Montag, 8. Februar 2016

King Charles - Gamble For A Rose

























Wegen des Sturmtiefs "Ruzica" werden heute reihenweise die Rosenmontagsumzüge abgesagt. Somit hat man also mehr Zeit, zu Hause im Warmen zu sitzen und gute Schallplatten aufzulegen. Vielleicht ja diese...

Als was sich Charles Costa Jahr für Jahr verkleidet, dürfte relativ schnell klar sein, denn unter dem Pseudonym King Charles hat er nun mit "Gamble For A Rose" sein zweites Album veröffentlicht. Den überdrehten Pop von "LoveBlood" (2012) hat er dabei hinter sich gelassen und zeigt sich nun gereifter, nachdenklicher und melancholischer - so nennt man das doch, wenn in jeden dritten Song die Streicher groß aufspielen, oder? Am leichtesten lässt sich dieser Wandel beim Song "Coco Chitty" nachvollziehen, da er sich in unterschiedlichen Versionen auf beiden Alben befindet. 

Seinen Anteil an der Hinwendung in Richtung Folkrock hat sicherlich Marcus Mumford, der die 12 Songs produzierte. Zudem fanden sich im ländlichen Studio in Exeter Charlie Fink und Tom Hobden (Noah And The Whale) oder auch Winston Marshall (Mumford & Sons) ein, so dass "Gamble For A Rose" ein guter Tipp für Fans dieser Bands geworden ist, die von den letzten Noah And The Whale- bzw. Mumford & Sons-Alben enttäuscht waren. 



Opening track ‘Loose Change For The Boatman’ eases us in, as the romantic crescendo erupts into Charles’ signature fast-paced lyrics and arena-standard energy. This passionate love story is the perfect opener as Charles combines what we love from him with his new musical direction.

Tracks such as ‘Gamble For A Rose’ and ‘Carry Me Away’ are for the lazing around and reminiscing as you’re lulled into a sentimental state. As Charles serenades your ears, crooning over his guitar, you can’t help but focus on each lyric…real powerful stuff.

Listen out for ‘Choke’, with it’s dramatic, fast-paced instrumental and ‘Coco Chitty’, an evolved version of the original on ‘Loveblood’. Both tracks are definitely a highlight on top of the already unveiled singles.

As a whole, the album is a creative masterpiece, showcasing King Charles’ musical ability and embroidered with influences from Mumford & Sons. It’s obvious so much of Charles’ heart and soul has gone into this LP and it is definitely worth it.
(Never enough notes)




Wo ist er hin, unser glamouröser König? Verschwunden, verloren, verbannt. Noch trägt Charles Costa trotzig seinen Ehrennamen King Charles, aber für GAMBLE FOR A ROSE müsste er eigentlich seine Krone einmotten. Aus dem überkandidelten Sonnenkönig des Freak-Folk im Piratenkostüm ist ein braver, fast schon bescheidener Folk-Bruder geworden.

Schuld an diesem Wandel sind die alten Freunde von Mumford & Sons, die ihm schon immer mal hilfreich zur Seite standen. Nun hat Marcus Mumford gleich durchgehend die Regie übernommen: Der König und sein berühmter Kumpel zogen sich auf einen in Exeter gelegenen Bauernhof zurück, um GAMBLE FOR A ROSE aufzunehmen. Wahrlich keine Umgebung für einen Herrscher.

Das Ergebnis der ausgiebigen Audienz ist also zwar lange nicht mehr so aufregend, durchgeknallt, wild durch die Genres wütend oder gar verwegen wie die bisherigen Werke von King Charles, aber dafür mit hübschen Songs, ein paar prima eingängigen Melodien und recht viel Herzschmerz ausgestattet. So haben King Charles und sein nichtswürdiger Vasall doch tatsächlich jenes beste Mumford-&-Sons-Album aufgenommen, das den Originalen in den vergangenen Jahren partout nicht gelingen wollte.
(musikexpress)



2 Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Zu oft mit Mumford & Sons abgehangen...

6,5 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

6 Punkte