Freitag, 19. Februar 2016

Porches - Pool
























Irgendwann muss Aaron Maine in seinem New Yorker Appartement gesessen und überlegt haben, wie es mit seinem Projekt Porches weitergehen soll: Ein erstes Album, "Slow Dance In The Cosmos", war bereits 2013 veröffentlicht worden und hatte ihm via Bandcamp so viel Aufmerksamkeit eingebracht, dass Domino Records den Nachfolger veröffentlichen wollten. 
Und da Stillstand gleich Rückschritt ist, wollte Maine nun unterkühlten 80er Jahre Synthesizer-Pop samt pluckernder Drum Machine mit schlichtem Home Recording Charme kombinieren und Spuren von Soft Rock, Lounge Pop und Elektronik hinzufügen. Dazu wollte er auf Falsettgesang, inklusive Auto-Tune-Effekten setzten, hier ein Saxophon, dort eine Gitarre einbinden und den Gesang seiner Freundin Frankie Cosmos integrieren. 
Gedacht, getan. Fertig waren die 12 Songs, die in ihrer 38-minütigen Laufzeit nun "Pool" ergeben und wie eine Mixtur aus Metronomy, Steely Dan, James Blake und Jan Hammer klingen. 




Porches erzählt in Songs wie „Even The Shadow“ oder „Underwater“ aus einer radikal persönlichen Perspektive von den Höhen und Tiefen seines Lebens und kommt dabei ganz ohne die heute fast schon üblichen Übertreibungen und Zuspitzungen aus. Das mag mancher Zeitgenosse ein wenig langweilig und vorhersehbar finden, aber gerade heutzutage, wo die soziale Selbstoptimierung von Großstadtmenschen gar seltsame Blüten treibt, ist diese Haltung von angenehm passiver Nüchternheit. Entsprechend fokussiert klingen auch viele Stücke, allen voran „Glow“ und „Braid“. Aaron Maine liefert mit Pool ein wunderbar ambivalentes Popalbum ab, das viel Spielraum für persönliche Interpretationen lässt.
(musikexpress)




Right from opener ‘Underwater’, it’s clear that Maine has refocused Porches as an electronic project. From the subtle pop hooks of ‘Mood’ and ‘Glow’ to the moodiness of ‘Even the Shadow’, Maine has moved Porches as far away from the rock band aesthetic as possible. ‘Pool’ is a collection of idiosyncratic, ‘80s indebted pop songs that are seeping with Maine’s distinct drawl and a newfound clarity that stems from his ever-increasing studio education and the fact that it was mixed by Chris Coady, whose credits include Grizzly Bear, Beach House and Tobias Jesso Jr.

Mostly recorded in his apartment in New York City, ‘Pool’ still has that bedroom feel that’s come hand-in-hand with everything Maine has done previously. For every shimmering synth, there’s an aura in the air that could only emanate from a deeply private place. And for the most part it works - a few repeated listens and the melodies and hooks bury themselves in the brain. But on tracks like ‘Car’ and ‘Be Apart’, Maine’s determination to retain that sense of despair can overshadow everything and cause some slight desensitivity. When ‘Pool’ does hit home though, it really hits the spot, and ends up coming off like the promising beginnings of a musician who’s finally starting to find his feet.
(DIY)




4 Kommentare:

Volker hat gesagt…

6

Dirk hat gesagt…

So als ginge man im Pool des hippen Hotels schwimmen, wenn das Meer direkt vor der Haustüre liegt.

5 Punkte

Ingo hat gesagt…

7 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

Fing eigentlich vielversprechend an, plätschert mir aber ab der Mitte zu sehr vor sich hin. 5,5 Punkte