Mittwoch, 30. September 2015

Glen Hansard - Didn't He Ramble

























So, jetzt brauchen wir dieses Jahr nur noch ein Album von The Swell Season und die Glen Hansard-Trilogie ist perfekt.

Im Sommer erschien zum 25-jährigen Jubiläum seiner Band The Frames mit "Longitude" das erste Album nach jahrelanger Ruhepause. Dass es sich dabei jedoch eher um eine Entdeckungsreise für Neueinsteiger handelte, die nur einen neuen Song ("Non But I") beinhaltete, dürften Fans der irischen Band insofern verschmerzen, da alle übrigen älteren Song in neuen Versionen dargeboten wurden, die teilweise deutlich vom Original abweichen ("God Bless Mom").

Außerdem können sie sich nun über Glen Hansards zweites Soloalbum nach "Rhythm And Reponse" (2012) freuen. Der Singer/Songwriter zeigt sich auf den zehn Songs sehr abwechslungsreich: neben der gefühlvollen Streicher-Ballade ("Grace Beneath The Pines"), gibt es irischen Folk mit Fiddle-Einlage ("McCormack's Wall"), groovenden Rock mit Bläser-Einsatz ("Lowly Deserter") und den eher schlicht gehaltenen Singer/Songwriter-Titel irgendwo zwischen Dylan und Springsteen ("Paying My Way", "My Little Ruin"). 
"Didn't He Ramble", das leider den Titelsong missen lässt, wurde von Thomas Bartlett (The National, Sufjan Stevens) und David Odlum (Paloma Faith, Tinariwen) produziert und erfreut sich der Mitarbeit von John Sheahan (The Dubliners), Sam Beam (Iron And Wine) und Sam Amidon.




Dass Glen Hansard ein Meister des gefühlvollen Breitwand-Folk ist, sollte dem Mainstream-Publikum spätestens seit der Oscar-Auszeichnung für seinen Song »Falling Slowly« aus John Carneys Film »Once« bekannt sein. Mit seinem zweiten Soloalbum unterstreicht er diese Ausrichtung nun abermals: »Didn’t He Ramble« ist eine zutiefst optimistische LP – nicht naiv optimistisch, eher durchzogen von einem plakativen Gefühl der Hoffnung, das sehr ehrlich Hansards innerer Überzeugung zu entstammen scheint.
Zum Glück erliegt der Ex-Frames-Frontmann und Swell-Season-Kollaborateur nur in Ausnahmefällen (»Her Mercy«) der Versuchung, seine Songs in ein großes, opulentes Orchester-Gewand zu hüllen. Seine stärksten Momente hat er nämlich eindeutig nicht dann, wenn ganz groß aufgefahren wird, sondern wenn ruhig und zurückgenommen Hansards Stimme im Vordergrund steht. So wie im Schlussstück »Stay The Road«, das nur mit Gitarre und Gesang alles, wofür dieses Album steht, auf den Punkt bringt und sich letztlich in dieser einen Zeile verdichtet: »Tired eyes, look up and see.« Genau so sollte man es angehen.
(intro)




Didn't He Ramble shimmers, saunters and charms; Hansard has never sounded so good. (Exclaim)

Ultimately, though, regardless of whether Hansard is cribbing moves from his own country's heritage, or from one of the biggest rock stars in American history, he manages to make it all his own thanks to the quality of his songwriting and the passion behind his performances. (Absolute Punk)

Production by longtime collaborator Thomas Bartlett and ex-Frames member David Odlum is inviting, alluring and engaging. It pushes Hansard into his finest performances yet on originals that are haunting, poignant and beautifully conceived. (American Songwriter)


Glen Hansard in Deutschland:

07.10.15 Hamburg, Docks
08.10.15 Berlin, Admiralpalast
10.10.15 Leipzig, Täubchenthal
12.10.15 Köln, Live Music Hall
19.10.15 München, Kesselhaus


3 Kommentare:

Volker hat gesagt…

Schön

7,5

Dirk hat gesagt…

Man hofft immer, Marketa Irglova gleich mitsingen zu hören...

6,5 Punkte

Julia hat gesagt…

7 Punkte