Algiers - The underside of power






















Nächste Woche werden viele Menschen in einem Stadion in Gelsenkirchen stehen und auf Hits ihrer Jugend warten. Während dieser Zeit werden sie beschallt werden von Algiers und hoffentlich aufmerksam genug sein um zu merken, was sie da gerade erleben. Die Band aus Atlanta ließ schon vor zwei Jahren mit der Mischung aus Gospel/Soul und Punk-Rock auf ihrem gleichnamigen Debüt aufhorchen. Nun legt sie mit "The underside of power" mehr als eindrucksvoll nach. 

Franklin James Fishers Stimme verleiht Algiers den Soul und Passagen einiger Titel wären damals in der Sendung "Soul Train" nicht negativ aufgefallen. Zugesteuert wurden nun verstärkt stellenweise wirklich trocken harte Electro/Dance- (Trip Hop, Dub, Big Beat) oder gar Industrial-Rhythmen. Vermutlich hatte der Produzent Adrian Utley von Portishead Anteil an dieser Entwicklung. Und das alles geschieht über einer dystopischen Grundstimmung. Der Film zu diesem Soundtrack gehört noch gemacht. So entwickelte er sich während der Durchläufe in meinem Kopf. Und er ist gut.

Die Highlights sind "Walk like a panther", "Cry of the martyrs", "Death march" und "Animals". Und der Rest ist auch umwerfend.

Das Video zum Titelsong:


"Cleveland":


Am 04.07. werden Algiers als Depeche Modes Support in Gelsenkirchen auftreten.

The Guardian:
Intelligent, powerful, righteous – it’s not an easy listen, but it is a rewarding one.

Der Musikexpress:
Aus Gospel, Rock und Verzweiflung schafft die Band ein Album, das oft klingt, als bäume sich ein Kerzenlicht zum Flächenbrand auf. In dieser Dystopie liegt eine Kraft, die Heilung verspricht. THE UNDERSIDE OF POWER ist kein Denkzettelchen, keine freundliche Anregung, sich über die Ungerechtigkeit in der Welt zu empören. Algiers zelebrieren ihre schwarze Messe mit heiligen Ernst, frei von Ironie oder Kompromissbereitschaft. Und das ist großartig. Wir brauchen sie, diese raumgreifende Wut, in den USA und überall.

Kommentare:

Olly Golightly hat gesagt…

8 Punkte

Ingo hat gesagt…

Mind. 8,5 Punkte

Dirk hat gesagt…

Gospel-Rock - verstehe ich immer noch nicht. 5,5 Punkte

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