Mouth - Vortex






















Die 70er Jahre waren musikalisch bestimmt spannend. Es bildeten sich viele Musikrichtungen heraus, welche bis heute nachhallen und denen einige Zeitgenossen nachtrauern. Progrock in modernen Formen kann ich durchaus etwas abgewinnen und die Verschrobenheit des Krautrock gibt dem einen oder anderen aktuellen Album eine willkommene Tiefe oder zumindest ein paar Ecken und Kanten. 

Fast in den Reinformen verbindet die Kölner Band Mouth Prog- und Krautrock. Das Debüt "Rhizome" erschien im Jahr 2009, nun folgte "Vortex". Und dieses klingt eben nach den frühen 70er Jahren. Standesgemäß überschreiten zwei der sieben Titel die 15 Minuten-Grenze. Dem Opener "Vortex" und "Into the light" kann ich etwas abgewinnen. Über Albumlänge kommt die Frage auf, warum ich oder gar echte Prog-Fans nicht zu Originalen der damaligen Zeit greifen sollten. Das wäre nun ein geeigneter Zeitpunkt für eine flammende "Du hast Prog nicht verstanden"-Rede. Volker?

Der Musikexpress gesteht der Band durchaus eine gewisse Eigenständigkeit zu:
Manchmal muss man an die frühen Deep Purple oder gar an Yes denken, über die Mehrzahl der stark wabernden Rock-Sequenzen, in mächtigen Klangdystopien, die intensive bildhauerische Arbeiten erkennen lassen, entwickeln Mouth aber einen eigenen Dialekt in der Progrock-Sprache.

"March of the cyclopes":


1 Kommentar:

Ingo hat gesagt…

5,5 Punkte

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