Mittwoch, 19. August 2015

Slim Twig - Thank you for stickin’ with Twig






















Es fällt mir schwer Slim Twigs Musik zu beschreiben. Sie klingt an vielen Stellen nach Indierock oder Alternative, doch da sind ab und zu schwere psychedelische Gitarren und dann erscheint das aktuelle “Thank you for stickin’ with Twig” auch noch bei DFA Records und neben LCD Soundsystem sowie anderen elektronischen Acts fällt es dank gewitzter Samplings nicht aus der Reihe. Wegen dieser Vielseitigkeit kann ich die gelegentlich in Zusammenhang mit Slim Wig angebrachten Vergleiche mit David Bowie nachvollziehen. Ich mache es mir daher einfach und verweise auf das Cover: Bunt und irgendwie collagenartig… das trifft es ganz gut.

Obwohl der Kanadier Max Turnbull erst 1988 geboren wurde, veröffentlicht er schon seit zehn Jahren Musik als Slim Wig, in der Band Tropics war er aktiv, zwei Alben der U. S. Girls wurden von ihm produziert und auch als Schauspieler verdingte er sich. Mit “Thank you for stickin’ with Twig” ist ihm nun zwischen Kammerpop und der Grenze zur Unhörbarkeit ein überaus abwechslungsreiches und herausforderndes Album gelungen. Der ein oder andere Hörer wird nach einem Durchgang die im Albumtitel geäußerte Dankbarkeit des Künstlers dankend in Anspruch und von weiteren Durchläufen Abstand nehmen. Wer traut sich?

Consequence of sound:
Thank You for Stickin’ With Twig is a statement album. Turnbull has expanded his sound to offer an interpretation of classic psych rock on a more widescreen level than his previous work. Psych rock should be about pushing boundaries and experimentation, and Turnbull’s invitation down the rabbit hole stands out from waves of garage/psych artists who are content with settling into a groove. By widening his scope and taking advantage of the tools at his disposal, Turnbull is able to fully realize the vision and promise hinted at by his earlier work.
 Louder than war:
Thank You for Sticking With Twig is a difficult album to like at first, because its hyperactivity doesn’t easily let the mind settle on something stable, but familiarity comes with time and is soon superseded by a loyal affection for the music. Slim Twig may or may not be a subversive agent, but his latest record is certainly worth spending some money on and playing repeatedly on your turntable until your needle can take no more.

Besonders gefallen mir “Slippin’ slidin’”, “Stone rollin’”, “Roll red roll” und “Live in, live on your era”. Und man sollte sich auch anhören, was Slim Twig aus Serge Gainsbourgs “Cannabis” gemacht hat: