Freitag, 27. Mai 2016

The Strumbellas - Hope























Der Vergleich mit Mumford & Sons ist unvermeidlich: Die Debüt-EP der Kanadier The Strumbellas erschien 2009, im gleichen Jahr wie der erste Longplayer der Engländer. Beide stehen bei Glassnote Records unter Vertrag und nun ja, musikalisch kann man beide im weitesten Sinn unter "Folk-Rock" einordnen. Doch während sich Mumford & Sons mit ihrem dritten Album "Wilder mind" weitgehend von dem bis dahin erfolgreichen Konzept gelöst haben, bleiben The Strumbellas dieser Ausrichtung treu. 




Der Titel stammt vom kürzlich erschienen dritten Album "Hope" der Strumbellas. Wenn ein Album mit einem solchen Song beginnt, muss man es auf Anhieb lieben oder als radiotauglichen Kram schnell vergessen. Eine Weile war ich eher skeptisch, doch dann kam mir dieser Gedanke: Falls "Spirits" der Sommer-Hit der Jahres 2016 wird, bleibt uns vielleicht eine wirklich nervige Dauerbeschallung durch einen Song mit irgendwelchen stampfenden Beats oder gar ein Fußball-Song erspart. Daher ernenne ich "Spirits" hiermit zum offiziellen Sommer-Hit 2016.  

Die gefällige Mischung aus Folk, Indiepop, Alternative Country, Indierock und Singer/Songwriter schmeichelt und es ist nahezu unmöglich, sich der Wirkung der Refrains zu entziehen. Klar, das klingt schon recht poliert und eben radiotauglich, doch irgendwie dann auch authentisch. 

Dave Schiffman stellt als Produzent eine interessante Wahl dar. In dieser Funktion stand er bislang eher für Rock- und Punk-Klänge (z. B. Thrice, Anti-Flag, PUP). Die Liste seiner Referenzen als Aufnahmetechniker oder "Mixer" ist hingegen vielseitig und annähernd unendlich (z. B. Johnny Cash, Weezer, Red Hot Chili Peppers, Tom Petty).

"Hope" zeigt keine Ausfälle und mit "Shovels & dirt", "Dog", "Young & wild" und "Wild sun" nach dem schon erfolgreichen Opener (s. o.) weitere Höhepunkte. 

Sputnik Music:
Hope is a total lack of restraint, and a reckless use of force when it comes to fun and accessible melodies. You’ll be left wanting to go back again and again to learn the lyrics and sing along. The only question is how long that appeal will last. As with so many flashy and polished pieces, often the initial effect far outweighs the real underlying substance. For now, though, we’re just going to have to enjoy Hope for what it is: an insanely catchy record from an indie-pop juggernaut that has likely just set the standard for radio-friendly folk.

3 Kommentare:

Olly Golightly hat gesagt…

6,5 Punkte

Ingo hat gesagt…

6 Punkte. Ohne Hoffnung auf Nachschlag von mir.

Dirk hat gesagt…

Spätestens beim fünften Song von "Hope", dem eher schrecklichen "Dog", schwindet die Hoffnung auf eine zumindest noch mittelprächtige Bewertung. 4 Punkte