Samstag, 21. November 2015

Beach Slang - The Things We Do To Find People Who Feel Like Us



Bei aller Toleranz für die Glorifizierung des Rauschs ist es aber doch etwas wunderlich, einen 40-Jährigen davon künden zu hören, dass er und die seinigen „misfit kids“ mit „a pretty clean heart but a dirty mind“ sind, die sich zu viel Zeit, aber zu wenig Drogen nehmen […] (musikexpress)

Konzentrieren wir uns doch erstmal auf die Glorifizierung des Rauschs:



Beach Slang. Guitar, bass and drums. Played loudly. Das Quartett aus Philadelphia veröffentlichte 2014 zwei EPs und hat sich damit schnell zum next big thing im Bereich Punk Rock, Unterabteilung Emo etablieren können. Zu Recht übrigens. Anfang des Jahres wurden die beiden EPs zu einem Mini-Album namens 'Broken Thrills' zusammengefasst. Besondere Mühe gibt sich die Band nicht nur musikalisch, sondern auch in der Aufmachung ihrer Tonträger, die in so unterschiedlichen Farben wie Light Mint Green, Opaque Purple, Pink, Coke Bottle Clear, Translucent Orange, Blue on transparent (colour in colour), White and transparent half and half with blue and orange splatter oder Blue and white tri-colour with splatter erschienen sind.

Hymnen, wie geschnitzt für den "Endlich Wochenende!"-Schrei, für die ausgelassene, in Biersuff und Zigarettendunst mündende Nacht. Für den Punkrock-Pogo zu den furiosen "Young & alive" und "Ride the wild haze". Für die Luftgitarren-Einlage, wenn "I break guitars" zum unendlichen Refrain-Riff bläst. Für das beinahe sinnlich-himmlische Sich-im-Arm-liegen zu "Porno love", wenn der Morgen graut. Richtig, der geballte Hedonismus ist nach wie vor Antrieb für dieses zwischen feucht-fröhlich und melancholisch-nachdenklich gelagerte Rock'n'Roll-Paket. Er manifestiert sich in nahezu jedem Song, da genügt schon der Blick auf die Tracklist. (plattentests.de)



Das Album ist seit Ende Oktober als CD oder Kassette erhältlich. Oder als schwarzes Vinyl. Beziehungsweise purple with black and white splatter. Wahlweise aber auch Clear with Purple Splatter. Oder nur Clear. Oder grün. Oder weiß. Schön ist auch Purple with Black and White Splatter (das ist die Version, die ich habe).

Zurück zum Eingangszitat und zur Verwunderung über 40jährige misfit kids. Plattentests sieht es so:

Doch egal ob grau mit latentem Hörschaden oder Punkrock-Frischling, just geflasht vom ersten Livekonzert, – man verzeiht Beach Slang diese kollossale Unvernunft allzu gern. (plattentests.de)

So ist es!

6 Kommentare:

Ingo hat gesagt…

Rockige 7 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

8,5 Punkte

Jörg hat gesagt…

Yeah, holt die Luftgitarre raus! Gitarrengaragenpunkrocklärm zum Herumhüpfen und Spaß haben. Toll TollTollToll! 9 Punkte

Volker hat gesagt…

7 Punkte

Olly Golightly hat gesagt…

Die Jahrescharts der Crazewire Redaktion:

1. Beach Slang – The Things We Do To Find The People Who Feel Like Us
2. Tocotronic – s/t (Das rote Album)
3. Boy – We Were Here
4. Jamie xx – In Colour
5. Motion City Soundtrack – Panic Stations
6. Love A – Jagd & Hund
7. Wanda – Bussi
8. Foals – What Went Down
9. Michael Feuerstack – The Forgettable Truth
10. City And Colour – If I Should Go before You
11. Beach House – Thank You Lucky Stars
12. Neck Deep – Life’s Not Out To Get You
13. Autre Ne Veut – Age Of Transparency
14. Teenage Bottlerocket – Tales from Wyoming
15. Steven Wilson – Hand. Cannot. Erase.
16. Best Coast – California Nights
17. Die Nerven – Out
18. Maritime – Magnetic Bodies / Maps Of Bones
19. FFS – dto
20. Anna von Hausswolff – The Miraculous
21. Kid Wave – Wonderlust
22. Paper Beat Scissors – Go On
23. Tom Liwa & Flowerpornoes – Umsonst & draußen
24. Ryan Adams – 1989
25. Yachten – Zweite Luft

Dirk hat gesagt…

Rumpel-Rock mit Kratzbürsten-Gesang Kommt hier nicht so gut an.

6 Punkte