Freitag, 27. November 2015

Kamasi Washington - The epic






















Eigentlich fällt Jazz nicht in die PvG Zuständigkeit. Wäre da nicht Jazz-Fan Volker...

Von einigen wird Kamasi Washingtons “The epic” als Jazz-Album des Jahres und Revolution gefeiert, andere belegen es mit dem schlimmsten Urteil aus dem Munde von Jazz-Fans: “Jazz für Leute, die keinen Jazz mögen”.

Unzweifelhaft beherrscht Kamasi Washington sein Instrument, das Saxofon, und große Arrangements. Der Amerikaner ist bereits über viele Jahre sowohl jazztypisch als auch mit populäreren Musikern wie Herbie Hancock, Lauryn Hill, Snoop Dog und Flying Lotus in Erscheinung getreten. Größere Bekanntheit erlangte er durch seinen Beitrag zu Kendrick Lamars “To pimp a butterfly”. 

Auf “The epic” verlässt er sich auf sein Saxofon und seine in vielerlei Hinsicht ausufernden Kompositionen. Da wird sowohl in der Besetzung als auch in der Dauer geklotzt und nicht gekleckert. 

Wer schon immer mal Jazz-Album haben wollte, um sich mit dem Genre anzufreunden oder einfach ein wenig seine Besucher zu beeindrucken, ist mit “The epic” sehr gut bedient: Hochgelobt, hörbar und noch dazu bietet das Album mit knapp 3 h Spielzeit wirklich viel Musik für’s Geld. Das reicht locker als Untermalung eines ausgiebigen Abendessens mit Freunden, die man mit Jazz beeindrucken möchte. 

Jede der einzelnen drei "The Epic"-CDs gibt für sich genommen ein exzellentes Debüt ab. Gemeinsam fickt das Trio Gehirne. Trotz der langen Spielzeit, der vielen Variationen finden sich keine Hänger. Niemals verliert das furchtlose Album seinen Fokus. Mit viel Spektakel, aber auch ehrlicher Zuneigung holt uns Kamasi Washington aus dem Museum heraus und lässt uns wieder auf der Straße tanzen. Mit seiner Attitüde führt er junge Hörer an das Genre heran und erinnert uns an eine einfach Tatsache: Jazz braucht kein Mensch, aber Mensch braucht Jazz.
Das Debüt "The Epic" von Kamasi Washington wird als Meilenstein der Musikgeschichte gefeiert. Wer genau hinhört, entdeckt Beeindruckendes abseits aller Superlative.
It's Jazz! Der US-Saxophonist Kamasi Washington veröffentlicht mit seinem dreistündigen Debüt "The Epic" das vielleicht relevanteste, radikalste Album des Jahres.

“Re run home”: