Montag, 2. November 2015

Hurricane #1 - Find What You Love And Let It Kill You
























Hurricane #1, das waren zwischen 1996 und 1999 Andy Bell (Gitarre), Alex Lowe (Gesang, Gitarre), Will Pepper (Bass) und Gareth Farmer (Schlagzeug), die gemeinsam über Creation Records zwei erfolgreiche Alben veröffentlichten und mit "Step Into My World" und "Only The Strongest Will Survive" in der Hochphase des Britpop zwei Singles in den englischen Top 20 platzieren konnte. 
Der Ausstieg von Andy Bell, der die Band nach dem Ende von Ride gegründet hatte, sorgte auch für einen Schlussstrich bei Hurricane #1. Bell war anschließend als Tour-Gitarrist bei Gay Dad unterwegs, bevor er bei Oasis den Bass übernahm. Mittlerweile hat er Ride in Originalbesetzung wiederbelebt. 

Und auch Hurricane #1 gibt es seit 2014 wieder. Wenn auch nicht in Originalbesetzung, denn von dieser ist nur noch Alex Lowe vertreten, der nun von den italienisch-brasilianischen Brüdern Carlo und Lucas Mariani an Gitarre und Bass sowie vom Schlagzeuger Chris Campbell unterstützt wird. Nur zwischenzeitlich saß Paul Quinn von Teenage Fanclub an den Drums.
Das Drängen von Alan McGee, dem ehemaligen Präsident von Creation Records, der Alex Lowe weiterhin verbunden blieb und dessen Gun Club Cemetery Album er auf seinem 359 music Label veröffentlichte, und Lowes überstandener Kampf gegen den Krebs sorgten für ein neues Album von Hurricane #1: „Ich habe stundenlang auf dem Bett gehockt und gegrübelt oder aus dem Fenster gestarrt, bis ich irgendwann gedacht habe: ’Wenn ich schon die Zeit tot schlagen muss, kann ich genau so gut irgendwas Sinnvolles machen.’ Und so habe ich angefangen, Songs zu schreiben.“

Obwohl auf den beiden bisherigen Alben von Hurricane #1 nur ein Song ("What Do I Know?") vom ehemaligen Boxer Alex Lowe komponiert wurde und seit der letzten Veröffentlichung dieser Band 16 Jahre vergangen sind, schließt sich "Find What You Love And Let It Kill You" klanglich direkt an seine Vorgänger an, auch wenn sich Hits wie "Step Into My World" oder "Only The Strongest Will Survive" nicht finden lassen. „Wenn du sowieso Bestrahlungen und Chemotherapie bekommst, dann hast du überhaupt keine Lust, dich auch noch in deinem Elend zu suhlen und im Selbstmitleid zu baden. Darum sollte es ein lebensfrohes Album werden. Und es sollte nichts Künstliches haben, sondern einen durchgängigen, elementaren Sound, nichts Abgedrehtes, sondern einfach gute Melodien, gespielt von einer guten Rock’n’Roll-Band,“ sagt Lowe zu dem in Turriff, Schottland, im Studio eines Freundes aufgenommenen Albums. 

Nach dem Opener, der ein wenig von "Can't Buy Me Love" (The Beatles) stibitzt und Lowe mit arg krächzender Stimme präsentiert, hat man noch ernsthafte Zweifel, doch dem Titel des ersten Songs, "Best Is Yet To Come", werden Hurricane #1 im weiteren Verlauf gerecht. "Crash" und "Where To Begin" stehen exemplarisch für den angesprochenen straighten Rock 'n' Roll, den man so auch einer Single B-Seite von Oasis hätte zuschreiben können. Den getragenen, zur akustischen Gitarre vorgetragenen Folk-Songs wie "Feel Me Now Again" und "Round In Circles" meint man eine Nähe zu Teenage Fanclub anzuhören. Vielleicht liegt dies darin begründet, dass Lowe im Krankenhaus deren "Grand Prix" nach eigener Aussage rauf und runter hörte. "Revolver" von den Beatles gehörte ebenfalls zu seiner Playliste - hört man deshalb auf der Single "Think Of The Summer" rückwärts laufende Gitarren, die übrigens von Andy Bell beigesteuert wurden?

"Find What You Love And Let It Kill You" wird am 20. November über Tapete Records veröffentlicht werden und erst nach dem Hören habe ich verstanden, warum es die anderen Plattenrichter unter unsere "10 Schallplatten, die uns gut durch den November bringen" gewählt haben. 
Nur das von Alex Lowe gemalte Plattencover, für das er selbst Parallelen zu John Squire von den Stone Roses zieht, kann so gar nicht überzeugen. 




Plugging in as a natural extension of what made Hurricane No. 1 winners in the first place, Find What You Love and Let It Kill You will not only please longtime fans, but those just getting on board will be impressed enough to invest in the band’s previous two albums, “Hurricane No. 1” and “Only The Strongest Will Survive” that have been hailed Britpop treasures.
Assembled of potent rhythms, weighty hooks and a confident and convincing stance, “Where To Begin,” “Best is Yet to Come,” and “Crash” quiver and shiver with a rocking immediacy, while “Feel Me Again” is a bare-boned ballad, bustling with emotionally-charged particles. A bopping groove, interlaced with a Kinks-like whimsy, steers the scheme on the sweet and frisky “Think of the Sunshine,” which features cool backward guitar fixings from Andy Bell, who played in the initial line-up of Hurricane No. 1.
Plastered with powerful and melodic vocals and tight and energetic performances, Hurricane No. 1’s Find What You Love and Let It Kill You posts as a perfect melding of pop and hard rock elements. An earthy production, charted of direct and gripping arrangements, keep it real through and through. The return of Hurricane No. 1 is most welcome, and Find What You Love and Let It Kill You definitely validates the band’s value.
(something else!)

3 Kommentare:

Volker hat gesagt…

Die Produktion/der Mix versaut mir etwas den Höreindruck.

7 Punkte

Ingo hat gesagt…

Kein Kurricane aber erfreulich frischer Wind. 7 Punkte

Dirk hat gesagt…

Da schließe ich mich punktemäßig an: 7 Punkte