Sonntag, 5. Juni 2016

Arthur Beatrice - Keeping The Peace























Die erste Vorladung (XI)

Personalien:
Kein Arthur. Keine Beatrice. Statt dessen: Ella Girardot, Orlando Leopard sowie die Brüder Hamish und Elliot Barnes.

Tathergang:
Arthur Beatrice mögen den zwei Jahres-Rhythmus: 2010 gründete sich das englische Quartett, 2012 erschien mit "Midland" die erste Single, 2014 folgte das Debütalbum "Working Out" und 2016 präsentieren sie dessen Nachfolger namens "Keeping The Peace".
Nachdem sich Ella Girardot und Orlando Leopard auf dem Debütalbum noch den Gesang teilten, darf die Sängerin diese Aufgabe nun allein übernehmen und ziert zudem die Plattenhülle. Eine neue Produzentenriege unterstützt die klanglichen Veränderungen. 

Plädoyer:
"Real Life", die erste Single darf das Album eröffnen und ist im wirklichen Leben ein Song von Florence + The Machine. "Since We Were Kids" genau so. "Who Returned" eigentlich auch, mit zusätzlichen Massive Attack-Rhythmen. Und "All I Ask" selbstverständlich, plus Gospel-Chor. 
In Zusammenarbeit mit dem London Contemporary Orchestra steigern sich Arthur Beatrice in Bombast-Pop-Höhen ("Healing"), wie sie weiter weg vom minimalistischen Sound des Debüts, der ihnen Vergleiche zu The xx einbrachte, kaum sein könnten. "I Left You" könnte, bevor Bläser und Ooh Ooh-Chöre einsetzen, tatsächlich von The xx sein.   


Zeugen:

Bei schwermütigen Balladen wie »Healing« wird Ella zur Klang gewordenen Schwermut, nur um gleich darauf bei »Who Returned« das emotionsgeladene Stehaufmännchen zu geben. »All I have is this emotion« zum üppigen Sound-Gewand. Wie schon auf dem Debüt begnügen sich Arthur Beatrice nicht mit musikalischer Eindeutigkeit, sondern erschaffen gleich einen ganz neuen Raum, der stellenweise etwas überbordend (»All I Ask«) wirkt, dafür aber mit Leidenschaft dekoriert ist. Wo sich einmal weniger getraut wird, siegt die Zurückhaltung: »I Don’t Get That Chill« ist das dezente Highlight einer Platte, die Arthur Beatrice mit Kawumm zurück auf sämtliche Favoritenlisten katapultieren sollte.
(intro)


Where Working Out was more quietly impressive, Keeping The Peace more often than not feels like you’re soaring  high above a city scape, in complete awe at the spectacle below. Most of this feeling is due to Ella Girardot’s crystal clear vocals, now taking sole vocal duties with impressive results.

Throughout the album, her voice is continually responsible from some heart-stopping moments. Backed by the LCO’s dramatic horns, “Healing” is a simple, beautiful track that really lets Girardot take centre stage. Meanwhile on one of a number of album highlights, “Worry” sees her belting out the defiant refrain “Did you think you were in charge?” behind the swelling orchestra to arresting effect.

With Keeping The Peace, we see a shift to something altogether more bombastic and awe-inspiring than the hushed and guarded sound of Working Out. From the furious chugging bassline and house beats of “Who Returned” to the faith restoring cacophony of sound as orchestra meets gospel choir meets Arthur Beatrice on “Every Cell”, this is a band making the most of all its strengths to stunning effect.
(The Line Of Best Fit)

Indizien und Beweismittel:







Urteile:
Nun sind die werten Richter gefragt...


3 Kommentare:

Olly Golightly hat gesagt…

5 Punkte

Volker hat gesagt…

Schönes Ding

7,5

Dirk hat gesagt…

Auch nicht so mein Fall... 5 Punkte