Peter Silberman - Impermanence






















"Post-Rock" ist für mich die Musikrichtung für Zeiten, in denen ich von sonstigem Rock mal gerade die Nase voll habe. Peter Silberman ist mit seiner Band The Antlers ist in diesem Momenten durchaus ein potentieller Lieferant solcher Musik.

Nun ereilte Peter Silberman ein für einen Musiker vermutlich schlimmes Schicksal: Nach einem Tinnitus wurde ihm strenge Ruhe verordnet. Daraus machte Silberman eine Therapie und ein stilles Meisterwerk: "Impermanence". Und es klingt wie The Antlers in Zeitlupe oder eben reduziert auf die stillen, stellenweise erhaben schön-traurigen und fragilen Momente. Songs wie "New York" und "Karuna" möchte man wie eine schmelzende Schneeflocke unter dem Mikroskop betrachten. Ich kann den rockigen und opulenten Songs der Antlers durchaus viel abgwinnen, aber auf "Impermanence" wären sie fehl am Platz. 

Es gibt Momente, da hilft selbst Post-Rock nicht mehr. Für diese Momente gibt es Alben wie "Impermanence". Für mich steht es neben Mark Hollis' Solo-Album.

Das Video zu "New York":


"Ahimsa":


Musikexpress:
Die langen Stücke ziehen dahin wie Flüsse in der ruhigen Nacht, ganz langsam werden Stimme und Gitarre von Mellotron und Schlagzeug unterstützt, die Atmosphäre erinnert an Galaxie 500 und auch der beinahe zum Stillstand kommende Slo-Core ist nicht fern. Wunderbar ist zudem, dass Silberman aus seiner vorsichtigen Position heraus exzellente Songs schrieb, allen voran „New York“, eine traumhaft schöne Hymne an Silbermans Heimatstadt.

Kommentare:

Volker hat gesagt…

Nervt nich. Da fand ich The Antlers Alben zuletzt deutlich besser.

4,5

Ingo hat gesagt…

6,5 Punkte

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