MYspace
anhören (und nicht abschrecken lassen vom Rest, der ist bis auf "Mercy" nicht auf dem Album, nicht das ich die Songs schlecht fände, aber ich kenn euch ja ;-)
Zitat:
Drei Referenzen: Mates Of State. Voxtrot. The Decemberists. Wenn Sie diese Bands mögen, könnten Ihnen auch Bishop Allen gefallen. Vor vielen Jahren, also maßgeblich vor den Tagen von Amazon, war das noch anders: herausragende Bands, eigenständige Musiken, innovative Herangehensweisen an this thing called Pop music waren gefragt. Das hat sich zwar prinzipiell bis heute nicht geändert, allerdings ist man den automatisiert erstellten Navigationshilfen, den aufgrund von Verkaufsstatistiken ermittelten Schnittmengen sicherlich nicht ganz abgeneigt. Musik ist unübersichtlich geworden, these days, da helfen entweder die sozialen (in diesem Fall die sozial-kapitalistischen, was für eine Entwicklung) Netzwerke, Blogs oder die Musikpresse.
Und da wir an dieser Stelle ebendiese unsere Fahne energisch schwenken möchten, brechen wir die Lanze für Bishop Allen. Aus dem Wohnzimmer und dem Proberaum irgendwo in Brooklyn, New York City heraus veröffentlichten Bishop Allen im vergangenen Jahr 12 EPs, für jeden Monat eine. Das ist bemerkenswert! Der bedingungslose Glaube an das, was man tut, was man liebt, wofür man lebt, so könnte man einen Veröffentlichungsturnus wie den von Bishop Allen bezeichnen. Mit »The Broken String« knüpfen sie an diese Leidenschaft an: Zwölf Stücke, darunter neun aus den hierzulande nicht erhältlichen EPs, haben die vier Musiker auf ihrem zweiten Album versammelt. Zwölf Stücke, die es zu Hören lohnt. Denn wer sich selbst von ca. 80 Stücken im Vorjahr auf 12 herunterreduziert, der hat sich Gedanken darum gemacht, was er sagen möchte. Gute Gedanken!

2001 in Seattle gegründet veröffentlichen Minus the bear mit “Planet of ice” ihr drittes drittes reguläres Studioalbum und damit auch das erste Album ohne ihren Keyboarder Matt Bayles, der sich inzwischen auf seine Produzententätigkeit beschränkt. Dieser startete als Toningenieur in den 90er Jahren und war so an ein Werken von Soundgarden und Pearl Jam beteiligt. Produziert hat er u. a. Platten der Blood Brothers und Mastodon. Derart krachig geht es bei Minus the bear aber keinesfalls zu, aber auch keinesfalls zu beschaulich, wie das Cover vermuten lassen könnte.
Minus the bear wandeln zwischen Pop und Rock, elektronische Momente helfen dabei, daraus eine homogene Mischung zu generieren. Für mich machen die allgegenwärtigen, immer markanten und trotz einiger Prog-Momente nie nervigen Gitarren und der harmonische Gesang den Reiz des Albums aus. Nicht selten fühle ich mich an Dredg erinnert.
In mythology, the bear represents strength, seriousness, and bravery. Planet of Ice embodies all of these components and finds the band truly evolving into a sound that finds their hardcore roots coming out in more and more subtle ways […]Each song has a sense of growth throughout it, from the cutesy melodies in “Ice Monster” that become huge, powerful guitar strums by its end or the perfect progression of “Dr L’ling” and “Part 2.” This is what the band can do when they sit down and really think about their album. It is easily one the band’s best album and possibly the best album of the year.
www.sputnikmusic.com
„Ich will nicht schlecht über meine alten Platten reden. Doch gerade bei den neuen Songs habe ich das Gefühl, dass sie von ganz hoher Qualität sind. Solche Äußerungen klingen immer ungelenk, aber ich bin nun mal dieser Überzeugung.“ (Phillip Boa)
Die Gitarren wurden entzerrt, die Boa-typischen Tribal-Beats aber nicht angetastet, die elektronischen Sounds erfuhren eine Aktualisierung. Alles tut Faking To Blend In hörbar gut, denn die prägnanten Melodien, die tanzbaren Voodoo-Rhythmen scheuen sich nicht, gelegentlich Referenzen an die Editors, New Order oder Interpol zu integrieren. Phillip Boa hat zwar soviel wie selten in seiner Karriere aus der Hand gegeben und steht dennoch als Gewinner da. (amazon.de)
(...) Mit We Are The Night sollte allerdings niemand wirklich große Probleme haben, denn die Chemical Brothers besinnen sich über weite Strecken auf bewährte Klänge, ohne dabei in die Retrofalle zu tappen. Auf ihrem sechsten Studioalbum lassen es die beiden wieder etwas ruhiger angehen, ohne jetzt gleich komplett auf dancefloor-relevante Nummern zu verzichten. Zwei Jahre nach dem letzten Album Push The Button nutzen Rowlands und Simons ihre musikalischen Freiheiten, die sie sich hart erarbeitet haben, konsequent aus, und bieten ein buntes Sammelsurium unterschiedlichster Sounds und Stile, von den fast schon traditionellen Elektro-Klängen bei "Do It Again", der ersten Single-Auskopplung, über den mit allerlei schrägen Einfällen verzierten Titeltrack "We Are The Night" (...), bis hin zu Nummern wie "Das Spiegel", die in ihrer Art so typisch für die Chemical Brothers sind, das man dafür fast einen neuen Gattungsoberbegriff einführen müsste.
Komplett aus der Rolle fallen die beiden Herren diesmal nur einmal und zwar beim Titel "The Salmon Dance". (...) Doch dank der unbestreitbar hohen Qualität der restlichen Nummern fällt dieser unerklärliche Aussetzer nicht einmal besonders Negativ auf. Wenn sie zusammen mit The Klaxons bei "All Rights Reserved" die stilistischen Schranken des Nu-Rave-Movements hinter sich lassen oder bei dem gemeinsam mit dem Sänger Tim Smith von der US-Band Midlake eingespielten "The Pills Won't Help You Know" in klassisches Singer/Songwriter-Terrain vorstoßen, dann sind die Chemical Brothers wieder ganz in ihrem Element und immer noch für Überraschungen gut. (amazon.de)
They've delivered the tunes, alright, but they can't help but fill them with angst, confusion and lashings of amp fuzz. Safe, predictable and packaged for the mainstream? This album is anything but. (NME)
Ultimately, Men’s Needs… is brighter, sharper and just plain better than anything The Cribs have produced to date. (Drownd in Sound)
Ich finde diese Album besser als das letzes, mit mehr Harmonie :) "Sag alles ab!" ist ein neue Schlachruf (pepeleches)
Ich finde, dass die Texte sich gar nicht so sehr von den alten unterscheiden. 'Sag alles ab' & 'Mein Ruin' hätten auch auf den früheren Platten sein können. Gekonnte Phrasendrescherei nenn ich das. (Mayence-Bonce)
Kapitulation ist musikalisch das bisher beste Tocotronic-Album. Es ist aber auch die bisher erste Tocotronic-Album, bei dem die Texte alles und gleichzeitig leider auch nichts bedeuten. Der Gesang ist ebenfalls sehr glattgeschliffen. Die Ecken und Kanten, die doch den eigentlichen Tocotronic-Charme ausmachen, fehlen diesmal völlig. Tocotronic scheinen lange Blumfeld-Fans geblieben zu sein... (der-tommes)
Ja wirklich besser als das letzte Album! Aber die alten sind immer noch am besten ;) (Floele)
also dieses neue platte ist doch wirklich super. ich bin hin und weg. :) (-blubb-)
Nichts schlägt "Digital ist besser". Aber sehr gut ist sie auf jeden Fall geworden die Kapitulation (Liberat)
kann mir mal jemand erklären was den reiz an dieser band ausmacht????? (The_Soilborn)
Bis auf den 24-jährigen Sänger und Texter Philipp Leu haben alle Bandmitglieder während der Aufnahmen noch am Abitur gebaut. Sie feiern ihr Jungsein mit simplen Spring - ins - Feld - Melodien; wenn sie über Beziehungen sinnieren, klingt das dennoch bereits erschreckend abgeklärt, aber nie altklug. Okay, bei einem Song über Rechtsradikale ("Links, rechts, links") wünscht man sich statt harmloser Nettigkeit eher Wut. Trotzdem werden Sportfreunde-Eltern diese CD dann und wann ihren Kindern klauen. Es müssen schließlich nicht immer Fußballkalauer sein. (kulturnews.de)
Die Welt ist ungerecht, und hier ist der Beweis: Labelchef Simon Raymonde surft gelangweilt durch die unendlichen Weiten des Internets. Auf der Myspace-Seite einer eigenwilligen dänischen Band hält er inne, führt sein Ohr näher zu den Computerboxen. Kratzt sich am Kinn. Hört noch mal hin. In einem Zustand von grenzenloser Begeisterung und irritiertem Unglauben schreibt er einen euphorischen Brief und erhält wenige Tage später eine Antwort. Beigefügt ist eine fix und fertige CD, die von schüchternen Männern fabriziert und deren Nachbarsjungen produziert wurde. Kein anderes Label hatte sie bisher veröffentlichen wollen. Ist das bitte schön gerecht?
Ein kleiner Schatz, geschliffen, geleckt, glänzend. Frei Haus, fertig verpackt fürs Label. Zu allem Überfluss ist das Resultat auch noch von solcher Schönheit, dass es einem ganz schummrig im Kleinhirn wird. Die Band heißt The Kissaway Trail, hat im Stillen in ihrer Talentschmiede am legitimen Erbe von Grandaddy gearbeitet und genau jene Werkzeuge genutzt, die die verblichenen Amerikaner zuletzt aus den Augen verloren hatten.
Einen solch großartig pathetischen Chor wie im Opener "Forever turned out to bee too long" gibt's sonst nur bei Naked Lunch, die Glockenmauer im Hintergrund nirgendwo. Das sonnige "Smother + evil = hurt" verpasst sich eine Extraportion herzensguter "La la la's" und muss damit noch nicht mal baden gehen. Die beiden Gitarre spielenden Sänger Thomas Fagerlund und Søren Corneliussen nutzen ihre Organe als zusätzliche Instrumente, die sich in die gemachten Betten der musikalischen Eloquenz begeben. Und dies nicht mal auf Kosten der feinfühligen Texte.
Egal, ob einem der Wind rau und stürmisch um die Nasenspitze weht wie bei "Soul assassins", oder sich als zart besaiteter Duft anschmiegt wie in "It's close up far away": The Kissaway Trail halten auf ihrem Debüt elf wunderbar grazile Songs bereit, die mit Gitarre, Schlagzeug, Bass, Pauke, Orgel, Becken und elektronischen Hilfsmitteln einen Abenteuerspielplatz gestalten, der niemals langweilig wird. Und da dieses Debütalbum mit solcher Raffinesse daherkommt, möchte man jetzt schon beinahe Angst vor der Fortsetzung kriegen. Nicht zuletzt deshalb sollte man sich mit The Kissaway Trail dringend anfreunden - es kommt nicht alle Tage vor, dass man eine solche Chance bekommt, um die Welt ein bisschen gerechter zu machen.
Justin Russo, Ex-Keyboarder von Mercury Rev hat hier mit fünf Mitstreitern ein melodisches, warmes und ganz bezauberndes Album vorgelegt. Die luftig-leichten Songs sind piano-dominiert, haben wunderbare Melodien, sind liebevoll ausgearbeitet und ziehen einen sofort in den Bann. Das ist in den besten Momenten lupenreiner Pop, so wie bei der ersten Single "Victim Of Aeroplanes", aber auch ausgetüftelt und versponnen wie bei der Walzer-Melodie "Character Assassination" und "The Tolka Not The Liffey" und garniert mit Bläsern und Streichern. Dazu kommt Russos klare Stimme, die mitunter an Duke Special und Paddy McAloon erinnert.
On their debut album Control, GoodBooks comfortably establish themselves as the most arresting and idiosyncratic new band of 2007. They have the angular intrigue of that great-lost art rock act The Auteurs, coupled with the nervy eclecticism of Talking Heads at their peak. They write profound and involving songs inspired by Kafka, terrorism, the Bible and--why not?-–lesbian crushes, while musically their rhythms are sinuous and kinetic, with mournful trumpets and clattering, vivid percussion. They really don't do ordinary at all. Only Guillemots come close in terms of a band so thoroughly in and of itself, and are consequently worth much more than mere cursory investigation. "Underneath the relatively complicated ideas that form most of our songs," Max says, "I think we are still a very acceptable pop act." "It’s true," Leo adds. "We have potential for widespread appeal, I reckon." Widespread, yes, and way beyond.
Endlich! Das Album des Mannes, der die Folk-Pop-Krone von José González erben möchte und der in seiner Heimat England von den dortigen Ausgaben von Vogue, Elle & Sunday Times als einer der essentiellsten Newcomer 2007 getippt wird. Findlay Brown gibt dem Singer-Songwriter-Genre die mutige Sensibilität eines Bob Dylan oder Paul Simon wieder. Seine Musik klingt intim, geerdet, psychedelisch und emotional, er ist mit einem Traditionalismus gesegnet, der von einer modernen Produktionsweise ummantel wird, für die Simon Lord (Simian) verantwortlich zeichnet. Als Inspiration nennt Brown The Band, Love, Jackson C Frank und Krautrock. "Separated By The Sea" enthält die bisherigen Vinylsingles "Come Home" und "Don't You Know I Love You" sowie die in Kürze erscheinende, neue Ohrwurm-Single "Losing The Will To Survice", den heimlichen Hit des Albums, der hierzulande auch ans Radio geht.

Joy Division verdienen es definitiv, von mehreren Bands zitiert zu werden. Hier die schwedische Version des Phänomens. Schon 2002 gegründet dauerte es drei Jahre bis die erste EP erschien. Dieses Jahr folgte nun das Album. Auf der Website sehen sie sich selbst als Mischung aus „alt“ und „neu“:
Drawing comparisons to groups such as ECHO & THE BUNNYMEN and JOY DIVISION as well as newer bands like MOVING UNITS and FRANZ FERDINAND they at the same time echo the past as much as the future
[…] Das dürfte ein zentraler Grund dafür sein, warum die Schweden Cut City 2007 ein Album voller Joy-Division-Klangfarben herausbringen können und von uns aus gerne anstatt mit Gähnen mit Props bedacht werden. Bestimmt nicht aus Prinzip, sondern, weil dieses Album einfach sehr zu gefallen weiß. Vielleicht liegt es auch daran, dass Cut City noch viel deutlicher als Interpol eine dezidierte 90er-Indiesozialisation mitprägt, die ihren Pathos nie nur nach Secondhand-Patina, sondern auch nach agiler Underground-Autonomenzentrumssoße klingen lässt, die eben auch Post-Hardcore verinnerlicht hat. Und diese Aufbruchstimmung tröstet über das Phlegma von 80er-New-Wave mehr als hinweg.
http://www.intro.de
Die Website der Band bietet das komplette Album als Stream.
Alles passt: Wenn aus Kate Nash kein Popstar wird, dann läuft etwas mehr als falsch. (Spex)

[...] Mit Dreampop, Joy Division und New Order beschrieben, trifft diese Einschätzung den Nagel auf den Kopf, zieht man Interpol und Editors noch zu Hilfe, senkt sich das Eisen auf die Mitte dessen. The Race heben das Besondere des 80er (New) Wave zu Tage und überschatten diesen mit romantischer und zugleich abweisender Dunkelheit. [...] Nicht nur, dass The Race diese aufregende unbeschreibliche Atmosphären einander vereinen, sie bieten diese gewisse Mischung aus Tanzbarkeit und Träumerei und bieten damit einen enormen Fundus an Songs für die schwarz angehauchte Indiedisco. (alternativenation.de)

Gerne überlasse ich mal wieder anderen Menschen die Aufgabe, das Album „blumig“ zu beschreiben:
Alleine schon die Vorschusslorbeeren implizieren jedenfalls, dass "Here are the roses" harter Tobak ist. Strenge Melodien, eine tiefschwarze Stimme, knisternde Elektronik und stoisch vor sich hin treibende Beats umreißen in groben Zügen die zehn Songs dieses Debüts. Ein Mix aus Bauhaus, Joy Divison und auch She Wants Revenge liefert die Rezeptur dieser schaurigen und sehnsüchtigen Dreiviertelstunde. Flüstertöne, erstickendes Geschrei und immer wieder der kalte Hauch der Isolation machen aus "Here are the roses" ein schockierendes Stück Musik.
www.plattentests.de
"One of the best albums you will hear this year." (THE BATTERING ROOM)
"...The sound would have you believe he's being backed by a super group made up of members of Arcade Fire and Grizzly Bear. " (QUICK BEFORE IT MELTS)
"Absolutely breath taking from start to finish." (POPTARTS SUCK TOASTED)