige, energetische Seite von „The Head On The Door“ verinnerlicht („La Boum“, „Das eine Treffen im Jahr“).
Meine Front of Stage-Tickets für das Konzert für The Cure musste ich leider wegen der Urlaubsplanung wieder verkaufen, aber vielleicht klappt es ja im Herbst wieder mit mir und Klez.e:
17.09.26 Boock, Rinderstall
18.09.26 Göttingen, Exil
19.09.26 Essen, Grend
20.09.26 Köln, Artheater
22.09.26 Leipzig, Moritzbastei
23.09.26 Hannover, Lux
24.09.26 Hamburg, Hafenklang
25.09.26 Bremen, Lila Eule
26.09.26 Chemnitz, Weltecho
27.09.26 Berlin, Frannz
29.09.26 Dresden, Ostpol
30.09.26 Nürnberg, Stereo
1.10.26 Mainz, Schon Schön
02.10.26 Jena, Trafo
03.10.26 München, Milla
Die Berliner Post-Punk-Band um Tobias Siebert geht ihr sechstes Album ganz direkt an: stoischer Bass, Hall auf der Stimme, dazu diese sehnsüchtigen Gitarren – und Titel wie „Hymnus“, „Call It Love“ oder „Melancholia“, die schon die Richtung vorgeben. Das ist dunkel, traurig, aber auf eine schöne Art – wie Dauerregen im April.Alles wirkt lakonisch, ein bisschen verloren, und genau darin liegt die poetische Stärke. In „La Boum“ (ja, die Fete) wird das besonders greifbar: „Und jede Bad-News-Theorie zerbricht an unserer Hedonie/ Einmal mehr mit dir gegen die Furcht“, singen Klez.e.









