Mittwoch, 24. Februar 2016

Wild Nothing - Life of pause























Wahrscheinlich wird über nur wenige Musiksampler aus der Zeit häufiger berichtet als über die durch den NME veröffentlichte Kassette "C86" aus dem Jahr 1986. Die Reichweite zeigt sich auch daran, dass selbst bei Jake Tatum aus Blacksburg im US-Bundesstaat Virgina der ab 2009 als Wild Nothing in Erscheinung trat auf diese Referenz zurückgegriffen wird. Damit und durch sein Cover von Kate Bushs "Cloudbusting" und seiner damit öffentlich gemachten Leidenschaft für Pop sind die Eckpfeiler seines Outputs auch schon gut beschrieben:


Mit "Life of pause" veröffentlichte Tatum gerade sein drittes Album. Und es überrascht mich positiv, indem es so gut wie nie Shoegaze-verwaschen oder zu künstlich poppig klingt. Statt dessen entdecke ich sogar einen nennenswerten Indierock-Anteil und nicht selten gerät der Gesang sogar in den Vordergrund. So kommt es zu hörenswerten Titeln wie "Lady Blue", "To know you" oder dem Titelsong, aber leider auch weniger inspirierten Momenten. Insgesamt konnte mich "Life of pause" nicht fesseln, aber unterhalten.

Die Vorgänger "Gemini" und "Nocturne" konnten einige Richter aber nicht Dirk und schon gar nicht U. überzeugen. Ich bin skeptisch, dass "Life of pause" bei Ihnen wesentlich besser ankommen wird.

Das befürchtet auch "The 405":

It is unlikely that Life of Pause will blow anyone out of the water. Tatum has restrained himself from indulging in wholesale reinvention, electing instead to carefully fine-tune his sound with each additional record in his catalogue. So while Life of Pause is unlikely to make a splash big enough to put his incredibly skilled work at the forefront of everyone's attention, those who have been already found themselves soaking in the majesties of Tatum's work will be quite pleased with what is store for them with this LP.

Das "Doppelvideo" zu "To know you" und "TV Queen":


Fans können sich bis Juni auf Konzerte freuen:
  • 22.06. Hamburg
  • 23.06. Berlin

2 Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Von mir gibt es leider nur 6,5 Punkte.

Jörg hat gesagt…

Naja, ganz nett. Aber kein großer Wurf wie das 2012er Album "Nocturne".

6 Punkte