Aus der niemals enden wollenden Rubrik „Comebacks, auf die die Welt gewartet hat, oder?“ heute: Hard-Fi.
Und tatsächlich haben wir hier erstmals eine Band, die in diesem Jahrtausend gegründet wurde (2003 in Staines-upon-Thames, Surrey) und mit drei Alben („Stars Of CCTV“, 2005, „Once Upon A Time In The West“, 2007, und „Killer Sounds“, 2011) hier bereits vor Gericht stand. Die Versprechen, die uns Hard-Fi mit ihrem Debütalbum machten, konnten sie später leider nie halten und von „Killer Sounds“ konnte wirklich nicht die Rede sein. Die Auszeit ab 2014 war einfach nur folgerichtig.
15 Jahre nach ihrem letzten Album kehren Richard Archer (Gesang), Kai Stephens (Bass), Ross Phillips (Gitarre) und Steve Kemp (Schlagzeug) nun mit „Sweating Someone Else’s Fever“ zurück. Für ein Albumtitel und -cover, dass zu den sommerlichen Höchsttemperaturen passt haben Hard-Fi auf ihre typische schwarz-gelb Optik verzichtet, hinsichtlich ihres Sounds bleiben sie sich aber treu: Indie-Rock, der mit Pop, Dance, Ska, Reggae und Soul fusioniert. „They Ain't Your Friends“, „Looking For Fun“ und „Always And Forever“ seien hier als Anspieltipps genannt. Eher unerwartet sind die Latin-Elementen im (schon ziemlich fürchterlichen) Song „Digo Nada“ (ein Feature mit Mike Kalle und Bajo Del Sol) sowie der Gesangspart der US-Sängerin Krysten Cummings auf „A Rose Electric“ und „Ain’t Going Out Tonight“.
Das Album entstand im Verlauf des letzten Jahres im Bandeigenen Cherry Lips Studio und als Produzenten fungierten wie bei den ersten beiden Alben Sänger Richard Archer sowie Wolsey White. „Sweating Someone Else’s Fever“ erscheint beim selbst gegründeten Hard-Fi 2.0 Label in Kooperation mit V2 Records, und zwar als CD und LP (Black Vinyl, Turquiose Vinyl, Transparent Red with Splattered Black and Solid White Vinyl).
‘They Ain’t Your Friends’ is a storming introduction, before Mike Kalle and Bajo Del Sol add some spice on the unexpected, if fun, latin-fuelled burner ‘Digo Nada’.There’s plenty for fans to feast on here, with Hard-Fi infusing their indie roots with soul, ska, and beyond. ‘Looking For Fun’ is a thrilling summer ode, while Krysten Cummings adds something different to ‘A Rose Electric’ (before returning for later highlight ‘Ain’t Going Out Tonight’).‘Now And Then’ offers a dose of something reflective, almost introspective, before finale ‘Don’t Go Making Plans’ rounds it off.Never the most fashionable name, Hard-Fi return by offering something crowd-pleasing, while also introducing new aspects. Who would have anticipated a latin sojourn from the band? Playing it by their own rules, ‘Sweating Someone Else’s Fever’ underlines their independence, and proves that the Class Of 2005 have dogged levels of endurance.

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