Montag, 7. November 2016

Robbie Williams - The Heavy Entertainment Show






















10 Fakten zum neuen Album von Robbie Williams:

1. Platz 1 wird das 11 Album von Robbie Williams sicherlich in seiner Heimat erreichen, wie auch 9 seiner 10 Vorgänger. Nur die Verkaufszahlen dürften den Erwartungen hinterher hinken: Während sich seine ersten 6 Alben allein im Vereinigten Königreich jeweils über 2 Millionen Mal verkauften, konnten die letzten 4 Platten nur zusammen diese Marke erreichen.  

2. Da dürfte sich Sony Music, Robbies neue Label-Heimat nach EMI und Universal, sicherlich mehr erhofft haben. 

3. Platz 1, 2 oder 3 - in Deutschland und England landet Robbie Williams in der Regel mit seinen ersten Single-Auskopplungen ganz hoch in den Charts. „Party Like A Russian“ kam nur auf einen enttäuschenden Rang 72 bzw. 68. Eine Top 10 Platzierung war ihm in keinem Land vergönnt.




4. Im Refrain von „Party Like A Russian“ hört man Samoples aus Sergei Prokofjews „Tanz der Ritter“ aus „Romeo und Julia“.

5. Der zweiten Single, „Love My Life“, erging es in den Hitlisten nicht besser: Platz 61 in Österreich, Platz 74 in Deutschland oder Platz 57 in der Schweiz.




6. Keine 40 Minuten laufen die 11, von Guy Chambers produzierten und mitkomponierten Songs auf „The Heavy Entertainment Show“. Da sollten Fans gleich zur Deluxe Edition greifen, denn diese offeriert mit „When You Know“, „Time On Earth“, „I Don’t Want To Hurt You“, „Best Intentions“ und „Marry Me“ gleich 5 weitere Lieder.

7. Als Gäste hören wir auf „Hotel Crazy“ Rufus Wainwright und bei „I Don’t Want To Hurt You“ John Grant. „Mixed Signals“ ist ein Song von The Killers und klingt auch so.

8. Neben Guy Chambers, Rufus Wainwright und John Grant standen Robbie Williams u.a. Ed Sheeran („Pretty Woman“), Stuart Price („Bruce Lee“) oder Jewel Kilcher („David’s Song“) zur Seite.

9. Metacritic sieht „The Heavy Entertainment Show“ aktuell bei durchschnittlich 57/100 Punkten. In Deutschland fallen die Kritiken noch deutlich bescheidener aus. Der Spiegel vergibt 1,0 Punkte (von 10), der Musikexpress kommt auf 3 Sterne (von 6):

Erstaunlicherweise beginnt the HEAVY ENTERTAINMENT SHOW nun wie eine britische Interpretation der Revuesongs von Jan Böhmermann im „Neo Magazin Royale“. Im Titelstück (mit Serge-Gainsbourg-Sample) halten sich Selbstironie und wahrhaftige Karriereanalyse die Waage. „Party Like A Russian“ steckt voller Klischees, der Ärger aus Russland ist einkalkuliert, schelmisch zitiert Williams „Dance Of The Knights“ des russischen Großkomponisten Sergei Prokofjew – und versteckt sich hinter dem unschuldigen Lächeln des Quatschmachers: „End of discussion.“
Es folgt „Mixed Signals“, der Song mit The Killers als Co-Autoren: Williams singt exzellent, das Stück könnte auch was Schmissiges von Roland Kaiser sein. „Leichte Unterhaltung, aber auf Steroiden“, wolle er mit dieser Platte bieten, hat er im Vorfeld gesagt. „Mother­fucker“ zeigt, wie das gehen kann: Gossen-Britpop für die Masse mit mehr Oasis-Zitaten pro Minute als auf den beiden Soloplatten von Noel Gallagher. Da steigt die Stimmung – um auf den Meeresspiegel abzustürzen, wenn Williams und Star-Beglückungs-Produzent Stuart Price bei „Bruce Lee“ Glamrock auf Nickelodeon-Niveau herstellen. Geht’s noch tiefer? Klar, bei „Pretty Woman“ hat Ed Sheeran mitgeschrieben, das Stück soll wohl wie ein Chaingang-Blues-Song klingen, besitzt aber den Charme der The-BossHoss-Grillschürze mit der Aufschrift „You Kill It, We Grill It“ (die gibt es wirklich).
Das abenteuerliche Sequen­cing sorgt dafür, dass danach die wunderbar verschleppte Revuenummer „Hotel Crazy“ mit Gastsänger Rufus Wainwright folgt. „I Don’t Want To Hurt You“, der Song mit John Grant, hat es unter die fünf Bonustracks geschafft, für den Refrain hat der Co-Autor einfach die Melodie seiner 2013er-Single „Glacier“ wiederverwertet und ABBA-Pop, Kosaken-Melancholie und Morricone-Pathos hinzugefügt. Große Gesten, kleine Gags: That’s entertainment.
(musikexpress)


Denn hat man es erst einmal durch einige weitere, sehr schlimme Songs wie die Killers-Kollabo "Mixed Signals", das seichte Radiogedudel "Love Of My Life", den miesen R&B-Versuch "Sensitive" oder das ebenfalls von Stuart Price produzierte ELO-Gedächtnis-Gehampel "Bruce Lee" geschafft, funkeln gegen Ende des Albums aber doch noch ein paar Williams/Chambers-Brillanten. Darunter die ausnahmsweise mal angenehm nostalgisch stimmenden "David's Song", "Sensational" und die schmachtende Schlussnummer "Marry Me".
Auch die Zusammenarbeit mit Rufus Wainwright (u.a. "Hotel Crazy") und John Grant ("I Don't Want To Hurt You") erweist sich als überraschend fruchtbar.
(Spiegel)


10. Bevor Robbie Williams 2017 deutsche Stadien bespielen wird, gab es letzte Woche ein kurzes „Geheimkonzert“ in Hamburg nach der TV-Aufzeichnung bei Markus Lanz vor rund 250 Zuschauern. Hier sind die Termine, der VVK startet am 11.11.16 um 11 Uhr:

28.06.17 Düsseldorf
11.07.17 Hannover
19.07.17 Frankfurt
22.07.17 München
25.07.17 Berlin






3 Kommentare:

Volker hat gesagt…

Natürlich wieder mal alles Quatsch (vor allem die Spiegel Schreiberlinge nehme ich seit der Aussage: "Der völlig überschätzte Songwriter Stephen Duffy" in irgendeiner ihrer Kritiken eh nicht mehr ernst). Bestes Album seit Rudebox (dem außer mir aber auch schon kaum jemand was abgewinnen konnte). Natürlich sind nicht alle Songs "dufte", waren sie aber auf Robbie Alben noch nie. Auf Bruce Lee und Pretty Woman hätte ich wohl verzichten können. Ansonsten ändern sich meine Lieblingssongs auf dem Album von Tag zu Tag, was tendenziell ein gutes Zeichen ist. Vorgestern noch Mixed Signals heute schon Motherfucker. Ich tendiere zu

8 Punkten

bezogen auf die 16 Song-Version

Olly Golightly hat gesagt…

Ich bin ganz bei Dir, Volker. 7,5 Punkte

Ingo hat gesagt…

5 Punkte